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Evaluation zeigt Pop-Up-Bikelane Beim Schlump erhöht Sicherheit und Komfort für Fuß- und Radverkehr

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Deutlich weniger Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmenden, Unfälle halbiert

Seit September 2020 steht Radfahrenden in der Straße Beim Schlump beidseitig eine Pop-Up-Bikelane zur Verfügung. In einem neuen Evaluationsbericht ziehen Verkehrsbehörde und der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) eine positive Bilanz zu der Maßnahme. Radfahrende haben den temporären, breiten Radweg gut angenommen, die Konflikte und Unfälle mit Fußgängerinnen und Fußgängern sowie dem KFZ-Verkehr sind deutlich zurückgegangen. Für den Rad- und Fußverkehr bedeutet das ein sichereres, komfortableres Vorankommen, gleichzeitig konnte die Straße dieselbe Kfz-Verkehrsmenge wie zuvor bewältigen. Jetzt bereiten LSBG und Verkehrsbehörde die Verstetigung des temporären Radwegs vor.

Pop-Up-Bikelane Beim Schlump erhöht Sicherheit und Komfort für Fuß- und Radverkehr

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Die Pop-Up-Bikelane am Schlump ist ein großer Erfolg. Der Verkehrsversuch zeigt, dass wir mit dem kurzfristigen Bau guter Radwege nicht nur den Komfort für Radfahrende verbessern, sondern auch die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden erhöhen und Konflikte vermeiden – das belegt auch der fertiggestellte Evaluationsbericht. Im Sinne der Mobilitätswende verbessern wir damit den Komfort und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden durch das Angebot einer hochwertigen Fahrrad-Infrastruktur. Das gilt insbesondere für die Minimierung der Konflikte zwischen Fuß- und Radverkehr. Durch die Einrichtung der Pop-Up-Bikelane konnte die Situation für Fußgängerinnen und Fußgänger auf den sehr schmalen Gehwegen deutlich verbessert werden. Zudem gab es deutlich weniger Unfälle von Radfahrenden. Diese Ergebnisse tragen sicherlich dazu bei, dass die Rückmeldung aus der Bevölkerung sehr positiv ausfallen und die Hamburgerinnen und Hamburger sich sicher auf der den temporären Radstreifen fühlen. Unser nächster Schritt ist deshalb, wie empfohlen, die Verstetigung des Radweges anzugehen und diesen wo nötig auch zu verbessern.“

Aus verkehrlicher Sicht empfiehlt der Evaluationsbericht, die Maßnahme zu verstetigen. Geprüft und verkehrlich analysiert wurde der hochfrequentierte Abschnitt zwischen Gustav-Falke-Straße und Bogenstraße. Dafür wurden unter anderem Verkehrsdaten und Unfallzahlen vor und während des Verkehrsversuchs verglichen und eine Online-Befragung durchgeführt.

Besonders der Fußverkehr profitiert von dem neuen Radweg. Der Anteil der Radfahrenden auf der Nebenfläche ist von 49 auf 12 Prozent zurückgegangen, dadurch entstehen deutlich weniger Konflikte auf dem Gehweg. Die Gesamtzahl der erfassten Unfälle, sowie die Anzahl der beteiligten Radfahrenden, sind deutlich niedriger ausgefallen als in den Vorjahren. Im Untersuchungszeitraum 2020/21 wurden 10 Unfälle gezählt, gegenüber 22 Unfällen im Vergleichszeitraum 2019/20. Die Online-Befragung zeichnet ebenso ein positives Bild, denn 88% der Teilnehmenden bewerten die Pop-Up-Bikelane als gut oder sehr gut, 74% von ihnen fühlen sich darauf sicher oder sehr sicher. Zudem stellt der Evaluationsbericht nur in geringem Umfang Konflikte sowie einzelnes Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmenden fest. Die Kfz-Verkehrsstärke blieb weitestgehend konstant und die gleiche Verkehrsstärke kann ohne signifikanten Anstieg der Fahrzeiten abgewickelt werden.

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer bereitet gegenwärtig im Auftrag der Verkehrsbehörde die Umsetzung der Verstetigung des temporären Radweges für das Frühjahr 2022 vor. Bis dahin können die vorhandenen Radfahrstreifen weiterhin genutzt werden.

Der komplette Evaluationsbericht kann hier heruntergeladen werden: Pop-Up Bikelanes - hamburg.de

Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende evaluiert derzeit auch die beiden temporären Radverkehrsanlagen in der Hallerstraße und der HafenCity, um Erkenntnisse für einen späteren Umbau der Straßen gewinnen. Bürgerinnen und Bürger können noch bis zum 27.10. online ihre Meinungen und Erfahrungen mitteilen:

HafenCity: https://edvtollerort.limequery.com/591154?lang=de
​​​​​​​Hallerstraße: https://edvtollerort.limequery.com/693418?lang=de

Rückfragen der Medien

Behörde für Verkehr und Mobilitätswende
E-Mail: pressestelle@bvm.hamburg.de

Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer
E-Mail: lsbgkommunikation@lsbg.hamburg.de
Henning Grabow
Telefon: 040 42826 2299
Edda Teneyken
Telefon: 040 42826 2205

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