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Winterdienst Optimierter Winterdienst der Stadtreinigung ist einsatzbereit – besonderer Fokus liegt auf Sicherheit der Radwege

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Der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg (SRH) ist einsatzbereit und wird bis Ende März rund um die Uhr besetzt sein. Gemeinsam mit der Umwelt- und der Verkehrsbehörde wurde das Konzept weiter optimiert mit einem besonderen Fokus auf das Radwegenetz und dem testweisen Einsatz von umweltfreundlichen Taumitteln erstmals auf öffentlichen Wegen.

Optimierter Winterdienst der Stadtreinigung ist einsatzbereit – besonderer Fokus liegt auf Sicherheit der Radwege

Die Stadtreinigung Hamburg hat dabei die verkehrswichtigen Straßen, anliegerfreien Gehwege, ausgewählte Radwege sowie Bushaltestellen und Fußgängerüberwege noch spezifischer im Blick, um bei einem Wintereinbruch direkt die nötigen Maßnahmen gegen Glätte und Schnee einleiten zu können. Dabei werden erstmals Neuerungen im Ablauf und Optimierungen im Bearbeitungsnetz zum Einsatz kommen, die zu noch mehr Sicherheit auf Wegen, Straßen und Radwegen führen.

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger nutzen das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel – auch während der Wintermonate. Mit dem Ausbau des Veloroutennetzes und der Radverkehrsinfrastruktur in Hamburg wächst somit auch der Wunsch nach dem Ausbau des Winterdienstes auf diesen Wegen und damit einhergehend nach noch mehr Sicherheit und Fahrkomfort. Ich begrüße es daher sehr, dass die Stadtreinigung in enger Absprache mit der Stadt und unter Berücksichtigung wichtiger Umweltaspekte die Radwege neben den Fußwegen und Fahrbahnen beim Winterdienst verstärkt mitdenkt und das Winternetz für den Radverkehr optimiert. Gemeinsam wurde ein größeres, lückenloses Radwegenetz definiert, das die innere und äußere Stadt sowie ihre Verbindung miteinander stärker berücksichtigt und von der Stadtreinigung im Falle eines Winterdiensteinsatzes mit noch mehr Streufahrzeugen als zuvor immer doppelt bearbeitet wird. Durch die Doppelbearbeitung der Straßen erhoffen wir uns eine deutliche Qualitätssteigerung. Das zeigt, dass wir die Mobilitätswende in Hamburg gemeinsam in allen Bereichen sowie zu jeder Jahreszeit und Witterung mitdenken.“

Umweltsenator Jens Kerstan: „Das Winterdienstkonzept der SRH wurde weiter verbessert und gewährleistet noch mehr Sicherheit und Qualität. Durch eine ganzjährliche Nutzbarkeit insbesondere der Radwege tragen wir zur Immissionsreduzierung im städtischen Bereich bei. Besonders gespannt bin ich auf die Ergebnisse des geplanten Tests im Rahmen des Projektes E-WIN alternative Taumittel auf baulich abgesetzten Radwegen einzusetzen, wo der Einsatz von Tausalz aus gutem Grund verboten ist. Sollte sich dieses alternative Taumittel gleichzeitig als wirksam und umweltfreundlich erweisen, wäre dies ein doppelter Gewinn – für die Umwelt und den Radverkehr.“ 

Professor Dr. Rüdiger Siechau, SRH-Geschäftsführer: „Nachdem wir im vergangenen Winter erstmals Glättemeldungen über unsere SRH-App getestet haben, gehört dieser Meldeweg ab sofort zum festen Serviceangebot unseres Winterdienstes. Während der Winterdienstsaison November bis März verfügt die bereits sehr erfolgreiche SRH-App nun auch über die Funktion „Glätte melden“. Mit einem Foto können Nutzer:innen glatte oder verschneite Stellen direkt der Winterdienstzentrale melden. Sofort werden wir Abhilfe schaffen, indem wir selbst aktiv werden, oder diese bei der zustän-digen Stelle einfordern. Hinweise können auch wie gewohnt über die Winterdienst-Hotline der Stadtreinigung Hamburg unter der Telefonnummer 25 76 13 13 gegeben werden. Unser Winterdienst sorgt dafür, dass alle Verkehrsteilnehmer:innen auch im Winter sicher und zuverlässig ans Ziel kommen; alle werden gleichberechtigt behandelt.“

