1. Juni 2016 Empfang des Dänischen Botschafters

Symbol für Leichte Sprache
Leichte Sprache
Symbol für Gebärdensprache
Gebärdensprache
Vorlesen
Symbol für Drucken
Drucken
Artikel teilen
Danke für Ihr Interesse!

Ich wünsche eine Übersetzung in:

Grußwort des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz.

Empfang des Dänischen Botschafters

Sehr geehrter Herr Botschafter (S.E. Botschafter Petersen),
sehr geehrter Herr Minister (Herr Schmidt),
sehr geehrte Herren Staatssekretäre (Herr Ferlemann, Herr Dr. Nägele),
sehr geehrter Herr Frederiksen,
sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die Einladung, ich freue mich, hier zu sein und möchte die Gelegenheit nutzen, um deutlich zu machen: Wir sind weiterhin dabei. Hamburg unterstützt die Feste Querung über den Fehmarnbelt mit Nachdruck.

Ich freue mich sehr über die Unterzeichnung der Hauptverträge, damit ist das Projekt einen großen Schritt vorangekommen.

Hamburg ist die Drehscheibe für Nordeuropa, der Fehmarnbelt-Tunnel wird uns dabei helfen, diese Aufgabe noch einmal besser zu erfüllen. Für die Industrie, die Wirtschaft und die Arbeitsplätze in der Metropolregion ist es wichtig, dass die Verbindungen zu unseren Nachbarn gut sind.

Schon im September lädt Hamburg alle Interessierten zu den Fehmarnbelt Days ein. Wir nutzen damit die Dynamik der bewährten Zusammenarbeit für das Projekt. Denn in Bereichen wie Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Regionalentwicklung haben wir schon viele tragfähige Netze. Der Tunnel wird es uns leichter machen, aber wir müssen nicht darauf warten: Hamburg und Kopenhagen arbeiten intensiv und gemeinsam daran, die bestehende engen Kooperationen weiter auszubauen.

Ganz wichtig ist auch der Ausbau der neuen S-Bahnlinie S 4 von Hamburg nach Bad Oldesloe. Die S 4 schafft Platz für den Güter- und Personenverkehr über Lübeck nach Kopenhagen. Die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein forcieren das Projekt, die Deutsche Bahn unterstützt dies nachdrücklich auch der Bund und die Europäische Union stellen Fördermittel.

Kopenhagen ist der natürliche Partner Hamburgs, das merkt man schon daran, dass „Kopenhagen“ das mitteldänische Wort für Kaufmannshafen ist. Mehr als 200 Hamburger Unternehmen sind in Dänemark mit Niederlassungen vertreten. Hamburg wird von skandinavischen Unternehmen und ihren Mitarbeitern als Basisstation für den europäischen Binnenmarkt genutzt.

Die feste Querung über den Fehmarnbelt ist ein Projekt von großer europäischer Reichweite: Zusammen mit der Landverbindung über den Öresund nach Schweden wird die Metropolregion Hamburg so an die Metropolregion Kopenhagen-Malmö angeschlossen. Schon die nächste Generation kann in Schleswig-Holstein wohnen und in Kopenhagen arbeiten. Oder in Seeland wohnen und in Hamburg studieren. Das wird auch unserer Zusammenarbeit im wissenschaftlichen Bereich, wie etwa bei European XFEL oder der European Spallation Source ESS, noch einmal großen Schwung geben.

Als gut vernetzte Metropolen können wir noch besser für die Anliegen der Nord- und Ostseeregion werben. Zusammen kommen wir schon bald auf 10 Millionen Einwohner. Das ist ein ordentliches Gewicht. Das Selbstbewusstsein und die Stärke dieser Nord- und Ostseeregionen kann auch Europa kräftigen. Die Länder Skandinaviens gehörten zu den ersten, die untereinander die Freizügigkeit ihre Bürgerinnen und Bürger ermöglicht haben. Wir sollten gemeinsam, aus der Hamburg- Kopenhagen-Malmö-Region heraus, der Freizügigkeit und dem Binnenmarkt neue Impulse geben.

Schon einmal waren Hamburg und Dänemark direkte Nachbarn. Als Altona noch dänisch regiert war, wurde der Freihafen erfunden, die Kultur der Toleranz entwickelt und die freie Presse aufgebaut. An diese skandinavische Tradition knüpft Hamburg als Weltstadt an.

Auch mit Pionierprojekten für eine bessere Infrastruktur haben wir gute Erfahrungen: Ich erinnere an das Projekt, das wir vor ziemlich genau 150 Jahren, am 16. Juli 1866 einweihten: Die Verbindungsbahn, die im Staatsvertrag zwischen Hamburg und Dänemark am 30. April 1860 geschlossen wurde. Der Name war Programm, sie verband die Strecken der dänischen Seite, die am dänischen Altona-Bahnhof endeten mit den Strecken der Hamburger Seite. Man fing damals vorsichtig mit einem Gleis an und musste schon nach wenigen Jahren drei Gleise nachlegen. Auch einen Tunnel haben wir gebaut, damit unsere Verbindungen nach Norden stärker werden: 1975 wurde der neue Elbtunnel mit drei Röhren eröffnet, inzwischen ist eine vierte dazu gekommen. Niemand will sich heute die Verbindung nach Skandinavien ohne diesen Tunnel vorstellen.

Wie gut wird es erst, wenn wir einen Tunnel mit einer Verbindungsbahn kombinieren?

Ich bin mir sicher, die Feste Querung über den Fehmarnbelt wird eine sehr erfolgreiche Verbindung!

Vielen Dank.

Danke für Ihr Interesse!

Ich wünsche eine Übersetzung in:

Themenübersicht auf hamburg.de

Empfehlungen

Symbol für Schließen Schließen Symbol für Menü üffnen Aktionen