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Planungsphase zur Neugestaltung der Hafenkante auf St. Pauli Start mit umfangreichem Beteiligungsverfahren

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Im Rahmen eines europaweiten Vergabeverfahrens konnte die Planungsgemeinschaft „projektbüro“ und „UVM“ die Ausschreibung zur „Qualifizierung der Hafenkante zwischen Fischmarkt und Landungsbrücken“ für sich entscheiden. Damit ist nun die erste Stufe zur Gestaltung der Freiflächen gegenüber dem Antonipark auf der wasserseitigen Fläche der Straße St. Pauli /Fischmarkt unter Federführung der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft gestartet. Dabei werden die bisherigen Ergebnisse der „Wunschproduktion“ berücksichtigt, die das „Park Fiction Komitee“ mit der Nachbarschaft erarbeitet hat.

antonipark_1111_012 Palmen aus Stahl, damit sie den Hamburger Winter überstehen

Start mit umfangreichem Beteiligungsverfahren

Die Fläche an der Hafenkante gelegen ist Teil der „Landschaftsachse Elbe“ und wird bislang u.a. durch die dort stehenden Wohnmobile mit Elbblick sowie einmal in der Woche als Veranstaltungsort für den Fischmarkt genutzt. Nun gilt es einerseits der herausragenden räumlichen Lage der Fläche und ihrer Bedeutung als gesamtstädtischer Freiraum gerecht zu werden und andererseits die örtliche Einbindung in den Stadtteil angemessen zu berücksichtigen, wie sie sich in der Planungshistorie von „Park Fiction“ entwickelt hat. Es handelt sich um ein komplexes Planungsverfahren, das die Einbindung vieler Akteure erfordert. Und in diesem Prozess steht das Park Fiction Komitee, das sich aus der Initiative und dem Planungsteam rund um den bestehenden Antonipark („Park Fiction“) entwickelt hat, den nun beauftragten Planungsbüros beratend zur Seite.

Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Wir haben mit dem Antonipark, auch dank des Engagements aus dem Stadtteil und von ‚Park Fiction‘, einen lebendigen, sehr beliebten Ort an einer exponierten Stelle direkt an der Elbe. Dass dieser an Ufer-Betonstreifen mit aufgestellten Wohnmobilen angrenzt, lädt geradezu dazu ein, neu zu denken, die Fläche für alle nutzbar zu machen und sie zudem als Teil unserer wunderschönen ‚Landschaftsachse Elbe‘ zu gestalten. Es handelt sich um ein herausragendes Projekt, das von tatkräftigen und kreativen Akteuren aus dem Stadtteil vorangetrieben wurde und wird. Und ich bin dankbar, dass es so viele engagierte Menschen in unserer Stadt gibt, die sich für öffentliche Plätze dieser Art einsetzen und mit vielen Ideen dazu beisteuern, dort bessere Möglichkeiten für Begegnung und Naherholung zu schaffen.“

Stefanie von Berg, Bezirksamtsleiterin Altona: „Die Erweiterung des Antoniparks in Richtung Elbe ist eine tolle Nachricht für alle Menschen, die sich gerne auf der Panoramaplattform mit Blick auf die Elbe aufhalten. Mit der Aufwertung der Flächen an der Hafenpromenade erhält unsere Stadt einmal mehr zusätzliche Freiraumqualität. Das ist ein echter Mehrwert für die Anwohnenden. Der Dank gilt all jenen, die sich mit so viel Herzblut in die Gestaltung dieses zentralen Ortes in unserer Stadt eingebracht haben.“

Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Mitte: „Mit der Erweiterung des Antoniparks direkt an der Elbe soll eine bislang vor allem als Abstellfläche für Wohnmobile genutzte Fläche in eine begrünte Flaniermeile für alle umgewandelt werden. Unser großer Dank geht an das Park Fiction Komitee, das dafür viele kreative Ideen eingebracht hat. Jetzt beginnt ein komplexer, herausfordernder Planungsprozess, bei dem auch Belange wie der Hochwasserschutz mitgedacht werden müssen.“

