15. Juli 2016 Einweihung des neuen Gebäudes von PricewaterhouseCoopers

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Grußwort des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz.

Einweihung des neuen Gebäudes von PricewaterhouseCoopers

Sehr geehrter Herr Professor Winkeljohann,
sehr geehrter Herr Schneider,
sehr geehrter Herr Brandt,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

Auf der Kennedybrücke, quasi vor Ihrer Haustür, befindet sich eine in Stein eingelassene Inschrift. Nur eine Zahl ist darauf zu lesen und ein Wort: 10. Längengrad. Die Experten unter Ihnen wissen, dass es korrekt 10. Längengrad Ost heißen müsste. Für östlich vom Nullmeridian. Der befindet sich im Londoner Stadtteil Greenwich. Was übrigens Ergebnis der Internationalen Meridiankonferenz in Washington 1884 war, die damit ein weltweit einheitliches geografisches Bezugssystem schuf.

Längengrade sind der Schlüssel zur Vermessung der Welt. Erst ihre Erfindung ermöglicht exaktes Navigieren. Ein passender Standort also für ein Unternehmen, das weltweit berät und zuverlässig durch die Untiefen eines durch die Digitalisierung rasant vorangetriebenen Wandels steuert. Ich freue mich deshalb sehr, Sie anlässlich der Einweihung Ihrer neuen Büroräume am Alsterufer begrüßen zu können.

„Der Zug in die digitale Zukunft braust mit Volldampf aus dem Bahnhof.“ Exakt so hat es das Magazin „next“ von Price Waterhouse Coopers formuliert. Es muss gute Gründe geben, wenn ein Wirtschaftsberatungsunternehmen im digitalen Zeitalter mit „Bahnhof“ und „Volldampf“ argumentiert. Meine Vermutung ist: Der Autor des Beitrags hatte den Dammtorbahnhof und das Alsterufer 1 schon im Blick.

Sie haben sich für diesen Bürostandort in so sensationeller Lage entschieden und Sie haben sich noch einmal und klar für die Hansestadt entschieden. Das ist eine Anerkennung für den Standort, die Hamburg ehrt.

Wir sind sehr froh, dass wir PWC hier haben: Sie sind diejenigen, die sich den Fragen widmen, die im Alltag eines Unternehmens, ja gerade auch von sehr erfolgreichen Unternehmen, häufig zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Sie haben die Expertise, um trotz ständiger Veränderungen den Überblick zu behalten. 

Drei Buchstaben sind es nur: P, W und C, und alle wissen: Sie stehen für Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, juristische Expertise, betriebswirtschaftliche Beratung und die kluge Perspektive aus der bald hundertjährigen Erfahrung.

PWC ist ein engagierter Partner für den Mittelstand; ein Erfinder neuer und noch besserer Beratungsformen; ein hochkompetenter Begleiter für Dienstleister und Industrie, kurz: PWC ist der Name für Wissenstransfer. Das alles natürlich als individuelle Rundumbetreuung vor Ort mit einem weltumspannenden Netzwerk im Hintergrund. Diese Form der Professionalität passt hervorragend zu unserer Weltstadt.

Die meiste Arbeit, die PWC leistet, bleibt von der Öffentlichkeit unbemerkt. Es sind die Erfolge der vielen gut beratenen Unternehmen, die den hervorragenden Ruf immer wieder erneuern. Aber es gibt auch den öffentlichen Part: Mit Studien hat sich PWC den Nutzern im Internet und damit noch einmal mehr gegenüber Bürgern, Presse und Wissenschaft geöffnet. Viele der Untersuchungen beschäftigen sich mit der Digitalisierung, den Potentialen und den Folgen für die Arbeitswelt.

Die Digitalisierung schreitet so rasant voran, dass mancher sich fragt: Geht das immer so weiter? Ihre Antwort darauf ist eindeutig. Innovative datenbasierte Dienstleistungen werden noch mehr an Bedeutung gewinnen, und ein großer Teil der Zukunftsinvestitionen wird in diesen Bereich fließen.

Das ist das Ergebnis Ihrer Studie über das Thema „Industrie 4.0“ aus dem April dieses Jahres, in der Sie die Bedarfe und Erwartungen der Industrie in sechsundzwanzig Ländern ermittelt haben. Darin heißt es, ich zitiere: „Erfolgreiche Industrieunternehmen werden zu digitalen Enterprises werden, in denen physische Produkte den Kern bilden, die durch digitale Schnittstellen sowie datenbasierten und innovative Dienstleistungen erweitert werden.“

Der digitale Wandel wird sich also eher noch beschleunigen. Gerade haben wir uns daran gewöhnt, dass Computer Produktionsprozesse steuern, da werden sie zu quasi selbstständigen Akteuren, die immer neue Aufgaben übernehmen: Sie können U-Bahnen fahren, Fahrzeuge und Flugzeuge steuern, Zeitungsartikel schreiben oder – wie in Japan – ein Hotel managen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Wer daraus schließt, die Digitalisierung könne zum Jobkiller werden, für den haben Sie ebenfalls eine Botschaft bereit. Dazu muss man wissen: Auch Arbeitskräftemangel kann Jobs kosten, wenn Unternehmen nicht expandieren können, weil ihnen qualifizierte Mitarbeiter fehlen, wie Sie es in Ihrer Studie „Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt in Deutschland“ sehr klar benennen.

