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3. November 2017 Eröffnung Winterdom 2017

Grußwort des Ersten Bürgermeisters, Olaf Scholz.

Eröffnung Winterdom 2017

Sehr geehrter Herr Thal,
sehr geehrter Herr Belli,
sehr geehrter Herr Pluschies,
sehr geehrter Herr Ritter,
sehr geehrte Abgeordnete des Deutschen Bundestages,
sehr geehrte Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft,
sehr geehrte Doyenne,
sehr geehrte Damen und Herren,

der Hamburger Dom ist ein Wahrzeichen, er gehört zu Hamburg wie der Hafen und der Michel. Die Hamburger sagen: „Wir gehen auf den Dom“ – sie sagen es häufig genau so: „auf den Dom“, auch wenn niemand ernsthaft aufs Kirchdach klettert. Die Redewendung zeigt, wie tief der Dom in Tradition der Stadt verwurzelt ist.

1329 hat es angefangen, damals war es üblich, im Mariendom Märkte zu veranstalten. Das gefiel dem Erzbischof nicht, 1334 verhängte er Hausverbote gegen die Händler. Als die Hamburger protestierten, musste er das Verbot zurücknehmen, stellte aber eine Bedingung: Nur bei „Hamburger Schietwetter“ war der Rummel im Dom erlaubt.

So blieb es bis 1804, als der Dom abgerissen wurde. Danach gingen die Händler und Schausteller auf Marktplätze der Stadtteile. 1893 eröffnete die Stadt das zentral gelegene Heiligengeistfeld für Jahrmärkte. Seit dem kann man in Hamburg „auf“ den Dom gehen. Übrigens wirkt auch der Spruch des Bischofs bis heute: Weil es in Hamburg ja immer mal wieder „Schietwetter“ geben kann, veranstalten wir den Dom im Frühling, im Sommer und im Winter.

Wenn Dom ist, ziehen riesige Stofftiere, Luftballons und Zuckerwatte durch Hamburg. Man sieht von weit her die Lichter des Riesenrads, der Riesenschaukel oder des Propellers. Und in der U3 ist Nähe Feldstraße und St. Pauli selbst ein Stehplatz nur mit Mühe zu finden. Den Hamburger Dom kann man nicht übersehen.

Etwa 8 Millionen Besucherinnen und Besucher kommen jedes Jahr. Viele kommen mit der ganzen Familie: Sie lieben diese spezielle Mischung aus bunten Lichtern, klassischen Vergnügungen und neuen High-Tech-Attraktionen. Der Hamburger Dom ist eine der größten Volksfestveranstaltungen Deutschlands.

Den unverwechselbaren Charme schaffen die rund 220 Schaustellerbetriebe, die meisten sind Familienbetriebe. Der Dom ist eine Pause vom Alltag, für die einen – und Arbeit für die anderen. An dem Hamburger Dom hängen über 2.000 Arbeitsplätze, und dabei sind noch nicht einmal diejenigen mitgezählt, die Würstchen, Süßwaren und andere Schlemmereien liefern.

Lange vorher wird damit begonnen, die 1,6 Kilometer des Doms, das ist fast eine echte Meile, zu organisieren. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich allen danken, die sich unermüdlich für die Realisierung des Hamburger Doms engagieren.

Mein Dank geht an den „Schaustellerverband Hamburg von 1884 e.V“, den „Landesverband des Ambulanten Gewerbes und der Schausteller Hamburg e.V“ und das Domreferat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Es hat wieder wunderbar geklappt.

Der Winterdom ist immer der ganz besondere Dom. Die Weihnachtszeit liegt in der Luft, es gibt Punsch und auch die Lichter glänzen besonders schön. Auch ist es die Zeit, in der wir jeweils das neue Dom-Jahr beginnen. Ich freue mich sehr, dass ich heute dabei bin, weil hier im Festzelt der 688te Hamburger Dom beginnt. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und sehr schöne Tage, bei hoffentlich gutem Wetter.

Der Winterdom 2017 ist hiermit offiziell eröffnet!

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