Es soll ein eigenständiges Planungs- und Beteiligungsformat entwickelt werden, das alle relevanten Akteure  bereits im Aufsetzen des Planungsprozesses einbindet, wenn möglich, einen grundsätzlichen Konsens über das Verfahren schon im Vorfeld seiner Durchführung herstellt und die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten für eine Freiraumentwicklung an diesem besonderen Ort mit vielfältigen sich überlagernden Ansprüchen klärt. Ein Planungsverfahren zur konkreten Ausgestaltung der Fläche soll im Anschluss an das Beteiligungsverfahren durchgeführt werden.

Parallel dazu ist mit dem Park Fiction Komitee ein Beratungsvertrag zur Begleitung des Verfahrens abgeschlossen worden, um die Ergebnisse der Wunschproduktion in den Planungsprozess zu integrieren.

Hintergrund:
Der 2003 eröffnete Antonipark („Park Fiction“) liegt in den Hamburger Stadtteilen Altona-Altstadt (Bezirk Altona) und St. Pauli (Bezirk Hamburg-Mitte).

Im Koalitionsvertrag für die 22. Legislaturperiode wurde festgehalten, dass eine Erweiterung des Antoniparks auf der wasserseitigen Fläche der Straße St.Pauli /Fischmarkt angestrebt wird. Sowohl lokal als auch gesamtstädtisch gesehen bietet sich hier eine bedeutende Chance für eine attraktive Freiraumgestaltung und –nutzung. Dabei besteht eine zentrale Herausforderung für die Planung und Gestaltung an diesem Ort darin, lokale und gesamtstädtische Perspektive gemeinsam zu einem qualitätvollen Gesamtbild für die Fläche zu entwickeln.

Der Eröffnung des Parks vorangegangen war ein intensiver und außergewöhnlicher partizipativer Planungsprozess, der Mitte der 1990er Jahre seinen Ausgang genommen hat. Er ist eines der bedeutendsten Beispiele für „Kunst im öffentlichen Raum“ in Hamburg und hat weit über die Grenzen der Stadt hinaus auch international große Beachtung gefunden. Die Ausstellung von „Park Fiction“ im Rahmen der documenta 11 illustriert diese Rezeption.

Das angedachte Projektgebiet ist vom bestehenden Antonipark aus schon heute über die vorhandene Fußgängerbrücke, die die Straße St. Pauli Fischmarkt quert, zu erreichen. Die östliche Fläche (Bezirk Hamburg-Mitte) dient aktuell als Wohnmobilstellfläche, die anteilig größere, westliche Fläche (Bezirk Altona) wird ganzjährig intensiv als Veranstaltungsfläche genutzt, z.B. für den Hamburger Fischmarkt oder den Hafengeburtstag.

Informationen zu den Planungsbüros:

Das Team von „projektbüro“ (http://projektbuero.city/) arbeitet in einer prozessorientierten Arbeitsweise an der Schnittstelle von Architektur, Stadtplanung und Kunst. „projektbüro“ realisierte u.a. die Projekte "Billhorner Platz“, "Projekt Schule Berne“ und "Ein Zimmer für Dich“

Die „UVM“ ist ein Zusammenschluss von Planerinnen und Planern sowie Gestalterinnen und Gestalter aus Stadtforschung, Kunst, Handwerk und Organisationsentwicklung. Mitglieder von „UVM“ realisierten im Kontext des gemeinnützigen „Hallo: Verein zur Förderung raumöffnender Kultur e.V.“ u.a. die Projekte "PARKS", "WERK" und "Hafenlabor".

Rückfragen der Medien
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Pressestelle
Franziska Fleischhauer
Telefon: 040 42840 3065
E-Mail: franziska.fleischhauer@bukea.hamburg.de

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