Die digitale Zukunft, ihre Auswirkung auf das tägliche Leben und ihre Umsetzung in Gesellschaft, Wirtschaft und Staat ist eine Kernfrage, die auch uns als Stadt intensiv beschäftigt. Wir in Hamburg freuen uns, dass wir zu den – wie PWC es nennt – „digitalsten“ Städten in Deutschland gehören. Das verspricht immense Chancen für die Freie und Hansestadt mit ihren starken Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, eine Stadt zudem, die sich zum Anziehungspunkt für Hochqualifizierte entwickelt hat.

Aber auch wenn man gut ist, oder sogar sehr gut, gibt es immer noch Luft nach oben. Die zu erobern hat sich Hamburg zum Ziel gesetzt. Deshalb sorgen wir dafür, dass aus Chancen neue Geschäftsideen und Dienstleistungen werden, zum Beispiel mit der Strategie der „Digitalen Stadt“ und dem „Smart Port“, der Digitalisierung im Hafen.

Hamburg ist dabei, den „Masterplan Industrie“ um die Handlungsfelder „Industrie 4.0“ und „3D-Druck“ zu erweitern. Beides ist derzeit in der Erarbeitung. Die Chancen des Additive Layer Manufacturing – eine andere Bezeichnung für den „3-D-Druck“ – wollen wir in Hamburg insbesondere in der Luft- und Raumfahrtindustrie nutzen und diese Technologie aktiv fördern. Dies geschieht in der anwendungsbezogenen Forschung im Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung ebenso wie in der industriellen Fertigung, zum Beispiel bei Airbus.

Mit unserer Clusterpolitik verknüpfen wir erfolgreich Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft am Standort – von Aviation und Logistik, über Gesundheit bis zu Erneuerbare Energien. Diese Clusterpolitik kommt besonders unseren mittelständischen Unternehmen sehr zugute. In der Luftfahrtindustrie tragen zum Beispiel mehr als 300 kleine und mittelständische Unternehmen sowie zahlreiche technologisch-wissenschaftliche Institutionen zum Know-how bei.

Mit dem „Bündnis für den Mittelstand“, einer gemeinsamen Plattform aus Handelskammer Hamburg, Handwerkskammer Hamburg, dem Verband Freie Berufe und dem Senat, wollen wir zudem mittelstandsfreundliche Rahmenbedingungen gewährleisten und weiterentwickeln. Im Fokus steht dabei die Erhöhung der Innovationsfähigkeit bei der Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte. Im Fokus stehen auch Firmengründungen, die Förderung der Unternehmensentwicklung und die Unterstützung bei der Unternehmensnachfolge.

Bei all diesen Prozessen spielen Wirtschaftsprüfer, Steuer- und Wirtschaftsberater als Motor von Industrie, Handel und Mittelstand eine unverzichtbare Rolle. Große aber auch kleinere und mittlere Unternehmen bedürfen in Fragen der strategischen Ausrichtung, der Markterschließung oder der Umsetzung von Digitalisierungsstrategien einer kompetenten Beratung.

Ein Unternehmen wie PWC hat das Ohr am Puls der Zeit. Die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft prägt Ihren beruflichen Alltag. Dieser Erfolg beruht auf einem intensiven Dialog mit den Mandanten und der Fähigkeit, kommende Entwicklungen und Trends vorherzusehen.

Dazu gehören zunehmend auch Aspekte der Datensicherheit und wie Sicherheits- und Rechtskonformität in digitale Prozesse integriert werden. Sie sind für Ihre Kunden ein wichtiger Partner. Handel und Industrie erhalten von Ihnen aus einer Hand effiziente und nachhaltige Beratung in zahlreichen wichtigen Unternehmensfragen. Der Hamburger Senat ist sich dieser Bedeutung bewusst.

Ich bin zuversichtlich, dass Sie auch in Ihren neuen Räumen die vor Ihnen liegenden anspruchsvollen, spannenden und vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen mit Ihrer bewährten Tatkraft und Kompetenz angehen werden.

Um das Bild vom Anfang aufzunehmen: Der Zug in die digitale Zukunft ist inzwischen mit einem Raketenantrieb ausgestattet. Hamburg hat einen Platz in dieser Rakete und Ihr Unternehmen ist in dieser Stadt ein wichtiger Treibstofflieferant.

Ich freue mich sehr, dass Sie auch mit dem neuen Firmensitz Ihrer seit 1951 bestehenden Tradition in der Freien und Hansestadt Hamburg treu bleiben. Ich bin überzeugt, dass Ihnen der Ausblick auf die Alster und die Nähe zur Hamburger Innenstadt eine rasche Eingewöhnung ermöglicht haben und ich wünsche Ihnen auch am neuen Standort ein gutes Gelingen der vor Ihnen liegenden Projekte. Und eine schönere Startrampe, als das Alsterufer 1 ist dafür in Hamburg kaum vorstellbar.

Vielen Dank!


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