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Handlungskonzept Innenstadt Die nächsten Schritte für die Mönckebergstraße und Steinstraße

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Maßnahme zur busfreien Mönckebergstraße wird evaluiert

Im Zuge des Handlungskonzeptes Innenstadt ist es Ziel des Senats, die Attraktivität der Hamburger Innenstadt durch eine höhere Aufenthaltsqualität, eine breitere Nutzungsvielfalt, mehr Verkehrsberuhigung und eine bessere Verbindung von beliebten Aufenthaltsorten nachhaltig zu erhöhen. Im Zuge der Baumaßnahmen an der U3 wird vor diesem Hintergrund aktuell eine busfreie Mönckebergstraße erprobt. Die Busse mit regulärem Linienweg über die Mönckebergstraße werden derzeit temporär über die Steinstraße geführt. Hier kommt es ab September zu Änderungen in mehreren Schritten. Im nächsten Schritt fahren ab dem 1. September die Buslinien 16 und 17 Richtung Willy-Brandt-Straße über die Domstraße, wodurch der Speersort deutlich entlastet und neue Bereiche für den ÖPNV der inneren Stadt erschlossen werden. In einer weiteren Stufe werden die Buslinien 3, 5, 19 und alle Nachtbus-Linien (600er) ab 24. November wieder in die Mönckebergstraße zurückverlegt. Dies geschieht vor dem Hintergrund der derzeit entstehenden Fußgängeraufgänge von den Bahnsteigen des Hauptbahnhofes auf die Steintorbrücke und den damit erwarteten Fußgängerströmen von der Steintorbrücke in die Mönckebergstraße.

Die nächsten Schritte für die Mönckebergstraße und Steinstraße

  • Neue ÖPNV-Anbindung der Domstraße und Entlastung des Speersortes
  • Bau der Treppenanlagen auf der Steintorbrücke erfordert Umbau der Kreuzung Mönckebergstraße / Steintorwall und Aufsplittung der Busse auf Mönckebergstraße und Steinstraße ab 24. November
  • Entwicklung von stadt- und freiräumlichen Szenarien für die Mönckebergstraße

Für diesen Schritt sind eine Knotenanpassung und eine damit verbundene Neufassung der Busführung notwendig. Bis dahin wird die Maßnahme busfreie Mönckebergstraße umfangreich evaluiert. Die endgültige Evaluation wird voraussichtlich im Sommer 2022 vorliegen. In der Zwischenzeit wird die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) zusammen mit der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) in Rücksprache mit den Akteuren in der Innenstadt stadt- und freiräumliche Szenarien für die Mönckebergstraße erarbeiten. Auf Basis der Evaluation und der entwickelten Handlungsvorschläge soll Ende 2022 die Entscheidung über eine dauerhafte Führung der Buslinien und der Entwicklung des Stadtraumes Mönckebergstraße/Steinstraße getroffen werden.

​​​​​Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Wir sind von der Bürgerschaft beauftragt worden eine temporäre und ergebnisoffene Verlegung der Busse aus der Mönckeberg- in die Steinstraße vorzunehmen. Diese Maßnahme werden wir aus den unterschiedlichen Perspektiven umfangreich evaluieren. Diese Evaluation findet laufend statt und wird wahrscheinlich im Sommer 2022 endgültig vorliegen. Aus busbetrieblicher Perspektive kann man aber festhalten, dass  auch die Verlegung aller Busverkehre in die Steinstraße bisher gut funktioniert hat. Durch den Neubau der Fußgängeraufgänge an der Steintorbrücke wird aufgrund der damit zu erwarteten Fußgängerströme von der Steintorbrücke zur Mönckebergstraße eine Veränderung des Knotens und damit verbundenen Buslinienführung nötig. Deswegen werden drei Linien sowie die Nachtbusse ab dem 24. November wieder durch die Mönckebergstraße fahren. Mit den mit den Akteuren der Innenstadt zu entwickelnden stadt- und freiräumlichen Handlungsoptionen für die Mönckebergstraße und der umfangreichen Evaluation werden wir die Grundlagen dafür schaffen, eine langfristige Perspektive für die Mönckebergstraße und die Busnetzkonzeption Ende 2022 zu treffen. Diese soll die Lebendigkeit der Innenstadt durch mehr Aufenthaltsqualität erhöhen.“

