3. September 2016 25 Jahre Schmidts Tivoli

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Grußwort des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz.

25 Jahre Schmidts Tivoli

Sehr geehrter Herr Professor Aust,
sehr geehrter Herr Littmann,
sehr geehrte Damen und Herren,

das „Save-the-Date“ kam in einem kleinen, aber auffällig roten Umschlag. Klar, rot musste es sein. Rot wie die Fassaden-Beleuchtung bei Nacht. Rot wie der Samt im Saal. Rot wie der Topfhut von Marlene Jaschke, die im ersten Tivoli-Jahr eine hinreißende, Grimmepreis-würdige Carmen im Häkelkleid darbot. 

Lieber Corny Littmann, lieber Norbert Aust,

liebe Weggefährtinnen und -gefährten der Schmidts-Theater auf dem Spielbudenplatz,

dieses Rot ist wunderbar Tivoli-like, also ganz und gar unbescheiden. Warum auch die Farben abmischen, warum herumdrucksen und sich zurücknehmen? Warum nicht mal angeben? Zumal, wenn man so viele gute Gründe dafür hat?

Das Tivoli ist ein Glücksfall für die Stadt und den Stadtteil – und für das Publikum sowieso. Nirgendwo sonst kann es sich so genüsslich der Lust am Klischee hingeben wie dort. 

Heiter bis bissig, immer rhythmisch, immer gut gelaunt und mit einem Schuss St. Pauli-Nostalgie versehen, präsentiert sich das Haus seit 25 Jahren. Etwa zwei Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer haben die „Heiße Ecke“ inzwischen gesehen. Und da wir gerade bei den Fakten sind, sei es noch einmal gesagt: Mit dem Tivoli hat Hamburg eines der erfolgreichsten Privattheater Deutschlands. Das ist toll für unsere Stadt. Und darauf dürfen sich alle, die an diesem Erfolg mitstricken, gerne etwas einbilden.

Herzlichen Glückwunsch, Schmidts Tivoli!

Das Tivoli ist ein offenes Haus für offene Menschen. Es trägt dazu bei, dass es in Hamburg nicht nur unterhaltsam, sondern auch tolerant zugeht. Man lacht, aber man lacht den anderen nicht aus. Eher lacht man auch mal über sich selbst.

Das ist Volkstheater im besten Sinne. Und wie bei jedem guten Volkstheater spielt die Treue auch hier eine besondere Rolle: die Treue zu den Künstlerinnen und Künstlern, zu St. Pauli und zum Publikum, das seinerseits mit einer geradezu anrührenden Treue zum Tivoli dankt. 

Auch das Leitungsduo Littmann/Aust arbeitet seit Beginn zusammen, was offenbar eine gute Grundlage nicht nur für die Theater am Spielbudenplatz, sondern ebenso für ein großes Projekt wie das Klubhaus bildet. Neben der Kunst ist es nicht weniger unternehmerisches Können, das die Kulturmeile am Kiez groß gemacht hat.

Im Tivoli sind neben tollen Künstlern offenbar auch ordentliche Handwerker zugange. Ein Handwerker wolle eine Sache um ihrer selbst willen gut machen, glaubt der Soziologe Richard Sennett.

Das deckt sich mit dem, was Sie, lieber Herr Aust, kürzlich an der Bucerius Law School gesagt haben: „Nur das, was man gern tut, macht man auch gut.“ Daraus kann ich nur schließen: Sie und Corny Littmann sowie alle, die auf und hinter der Bühne tätig sind, müssen ihre Arbeit ziemlich gern machen. 

Wobei die Schmidts-Truppe bekanntlich nicht nur gut arbeiten, sondern auch gut feiern kann. Fürs Feiern sind Sie geradezu berühmt.

In diesem Sinne: Alles Gute für die Zukunft!

Und einen großartigen Geburtstag auf dem Spielbudenplatz!

Vielen Dank. 

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