13. Juli 2018 Städtepartnerschaft Marseille/Hamburg: Gala-Dinner

Grußwort des Ersten Bürgermeisters, Dr. Peter Tschentscher.

Städtepartnerschaft Marseille/Hamburg: Gala-Dinner

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren, 

herzlichen Dank für den freundlichen Empfang in Marseille und die Möglichkeit, an diesem Abend vom Palais de Pharo einen beeindruckenden Blick auf die Stadt zu werfen. 

Mir ist durch den Besuch Ihrer Stadt deutlich geworden, wie viele Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten Marseille und Hamburg haben. 

In beiden Hafenstädten liegen Tradition und Moderne nah beieinander. Beide haben eine für den Handel günstige Lage am Wasser. 

Während die Stadt an der Elbe und damit an einem Zugang zur Nordsee etwa 800 nach Christi gegründet wurde, ließen sich die Phönizier schon vor etwa 2.600 Jahren am Ort des heutigen Marseille nieder, weil ihnen der Platz an der geschützten Bucht und mit Süßwasserquelle als höchst geeignet für eine Siedlung erschien. 

Die Spuren dieser langen Geschichte sind am Alten Hafen und in dem darüber liegenden Stadtteil Panier immer noch zu sehen. Wie in Hamburg grenzen die historischen und die modernen Teile der Stadt unmittelbar aneinander. 

Wir hatten heute die Gelegenheit, den Tour la Marseillaise des französischen Architekten Jean Nouvel zu besichtigen. 

Den beeindruckenden neuen Hauptsitz von CGA CGM, einer auch für den Hamburger Hafen bedeutenden Reederei, hat die Architektin Zaha Hadid entworfen, nach deren Entwürfen wir derzeit unsere Hafenpromenade neu gestalten, die von den Landungsbrücken bis zur Speicherstadt führt und ein charakteristisches Merkmal unseres Stadtbildes darstellt.   

Auch mit den Stadtentwicklungsprojekten der Euromediterranée und der Hafencity verfolgen die Stadtplaner von Marseille und Hamburg ähnliche Linien. 

Meine Damen und Herren, 

nicht nur die Partnerschaft unserer Städte hat sich in den vergangenen 60 Jahren gut entwickelt. 

Wir sind nach den Hauptstädten Paris und Berlin jeweils die zweitgrößten Städte unserer Länder, deren Beziehungen sich auf Grundlage des Elysee-Vertrages zu einer festen Partnerschaft und Freundschaft entwickelt haben. 

Frankreich und Deutschland sind damit nicht nur Gründernationen der Europäischen Union, sondern auch bis heute die treibende Kraft der europäischen Einigung. 

Hafen- und Handelsstädte wie Marseille und Hamburg sind besonders darauf angewiesen, dass sich Europa für Frieden und freien Handel in der Welt einsetzt. 

Marseille und Hamburg brauchen Europa - und Europa braucht moderne und kreative Metropolen wie die unseren, um Probleme ihrer zukünftigen Entwicklung frühzeitig zu erkennen und dafür Lösungen zu entwickeln. 

Sehr geehrter Jean-Claude Gaudin, seit 23 Jahren lenken Sie die Geschicke ihrer Stadt als Bürgermeister von Marseille. 

In dieser Zeit hat die Freie und Hansestadt Hamburg sechs Bürgermeister erlebt - und der aktuelle, sechste Amtsinhaber würde sich freuen, wenn wir Sie und eine Delegation aus unserer französischen Partnerstadt Marseille im Herbst in Hamburg empfangen können. 

Aber für heute Abend freuen wir uns zunächst sehr, dass wir den 60. Geburtstag der Städtepartnerschaft zwischen Marseille und Hamburg am Vorabend des französischen Nationalfeiertags gemeinsam feiern. 

Auf die deutsch-französische Freundschaft und die Städtepartnerschaft von Marseille und Hamburg! 

Vielen Dank.

Regierungserklärung

Bundespolitik

Der Senat