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17. November 2017 Ausbildungsprogramm VTG-RailTrain

Grußwort des Ersten Bürgermeisters, Olaf Scholz.

Ausbildungsprogramm VTG-RailTrain

Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,
liebe Auszubildende,
sehr geehrte Damen und Herren,

als ich vor fast sieben Jahren zum Bürgermeister gewählt wurde, war eines meiner ersten und wichtigsten Ziele, dafür zu sorgen, dass in Hamburg jeder junge Mensch einen Abschluss macht und sich für einen Beruf qualifiziert hat. Wie so oft im Leben war es einfach, dieses Ziel auszusprechen, aber nicht ganz so einfach, es auch umzusetzen. Das gelang nur, weil auch  Unternehmen und Betriebe ihren Teil beisteuern. Die VTG macht das auf besondere und besonders beeindruckende Weise.

Wir feiern heute den Start in einen Ausbildungsweg, der in den nächsten Jahren viele junge Menschen in qualifizierte Arbeit führen wird. Ich halte das für eine der wichtigsten Aufgaben, die eine Gesellschaft gegenüber ihren jungen Mitgliedern zu erfüllen hat.

Meine persönliche Erfahrung ist, dass viel von dem, was unser Leben und unsere Lebenszufriedenheit ausmacht, mehr oder weniger direkt mit dem zusammenhängt, was wir tun. Das muss nicht unbedingt die Erwerbsarbeit sein, aber zum großen Teil ist sie es eben doch.

Es gibt wenig, das motivierender ist als die Gewissheit, gebraucht zu werden. Es macht einen gewaltigen Unterschied, wenn man im Leben etwas Nützliches leisten darf und kann. Wenn man die Fähigkeit besitzt, seinen Lebensunterhalt zu verdienen und seine Sache gut zu machen. Dass man das schafft, ist  nicht selbstverständlich und oft nicht einfach zu erreichen. Manche benötigen dabei besondere Unterstützung. Das Ausbildungsprogramm VTG-RailTrain wird in den nächsten Jahren jungen Menschen dabei helfen, ihre Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker oder zur Konstruktionsmechanikerin in dem Unternehmen erfolgreich zu Ende zu führen. Das ist eine große Chance für alle, die in dieses Programm aufgenommen werden.

Das Programm beginnt in diesem Jahr mit sieben Auszubildenden. Ihre Geschichten zeigen exemplarisch, was ich schon angesprochen habe: Der Start in ein erfüllendes Berufsleben kann aus ganz unterschiedlichen Gründen recht schwierig sein. Zum Beispiel, wenn man nicht mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen ist. Oder wenn das Lernen in einem schulischen Zusammenhang eher schwerfällt. Oder wenn man  während und nach der Schulzeit in einen elterlichen Betrieb eingebunden ist, so dass sich die Frage, welchen beruflichen Weg man einschlagen könnte, erst gar nicht stellt. Oder wenn auf zahllose Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz immer nur Absagen kommen.

Der Hamburger Senat hat viel unternommen, damit Jugendliche den Weg in eine Ausbildung finden. Nichts steht für diese erfolgreichen Bemühungen so wie die Jugendberufsagentur, die inzwischen in vielen anderen Bundesländern zum Vorbild genommen wird. Auf der anderen Seite nützen alle Anstrengungen wenig ohne Unternehmen, die eine gute betriebliche Ausbildung anbieten. Die VTG macht das durch ihre integrativen Ausbildungsplätze auf besonders beispielhafte Weise. Ich freue mich sehr, dass dies nun auch in Hamburg, in der Ausbildungswerkstatt des VTG-Partners Blohm+Voss, stattfinden kann.

Das Ausbildungsprogramm VTG RailTrain ist ein hervorragendes Angebot und eine große Chance für die, die jetzt in Hamburg anfangen. Es ist gut, dass Sie nicht aufgegeben haben und trotz Hürden den Schritt in die Ausbildung wagen. Auch wenn es manchmal anstrengend werden sollte: Sie werden es nicht bereuen, da bin ich mir sicher. Deshalb möchte ich beiden Seiten gratulieren: der VTG zu ihrem außerordentlichen Ausbildungsprogramm; und den Auszubildenden zu ihrem Mut und ihrer erfolgreichen Bewerbung.  

Im Namen des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg möchte ich Ihnen allen die besten Wünsche mit auf den Weg zu geben.

In diesem Sinne: viel Erfolg und alles Gute!

Schönen Dank.

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