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20. April 2021 Rede des Ersten Bürgermeisters Dr. Peter Tschentscher zum 76. Jahrestag der Ermordung der Kinder vom Bullenhuser Damm

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Rede des Ersten Bürgermeisters Dr. Peter Tschentscher. Es gilt das gesprochene Wort.

Bürgermeisterrede zum Gedenken an die Kinder vom Bullenhuser Damm

Dear ladies and gentlemen,
Dear family members, 

The fate and the murder of the children of Bullenhuser Damm are among the most terrible crimes that took place in Hamburg during the Nazi regime. 

By killing twenty Jewish children in the night of April 20 1945, the perpetrators and the SS intended to cover up their actions. 

Nevertheless, some of them were caught and were sentenced to death by a British military court. 

The general public kept silence about these cruel events for a long time. The family members remained in the dark. 

It was not until 1978, more than three decades later, that these crimes were revealed. 

Today, the basement rooms at Bullenhuser Damm and the former Neuengamme concentration camp are places of remembrance, which are visited by many people.

Every year on April 20, flowers are laid to pay tribute to the victims. 

Remembering is painful, but important in order to honor the victims and maintain awareness in the future. 

Tolerance, democracy and freedom cannot be protected by the constitution, public authorities or courts alone. 

Every individual must defend these principles of our society through a clear stance and decisive actions against anti-Semitism, xenophobia and populism. 

On behalf of the Senate, I offer my deep sympathy to the relatives of the children of Bullenhuser Damm. 

I would like to thank you and the association "Children of Bullenhuser Damm" for your work of remembrance, honor and awareness for the future. 

Deutsche Fassung 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
sehr geehrte Angehörige, 

das Schicksal und die Ermordung der Kinder vom Bullenhuser Damm gehören zu den schrecklichsten Verbrechen des Naziregimes, die bei uns in Hamburg stattgefunden haben. 

Mit der Ermordung der 20 jüdischen Kinder durch die SS in der Nacht des 20. April 1945 wollten die Schuldigen ihre Taten vertuschen. Einige von ihnen wurden dennoch gefasst und von einem britischen Militärgericht zum Tode verurteilt. 

In der Öffentlichkeit wurde über diese grausamen Ereignisse lange geschwiegen. Die Angehörigen der Opfer blieben im Ungewissen. 

Erst ab 1978, also über drei Jahrzehnte später, und mit der Gründung der Vereinigung „Kinder vom Bullenhuser Damm“ wurden die Taten aufgedeckt.  

Heute sind die Kellerräume am Bullenhuser Damm und das ehemalige KZ Neuengamme Orte des Gedenkens, die von vielen Menschen besucht werden. 

Jedes Jahr am 20. April werden Blumen niedergelegt, um an die Opfer zu erinnern. 

Diese Erinnerung ist schmerzhaft, aber wichtig als ehrendes Andenken an die Opfer und als Mahnung für die Zukunft. 

Denn Menschlichkeit, Demokratie und Freiheit können nicht allein durch die Verfassung, Behörden oder Gerichte geschützt werden. 

Jeder und jede Einzelne von uns muss sie verteidigen durch eine klare Haltung und konsequentes Eintreten gegen Antisemitismus, Diskriminierung und Populismus. 

Im Namen des Senats spreche ich den Angehörigen der Kinder vom Bullenhuser Damm mein Mitgefühl aus und danke den Mitgliedern des Vereins „Kinder vom Bullenhuser Damm“ sehr herzlich für ihre Arbeit der Erinnerung, des ehrenden Andenkens und der Mahnung. 

Herzlichen Dank.

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