Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Fünf Jahre Volksinitiative „Hamburgs Grün erhalten“ Gemeinsames Bekenntnis zum grünen Hamburg

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Heute vor fünf Jahren verständigten sich die Bürgerschaft und die Volksinitiative „Hamburgs Grün erhalten“ des NABU auf gemeinsame Ziele. Was mit konkreten Flächenzielen für Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete und den Biotopverbund im Jahr 2019 ein bundesweit einmaliger Erfolg war, hat seitdem wesentlich dazu beigetragen, Hamburgs Grün zu erhalten und weiter zu fördern.

Hamburgs Grün Auf der Uhlenhorst, dem geografischen Mittelpunkt Hamburgs, sitzt man auf den Bänken, während die Alsterdampfer auf dem Wasser vorbeischippern und man die ganze Stadt im Blick hat.

Gemeinsames Bekenntnis zum grünen Hamburg

Der Vertrag für Hamburgs Stadtgrün verknüpft die bauliche Verdichtung der Stadt mit der Verbesserung der Naturqualität und dem Erhalt von Grünflächen. Hamburg soll künftig mindestens zehn Prozent der Landesfläche unter Naturschutz stellen, der schutzbedürftige Teil der Landschaftsschutzgebiete soll bei 18,9 % der Landesfläche bleiben und der des Biotopverbunds bei 23,2 Prozent. Zusätzlich gewinnt der Schutz der zwölf Landschaftsachsen, der zwei Grünen Ringe, der gesamtstädtisch bedeutsamen Grünverbindungen und der öffentliche Grün- und Erholungsanlagen an Bedeutung, die das Grüne Netz bilden.

Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Der ‚Vertrag für Hamburgs Stadtgrün‘ bringt Stadtentwicklung und Naturschutz zusammen. Seit 2021 wurden in Hamburg rund 20.000 neue Wohnungen fertiggestellt und zugleich die Qualität von Hamburgs Grün verbessert. Die Umsetzung des Vertrags mit dem NABU führt dazu, dass Hamburgs Grün dauerhaft erhalten bleibt und die Qualität der Naturflächen steigt. Der Vertrag ist damit ein gutes Beispiel für eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Senat und Umweltverbänden, um die Stadt zu modernisieren und noch lebenswerter zu machen. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement und ihre gute Arbeit.“

Umweltsenator Jens Kerstan: „Hamburg ist eine grüne Metropole am Wasser. Und der ‚Vertrag für Hamburgs Stadtgrün‘ ist ein wichtiger Hebel, um das Grün in unserer Stadt zu erhalten und weiter aufzuwerten. Wir konnten in den vergangenen fünf Jahren bereits diverse Verbesserungen erzielen: Ob Parks, Grünflächen, Wegeverbindungen, Fassaden- oder Dachbegrünung, Hamburgs Grün wird mittlerweile von Anfang an in den Planungs- und Antragsverfahren mitgedacht.

Ich bedanke mich bei allen Akteuren, die trotz unterschiedlicher Ausrichtung zusammen daran arbeiten, Hamburg als lebenswerte, grüne Stadt zu stärken. Mein ausdrücklicher Dank gilt auch meinem Staatsrat, Michael Pollmann, der als Grünkoordinator eine zentrale Rolle in der Umsetzung dieser Vereinbarung einnimmt.“

Der Senat übernahm auf ein Ersuchen der Hamburgischen Bürgerschaft hin, die am 8. Mai 2019 zwischen Bürgerschaft und NABU gefundene Einigung mit einer Liste von 20 Punkten. Diese sollen verhindern, dass wachsende Flächenbedarfe, unter anderem von Wohnungsbau und Wirtschaft, zu Lasten von Hamburgs Grün gehen. Die Liste sieht nicht nur Flächenziele für Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete und den Biotopverbund vor. Sie beinhaltet auch Aspekte wie den Schutz des Grünen Netzes, den Biotopwert in Naturschutzgebieten und die Qualität der in der europäischen Flora-Fauna-Habitats-Richtlinie festgehaltenen Lebensraumtypen. Darüber hinaus wird unter anderem die Schaffung und Finanzierung des Rangerdienstes in Naturschutzgebieten und das Flächenvorkaufsrecht des Senats für Landschaftsschutzgebietsflächen festgeschrieben.

Auf dieser Einigung zwischen Bürgerschaft und den Initiatoren der Volksinitiative basiert der 2021 vereinbarte Vertrag für Hamburgs Stadtgrün. Unter Federführung der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) werden mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM), der Behörde für Wirtschaft und Innovation (BWI) sowie der Finanzbehörde (FB) nicht nur weitere Behörden und alle sieben Bezirksämter auf die Umsetzung der Ziele verpflichtet, sondern auch städtische Unternehmen. Besonders solche mit für den Grünschutz relevanten Flächen, darunter unter anderem die Hamburg Port Authority (HPA), die Hamburger Friedhöfe und der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG), übernehmen dadurch Verantwortung für Hamburgs Grünerhalt.

 

Rückfragen der Medien
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Pressestelle
Franziska Fleischhauer
Telefon: 040 42840 3065
E-Mail: franziska.fleischhauer@bukea.hamburg.de

Themenübersicht auf hamburg.de

Pressemitteilungen

DSGVO

Anzeige
Branchenbuch