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Umweltschonend und innovativ So werden in Hamburg alte Teerstraßen saniert

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Kennt nicht jeder den Begriff von der „geteerten Straße“? Das ist jedoch bereits seit Jahrzehnten keine zutreffende Bezeichnung mehr.

Straßenaufbruch Straßenaufbruch

So werden in Hamburg alte Teerstraßen saniert

Bis in die 1970er Jahre wurden in Hamburg Straßen mit Teer als so genanntem Bindemittel hergestellt. Teer „klebte“ die Gesteine zusammen und bildete den Belag, auf dem der Verkehr rollt.

Diese teerhaltigen Beläge werden allerdings aufgrund ihrer krebserregenden Bestandteile - Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) - als „gefährlicher Abfall“ eingestuft. Als grundsätzlich verträgliche Verwertungsmethode gilt bis heute das Einschließen von aufgebrochenem Teermaterial in Zement. Dieser neue Baustoff findet nicht nur im Straßenbau eine neue Verwendung.

Im Verlauf von Erhaltungsarbeiten der rund 4000 km Fahrbahnen muss regelmäßig mit teer-haltigem Aufbruchmaterial gerechnet werden. Dieses summiert sich in Hamburg auf durchschnittlich ca. 21.000 Tonnen pro Jahr.

Hamburg begann frühzeitig die Suche nach einem nachhaltigeren Verfahren. Auch wenn durch die Zementverfestigung und den Einbau in Fahrbahnen eine Gefährdung durch das ursprüngliche teerhaltige Material mit hoher Wahrscheinlich auszuschließen ist, befindet sich das Material weiterhin im Stoffkreislauf. Bei jeder der zahlreichen Aufgrabungen kommt es erneut in die Umwelt.

Vor dem Hintergrund dieser Problematik wurde vom Amt für Verkehr und Straßenwesen eine Untersuchung in Auftrag gegeben. Sie hatte eine aktuelle abfallrechtliche Bewertung zum Ziel sowie das Aufzeigen von zukünftigen Entsorgungs- bzw. Verwertungswegen. Dieser Weg wurde gefunden: der teerbelastete Straßenaufbruch wird thermisch verwertet, „verbrannt“. Dazu gelangt das Material per Schiffstransport umweltschonend in eine Verbrennungsanlage in die Niederlande. Ziel des dortigen Betriebskonzeptes ist die Herstellung von Baustoffen. Die thermische Behandlung des belasteten Straßenaufbruchs dient also dazu, nach Zerstörung von Schadstoffen durch die hohen Verbrennungstemperaturen, die übrig bleibenden Gesteine als Sekundärbaustoffe dem Stoffkreislauf wieder zuzuführen.

Mit dem beschrittenen Verwertungsweg hat sich Hamburg an die Spitze sicherer und ökologisch vernünftiger Lösungen in Deutschland gestellt. Damit zeigt der Straßenbau in Hamburg einmal mehr seine Innovationskraft zum Wohle der Umwelt.

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