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Straße und Klimawandel Hinweise für eine Wassersensible Straßenraumgestaltung

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Bereits die Römer wussten, Wasser schadet der Straße. Also muss es von ihr fern und abgeleitet werden. Dieser Grundsatz gilt im Wesentlichen bis heute fort.
Denn die Sicherheit der Autofahrer darf nicht durch zu viel Wasser auf der Fahrbahn beeinträchtigt werden, Stichwort Aquaplaning, und die zu Fuß Gehenden möchten trockenen Fußes einkaufen und flanieren.

Hinweise für eine Wassersensible Straßenraumgestaltung

Aufgrund der räumlichen Situation in Stadtstraßen wird daher das Regenwasser in Trummen gefasst und durch Siele abgeleitet. Nicht erst seit heute ist den Experten bewusst, dass dieses Verfahren aus mehreren Gründen nicht optimal ist:

  • Siele können nie so groß dimensioniert werden, dass sie jeden Wasseranfall aufnehmen.
  • In Hamburg entwässern viele Regensiele in kleine Bäche und sonstige Gewässer. Der plötzliche Wasseranfall bei Regen kann die Lebenswelt dort zerstören.
  • Das von Straßen abfließende Wasser ist mit vielen Schmutzstoffen belastet, die ebenfalls die Gewässer schädigen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Klimawandel. Stärkere Regenereignisse nehmen zu, die von ihrer Intensität her an die Tropen erinnern. Diese Wassermassen können erst recht nicht mehr über die vorhandenen Siele schadlos aufgefangen werden. Siele bilden ein großes zusammenhängendes Netz und sind teuer im Bau und in der Unterhaltung, weshalb auch andere Entwässerungssystem notwendig sind. Es sollte z. B. angestrebt werden, Wasser in offenen Anlagen wie Tiefbeeten oder Mulden zu fassen, in denen es versickert oder zurückgehalten wird. Bei sehr großem erwartetem Niederschlagswasseranfall können unkonventionelle Systeme in Betracht kommen, wie z. B. die Fahrbahn selbst als Gerinne auszubilden.

Hierzu liegen nun die „Hinweise für eine wassersensible Straßenraumgestaltung vor“. Sie bieten eine Fülle von Lösungsmöglichkeiten, um Niederschlagswasser ökonomisch und ökologisch sinnvoll zu fassen, zu behandeln und abzuleiten. Dem Planer wird eine Vielzahl von technischen Varianten für typische städtische Straßensituationen an die Hand gegeben. Mit ihnen können mehrere Ziele vorteilhaft erreicht werden:

  1. Niederschlagswasser wird verzögert abgeleitet.
  2. Überflutungen werden verringert.
  3. Hamburgs Gewässer können wieder in einen natürlichen Zustand gebracht werden.
  4. Eine oberflächennahe Entwässerung bietet eine gute Chance zur gestalterischen Aufwertung von Straßenräumen.
  5. Das Kleinklima kann sich positiv verändern.

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