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Indem die Mönckebergstraße weiterhin von Teilen des früheren Busverkehrs befreit bleibt, sichern wir in diesem zentralen öffentlichen Raum ein klares Mehr an Aufenthaltsqualität. Ganz im Sinne unseres Handlungskonzepts Innenstadt stärken wir damit unsere Innenstadt als attraktiven, lebendigen Ort. Wir wollen im nächsten Schritt stadt- und freiräumliche Szenarien und Handlungsoptionen für die Mönckebergstraße entwickeln und diese mit den Akteuren der Innenstadt diskutieren. Damit schaffen wir weiterführende Ideen für die Zukunft dieser so wichtigen Achse. Dabei loten wir auch aus, welche unterschiedlichen Potenziale sich aus verschiedenen denkbaren verkehrlichen Bedingungen ergeben. Die Erfahrungen mit der busfreien und der busarmen Mönckebergstraße in den vergangenen und kommenden Monaten werden deshalb auch in unsere weiteren Planungen einfließen.“

Die Aufsplittung der Busverkehre am Knoten Mönckebergstraße/Steintorwall sorgt dafür, dass neue Bereiche (rund um die Domstraße) verkehrlich neu erschlossen werden, der Speersort (Bereich St. Petri) deutlich entlastet wird, das Kontorhausviertel weiterhin gut erreichbar bleibt, der Busverkehr in der Steinstraße (insbesondere nachts) durch die Halbierung der Busse deutlich zurückgeht und der Busverkehr im Sinne der Aufenthaltsqualität in der Mönckebergstraße ebenfalls reduziert wird – bei gleichzeitiger guter Erreichbarkeit des Einzelhandels.

Durch die Umlegung der Linien 16, 17 in die Domstraße wird eine Bushaltestelle in südlicher Fahrtrichtung gegenüber der bestehenden Haltestelle Speersort (Mönckebergstraße) am Fahrbahnrand eingerichtet. Eine weitere Haltestelle wird in südlicher Fahrtrichtung zwischen Große Reichenstraße und Willy-Brandt-Straße als sogenannte „Kaphaltestelle“ hergestellt. D. h., der Gehweg wird dafür ein Stück weit in Richtung der Fahrbahn verbreitert. In nördlicher Fahrtrichtung wird eine Bushaltestelle zwischen Willy-Brandt-Straße und Große Reichenstraße am Fahrbahnrand entstehen. Alle Bushaltestellen werden 42 Meter lang und im Sinne einer barrierearmen Gestaltung mit taktilen Leitmarkierungen versehen sein.

Ab kommender Woche starten die Hamburger Hochbahn und die beteiligten Behörden eine Befragung der Nutzerinnen und Nutzer sowie der Stakeholder vor Ort zu den Busführungen im Bereich der Mönckebergstraße, der Steinstraße sowie des Kontorhausviertels, deren Ergebnisse evaluiert und in die weiteren Planungen im Zuge des Handlungskonzeptes Innenstadt für die Mönckebergstraße und Steinstraße ab 2022 mit einfließen.

Rückfragen der Medien

Behörde für Verkehr und Mobilitätswende
Pressestelle I Dennis Krämer
Telefon: 040 42841 1685
E-Mail: pressestelle@bvm.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bvm
Twitter, Instagram: @bvm_hh

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Susanne Enz | Pressesprecherin 
Telefon: 040 428 40 2051 
E-Mail: pressestelle@bsw.hamburg.de

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