Um den wachsenden Radverkehr im Winterdienst adäquat mit zu berücksichtigen, wächst auch das Winternetz für den Radverkehr entsprechend mit und wird weiter optimiert. Ziel ist es, Lücken im Winternetz zu schließen und zusammenhängende Strecken zu schaffen. Fortan orientiert sich der Winterdienst für Radfahrende nicht mehr primär an Kfz-Hauptverkehrsstraßen, sondern sowohl an Velorouten als auch an wichtigen Hauptverkehrsstraßen mit nachweislich hohem Radverkehrsaufkommen. Statt wie bislang einmal werden ab der kommenden Wintersaison 2021/22 alle Rad-Strecken grundsätzlich zweimal bearbeitet, da hierdurch signifikant bessere Ergebnisse erzielt werden. Alle Teile des Netzes werden gleichzeitig und nicht nach Prioritätsstufen hintereinander bearbeitet, da alle Räumfahrzeuge bei Einsatz des Schneefalls gleichzeitig losfahren. Dadurch erhöht sich das bearbeitete Streckennetz von 280 auf 312 Kilometer (beidseitig gerechnet, reine Straßenlänge beträgt 156 km) und das Streunetz von 400 auf 625 km (zweimalige Bearbeitung). Das entspricht einer Erhöhung der Streustrecke für das Radwegenetz um 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die wichtigen Radialachsen für Pendler:innen aus den Bezirken Harburg und Bergedorf in die innere Stadt werden bei dem optimierten Konzept mitberücksichtigt.

So funktioniert der Winterdienst:

Bei Schnee- und Eisglätte sorgt der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg (SRH) mit bis zu 850 Einsatzkräften in rund 360 Fahrzeugen dafür, dass etwas 3.200 Streukilometer auf verkehrswichtigen Fahrbahnen, 660 Kilometer wichtige Gehwege ohne winter-dienstpflichtige Anlieger, 8.400 „Zebrastreifen“ und mehr als 4.250 Bushaltestellen geräumt und gestreut werden. Das Winterdienstnetz für den Radverkehr wurde überarbeitet und deutlich ausgeweitet. Die SRH bearbeitet nun eine Strecke von rund 600 Kilometern. Auf 34 km Radwegen in Harburg und Bergedorf testet die SRH weiterhin Blähton als umweltverträglichen Streustoff, denn auf Geh- und Radwegen abseits der Fahrbahnen ist nach dem Hamburgischen Wegegesetz der Gebrauch von Tausalz oder tausalzhaltigen Mitteln untersagt. Der Einsatz von Tausalz ist nur auf Fahrbahnen ein-schließlich Radfahrstreifen erlaubt.“

Einsatzzentrale: Rund um die Uhr besetzt

Die Einsatzzentrale des Winterdienstes der SRH ist seit dem 1. November 2021 und noch bis zum 31. März 2022 rund um die Uhr besetzt. Von hier aus hält die SRH Kontakt mit Polizei, HVV und Wetterdiensten, überwacht das Wettergeschehen und koordiniert die Streueinsätze.

Rufbereitschaften: Schon mittags an die kommende Nacht denken

Auf Grundlage der Vorhersagen der Wetterdienste und der Daten der neun eigenen Glättemeldeanlagen gibt die SRH mittags eine Rufbereitschaft für die Einsatzkräfte heraus. Diese sind dann innerhalb der Rufbereitschaftszeiten jederzeit erreichbar.

Sofortruf-Fahrer für gefährlich glatte Stellen

Zwölf sogenannte „Sofortruf“-Fahrer sichern bei Bedarf örtlich glatte Stellen auf Fahrbahnen, die die Polizei oder der HVV der SRH-Winterdienstzentrale meldet. Hinzu kommen die zehn „Sofortruf“-Fahrer, die sich um die Meldungen glatter Stellen auf Gehwegen ohne Anlieger, an Bushaltestellen und auf Radwegen kümmern.

Gehwege mit Anliegern: Hier sind die Eigentümer zuständig

Schnee und Eis auf Gehwegen müssen in Hamburg die Eigentümer entfernen. Das gilt ausnahmslos und überall in Hamburg von der kleinen Wohnstraße bis zur Fußgängerzone. Schnee muss sofort nach Ende des Schneefalls geräumt, Glätte unmittelbar nach Eintritt abgestreut werden (mindestens 1 m breit, bei starkem Fußgängerverkehr z. B. in Fußgängerzonen ggf. mehr, bei Eckgrundstücken bis zur Bordsteinkante). Auf Gehwegen dürfen keine Tausalze (z. B. Streusalz aus dem Baumarkt) verwendet werden. Auf Gehwegen dürfen Anlieger nur abstumpfende Stoffe (z. B. feinkörniger Kies, Sand, Splitt, Blähton) streuen. Bei Schneefall oder Glättebildung nach 20.00 Uhr hat der Anlieger für seinen „Winterdienst“ auf dem Gehweg Zeit bis morgens um 8.30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis 9.30 Uhr. Die Bezirksämter überwachen die Räum- und Streupflicht der Anlieger auf Gehwegen. Über die Pflichten der Anlieger informiert die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft unter http://www.hamburg.de/winterdienst. Dort gibt es auch ein Informationsblatt zum Herunterladen.

