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22. Januar 2018 Senatsfrühstück für den Bundespräsidenten

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Grußwort des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz

Senatsfrühstück für den Bundespräsidenten

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
sehr geehrte Frau Büdenbender,
sehr geehrte Frau Staatsministerin,
sehr geehrte Frau Präsidentin,
sehr geehrte Ehrenbürger,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

Orte der Demokratie – dieses Leitmotiv hast Du, lieber Frank-Walter, als Bundespräsident deinen Antrittsbesuchen in Deutschland vorangestellt. Es ist ein Leitmotiv, das wir in Hamburg aus voller Überzeugung aufgreifen. Die liberale Demokratie mit ihren Prinzipien der Rechtstaatlichkeit und der Toleranz gegenüber Minderheiten und Andersdenkenden braucht gute Freunde – und sie hat gute Freunde.

Wir freuen uns in Hamburg sehr über den Besuch des Bundespräsidenten und seiner Frau.

Herzlich willkommen an Elbe und Alster!

Herzlich willkommen im Rathaus unserer Hansestadt!

Dass wir uns im Kaisersaal treffen, scheint auf den ersten Blick nicht so recht zu passen. Aber man sollte sich von diesem, den damaligen Verhältnissen geschuldeten Namen nicht täuschen lassen. In unserem Rathaus hat die Bürgerschaft ihren Saal auf einer Ebene mit dem Senat – das war bei der Einweihung des Rathauses 1897 noch ein recht ungewöhnliches Statement.   

In Hamburg wurde viel für Bürgerrechte und gute Lebensverhältnisse ge- und erstritten. Über den dabei einzuschlagenden Weg herrschte allerdings keineswegs immer Einigkeit. Auch daran erinnert das Jahr 2018, in dem sich das Ende des Ersten Weltkrieges zum hundertsten Mal jährt.

1918 war für die Demokratie ein entscheidendes Jahr. In Hamburg standen die Arbeiter und Soldaten gemeinsam auf gegen den kriegführenden Kaiser und für ihre Rechte und bessere Lebensverhältnisse. Doch um die kurzzeitige Absetzung der Bürgerschaft und die Einsetzung von Räten entbrannte ein bitterer Streit. Schließlich kam es zu Neuwahlen. Die Sozialdemokraten erhielten die Mehrheit in der Bürgerschaft, die eine Hamburgische Verfassung erarbeiten ließ.

Auch im 21. Jahrhundert gehen von den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen Hamburgs Impulse für die Zukunft unseres Landes aus. Hamburg versteht sich als eine Stadt der Chancen. Gebührenfreie Kitas, eine gute Bildung für alle, bezahlbarer Wohnraum,  wirtschaftliche Rahmenbedingungen, unter denen auch in Zukunft ganz unterschiedliche Arbeitsplätze entstehen können – all das trägt dazu bei, dass die Bürgerinnen und Bürger sich in unserer globalisierten und von technischem Wandel geprägten Welt gut zurechtfinden können.

Nur wer sich zurechtfindet, wird sich auf die Einführung von Innovationen, die Integration von Migrantinnen und Migranten oder die Öffnung der Märkte einlassen können. Nur wer sich zurechtfindet, wird Kraft für ein Ehrenamt haben und sich mit Freude einer gesellschaftlichen Aufgabe zuwenden – im Sportverein, in der Nachbarschaft, in der Flüchtlingshilfe oder anderswo.

Es ist gut für Hamburg und gut für die Demokratie, dass der Bundespräsident mit seiner Frau den  vielfältigen Einsatz unserer Bürgerinnen und Bürger für das Gemeinwohl persönlich würdigt. Ich bedanke mich sehr herzlich für diese Anerkennung und wünsche beiden anregende und erfüllende Tage in Hamburg.

Vielen Dank für den Besuch!

 

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