27. September 2018 Eröffnung des Filmfests Hamburg

Grußwort des Ersten Bürgermeisters, Dr. Peter Tschentscher.

Eröffnung des Filmfests Hamburg

Sehr geehrter Herr Wiederspiel,
sehr geehrter Herr Erlingsson,
sehr geehrte Frau Geirharosdottír, 
sehr geehrte Mitglieder des Konsularischen Korps,
sehr geehrte Abgeordnete, 
sehr geehrten Damen und Herren,
sehr geehrte Gäste, die von weit her angereist sind,

herzlich willkommen in Hamburg zum 26. Filmfest unserer Stadt.

Filmfestivals sind etwas für Kino-Begeisterte, aber sie sind mehr als die Summe ihrer Kinovorstellungen. Es geht dabei um Filmkunst, aber auch um Inhalte und Themen. Gesellschaftliche Debatten – vom Klimawandel bis zur Aufarbeitung geschichtlicher Ereignisse – werden aufgegriffen, und das keineswegs nur in der Sektion „Veto!“, in der die ausdrücklich politischen Filme laufen. 

Es ist ein wichtiges Signal, dass das Filmfest Hamburg die neuen Werke der in ihren Heimatländern unterdrückten Regisseure Jafar Panahi aus dem Iran und Kirill Serebrennikov aus Russland zeigt und sie dabei unterstützt, international ein Publikum zu finden. Der politische Anspruch gehört genauso zum Filmfest Hamburg wie die Fähigkeit, ein breites Publikum für Filme zu begeistern, die es von alleine schwer haben, ihren Weg ins reguläre Kinoprogramm zu finden. 

Das Filmfest Hamburg bietet den Besuchern viele Gelegenheiten, mit Schauspielern, Regisseuren und anderen Filmschaffenden ins Gespräch zu kommen. Auch die Film-und TV-Branche trifft sich hier ohne große Hürden – das Filmfest ist ein Treffpunkt für alle, die in Hamburg für Film und Kino arbeiten. 

Um es auf den Punkt zu bringen: Das Filmfest holt Kinofilme aus aller Welt nach Hamburg und unterstützt heimische Produktionen dabei, international wahrgenommen zu werden. Durch Erfolge wie „3 Tage in Quiberon“ über Romy Schneider, den vielfach ausgezeichneten Kurzfilm „Watu Wote“ und „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin, hat das Kino made in Hamburg international an Bedeutung gewonnen.

Wie zu erfahren ist, stößt mittlerweile auch die Elbphilharmonie als Drehort auf großes Interesse. Im Leo-Lippmann-Saal der Hamburger Finanzbehörde, deren Senator ich noch bis zum März war, wurde die Gerichtsverhandlung von „Aus dem Nichts“ gedreht. 

Meine Damen und Herren,

das Filmfest Hamburg und sein Weltkino passen gut zum weltoffenen und toleranten Selbstverständnis unserer Stadt, das auf unsere jahrhundertealte Tradition als Hafen- und Handelsmetropole zurückgeht. 

Kultur und Kunst ermöglichen Bürgerinnen und Bürgern, über das, was sie gemeinsam angeht, jenseits gewohnter Sichtweisen ins Gespräch zu kommen. Dafür schafft das Filmfest Hamburg ganz besondere Gelegenheiten. 

Bis zum 6. Oktober sind 138 Filme aus 57 Ländern beim Filmfest Hamburg zu sehen, darunter sechs Weltpremieren, 29 Debütfilme sowie 36 Filme von Regisseurinnen und Regisseuren, die schon in früheren Jahren mit einem Film vertreten waren. 

Herzlichen Dank an den Leiter des Filmfests Hamburg Albert Wiederspiel und an sein Team für das vielversprechende Programm!

Ich wünsche dem 26. Filmfest Hamburg viel Erfolg und den Zuschauerinnen und Zuschauern überraschende, nachdenkenswerte und unterhaltsame Festivaltage.

Vielen Dank. 

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