660 Kilometer verkehrswichtige Gehwegstrecken ohne Anlieger

Die SRH sichert zudem mit feinkörnigem Kies Strecken ohne Anlieger. Dabei handelt es sich z. B. um Gehwege auf Brücken, wichtige ausgewählte Gehwege an Wasserläufen, an land- und forstwirtschaftlichen Flächen, Wege an und in Grünanlagen und Gehwegverbindungen zu Haltestellen von Bus und Bahn. Hinzu kommen rund 4.250 Bushalte-stellen (rund 110 km). 140 Fahrzeuge und 340 Winterdienstkräfte kommen auf diesen Strecken zum Einsatz. Die Bearbeitung erfolgt hier in der Regel maschinell, an Bushaltestellen ist der Winterdienst hingegen personalintensiv und vergleichbar mit dem Winterdienst auf Überwegen, wo mit einem Eimer und Schaufel gestreut und Schnee manuell geschoben wird. Um lange Regiewege zu sparen, hat die SRH derzeit rund 50 mobile Silos für Kies im Hamburger Stadtgebiet aufgestellt.

Fahrbahnen: Sichere Fahrt auf rund 3.200 Kilometern

Wird es stadtteil- oder hamburgweit glatt, sichern bis zu 90 Einsatzkräfte mit ebenso vielen Fahrzeugen zunächst wichtige Hauptverkehrsstraßen, Strecken mit Buslinienverkehr (2.640 Kilometer) und 1.600 Busbuchten. Danach werden die Verbindungsstrecken zwischen diesen Straßen gesichert (rund 570 km). Bei Glatteis und überfrorener Nässe wird Feuchtsalz gestreut. Wird es kurz vor oder während der Hauptverkehrszeit glatt, streut die SRH zunächst eine Auswahl der wichtigsten Straßen und danach die übrigen im Streuverzeichnis aufgeführten Fahrbahnen. Ein Streudurchgang dauert mindestens dreieinhalb Stunden, ist aber abhängig von Witterung und Verkehr, sodass von Ein-satzbeginn normalerweise fünf Stunden vergehen, bis auch die letzte Fahrbahn des Streuplans gesichert ist.

„Zebrastreifen“ und Co: Knapp 8.400 Überwege von Eis und Schnee befreien

Fast 380 Einsatzkräfte beseitigen mit rund 100 Fahrzeugen Eis und Schnee auf 8.400 Fußgängerüberwegen („Zebrastreifen“, unmittelbare Umgebung mit Mittelinseln) manuell mit Schneeschiebern und mit einem Kies-Salz-Gemisch.

Salzhallen und -silos

Die zentrale Salzhalle der Stadtreinigung Hamburg bietet Platz für bis zu 10.000 Tonnen Streusalz. Zusammen mit dem Salz in 14 Silos und in sechs kleineren Lagerhallen kann die SRH rund 17.000 Tonnen Streusalz bevorraten.

Autobahnen und einige Bundesstraßen

Auf den Autobahnen des Hamburger Stadtgebietes, auf der Wilhelmsburger Reichsstraße, der Bergedorfer Straße und den Flughafenzubringern sind die Hamburger Autobahnmeistereien für den Winterdienst verantwortlich.

Fahrbahnen in Nebenstraßen

Einen Winterdienst auf den Fahrbahnen in Nebenstraßen leistet die SRH im Regelfall nicht. Nur in Ausnahmefällen und nur auf Meldung von Polizei, Feuerwehr und Verkehrsunternehmen streut eine Task Force der SRH zur Gefahrenabwehr auch hier. Ähnlich wie in anderen Großstädten wie Berlin konzentriert sich die SRH bei der Sicherung von Fahrbahnen auf Hauptverkehrsstraßen und wichtige Verbindungsstraßen. Grund dafür sind die hohen Kosten und die fehlenden überzeugenden technischen Lösungen für einen Einsatz in den oft engen Nebenstraßen.

Tagesaktuelle Infos für alle

Informationen zum Winterdienst, ein Wetterradar sowie die Einsatzplanung des Winterdienstes stehen online unter der Adresse: http://www.stadtreinigung.hamburg.Dort gibt es auch das Verzeichnis aller Fahrbahnen von Straßen, die der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg bei Bedarf streut, zum Download. Aktuelle Informationen zu Einsatzbereitschaft und laufenden Streueinsätzen veröffentlicht die SRH auch über Twitter unter #WinterdienstHH und @SRHnews.

Animationsfilm über den Winterdienst

Im YouTube-Kanal der Stadtreinigung Hamburg beantwortet ein animierter Film viele Fragen zum Winterdienst in Hamburg.

 

Rückfragen der Medien

Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Pressestelle, Renate Pinzke
Telefon: 040 42840 8006
E-Mail: Renate.Pinzke@bukea.hamburg.de

Behörde für Verkehr und Mobilitätswende
Pressestelle I Dennis Krämer
Telefon: 040 42841 1685
E-Mail: pressestelle@bvm.hamburg.de

Stadtreinigung,
Kay Götze
Telefon: 040 2576-1010
Mobil: 0151 4060-1010
E-Mail: kay.goetze@stadtreinigung.hamburg

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