28. November 2018 Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft

Grußwort des Ersten Bürgermeisters, Dr. Peter Tschentscher.

Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft

Sehr geehrter Herr Professor Kleiner,
meine sehr geehrten Damen und Herren, 

herzlich willkommen in der Hamburger Landesvertretung. 

Wir freuen uns, dass die Leibniz-Gemeinschaft ihre Jahrestagung in unseren Räumen abhält und auch die Nachwuchspreise hier vergibt. 

Wir setzen uns in Hamburg sehr für eine starke berufliche Bildung, die Durchlässigkeit unserer Bildungssysteme und die Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und unseren Unternehmen ein. 

Es passt gut zu unserer Landesvertretung, dass die Leibniz-Gemeinschaft neben den Promovierenden hier auch besondere Leistungen von Auszubildenden ehrt. 

Mit 93 Instituten, einem Etat von fast 2 Milliarden Euro, etwa 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und fast ebenso vielen nicht-wissenschaftlichen Beschäftigten gehört die Leibniz-Gemeinschaft zu den größten Wissenschaftsgesellschaften Deutschlands, die mit ihren Netzwerken, ihrer Infrastruktur und ihrer internationalen Reputation den Wissenschafts- und Forschungsstandort stärken. 

Die Leibniz-Gemeinschaft entwickelt sich kontinuierlich weiter, steht für hohe wissenschaftliche Expertise und wird damit von der Politik auch gerne zu Rate gezogen. 

Aufgrund ihrer Organisationsstruktur stehen die Leibniz-Institute den Ländern besonders nahe. Auch in Hamburg ist Leibniz mit namhaften Einrichtungen vertreten, darunter

  • das German Institute of Global and Area Studies (GIGA),
  • das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI),
  • das Heinrich-Pette-Institut (HPI) und 
  • die Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft (ZBW). 

Ich hoffe, dass die Hamburger Leibniz-Familie bald Zuwachs bekommt. Es wäre uns eine große Ehre, wenn das Hans-Bredow-Institut bei Ihnen aufgenommen wird. 

Der Senat hat den Aufbau des Bredow-Instituts und des Hamburger MedienCampus aktiv begleitet, denn wir sehen hervorragende Perspektiven für die Medienforschung in einer Medienstadt wie Hamburg. 

Auch dass der Antrag zur Aufnahme des Centrums für Naturkunde (CeNak) der Universität Hamburg in die Leibniz-Gemeinschaft am 16. November von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern grünes Licht bekommen hat, bedeutet uns in Hamburg viel. 

Die naturwissenschaftlichen Sammlungen unserer Universität wären ein Gewinn für die Leibniz-Gemeinschaft. Wir hoffen, dass wir sie eines Tages in einem neuen, modernen Forschungsmuseum für Wissenschaft und Besucher gleichermaßen zugänglich und besser nutzbar zu machen können. 

Meine Damen und Herren, 

in den Verbundstrukturen der Leibniz-Gemeinschaft möchte Hamburg ein starker Partner sein. 

Seit 2011 arbeiten wir daran, Hamburg als Metropole der Wissenschaft im Norden auszubauen. 

Inzwischen werden auch Erfolge sichtbar – beim European XFEL genauso wie bei der Ansiedlung von Fraunhofer-Einrichtungen und DLR-Instituten, bei der Exzellenz an unserer Universität, dem Ausbau des Forschungscampus in Bahrenfeld und der dortigen Planung einer Science City, eines neuen Stadtteils für Wissenschaft, Forschung, Innovation und Technologietransfer. 

In solchen Innovationszentren bringen wir in Hamburg Wissenschaft und Unternehmen zusammen, damit produktive Innovationszyklen entstehen – zum Beispiel im Umfeld des ZAL in Finkenwerder, der Technischen Universität in Harburg oder dem Forschungscampus Bergedorf. 

So ist es in der Universitätsmedizin - in der ich über 25 Jahre tätig war – schon immer üblich. 

Die Anwendung neuer Erkenntnisse der Grundlagenforschung auf praktische Behandlungsverfahren in Universitätskliniken ist ein selbstverständlicher Zweck medizinischer Forschung und eine eigene interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeit. 

Bei einer breiteren Anwendung neuer diagnostischer und therapeutischer Verfahren, in die auch pharmazeutische, biotechnologische und medizintechnische Unternehmen einbezogen sind, entstehen wiederum neue Daten, Studienergebnisse und Fragestellungen für die Grundlagenforschung. 

Damit ist die Universitätsmedizin ein Paradebeispiel für einen Innovationszyklus aus Wissenschaft im Sinne der Grundlagenforschung, der Anwendung und des Wissenstransfers in die Praxis und neuer Impulse für die Grundlagenforschung. 

Solche Innovationszyklen, das Zusammenspiel von Wissenschaft, angewandter Forschung und innovativen Unternehmen sind ein Schlüssel für die Wirtschaftskraft und den Wohlstand von morgen. 

Ich wünsche allen Ihren Mitgliedern eine erfolgreiche Jahrestagung und alles Gute für die Zukunft.

Herzlichen Glückwunsch den Preisträgerinnen und Preisträgern des Leibniz-Auszubildendenpreises und des Promotionspreises, die nun für ihre besonderen Leistungen gewürdigt werden. 

Vielen Dank.

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