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120 Teilnehmer im Internationalen Maritimen Museum AEOLIX-Abschlusskonferenz in Hamburg

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ERTICO-Projekt sorgt für europäischen Logistikdaten-Austausch

Drei Jahre haben sie gemeinsam europaweit geforscht: Heute haben rund 120 Logistik-Datenexperten auf Einladung der Hamburg Port Authority (HPA) und ERTICO – ITS EUROPE im Internationalen Maritimen Museum die Ergebnisse aus dem Projekt „AEOLIX“ präsentiert. Der europäische Industrie- und Interessenverband ERTICO wollte die bestehende Fragmentierung und den Mangel an Vernetzung bei Logistikdaten überwinden und hat im Laufe des Projekts in den Bereichen Lieferkette und Interoperabilität insgesamt zwölf „Living Labs“ in 18 europäischen Ländern initiiert. „AEOLIX“ möchte verschiedene IT-Systeme mittels eines pan-europäischen Datenaustausch-Netzwerks harmonisieren, um eine effizientere Lieferkette zu generieren – Cloud-basiert und mit einem Netzwerk für eine Vielzahl von Unternehmen, das mit Echtzeitdaten arbeitet und Datenformate automatisch übersetzt. Diese Unternehmen können so über ein Dashboard ihre Prozesse schneller steuern.

AEOLIX-Abschlusskonferenz in Hamburg

Szymon Oscislowski von der Generaldirektion Mobilität und Verkehr der Europäischen Kommission betonte zum Auftakt, dass die Digitalisierung für die Kommission eines der zehn wichtigsten Themen sei. Damit internationale Logistik papierlos funktionieren kann, müssten die verschiedenen IT-Systeme vernetzt werden und interoperabel sein.

Rebecca Huang von der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa kündigte den Willen der eigenen Organisation an, das Protokoll zum digitalen Frachtbrief (“e-CMR“) in die UN-Strategie aufzunehmen und dass diese Vereinbarung nun allen Staaten zur Unterzeichnung angeboten werde.

„Die Dienstleistungen zu verbessern ist der Hauptfokus von Logistik und der Lieferkette. In der Realität ist der Datenaustausch aber kompliziert“, sagte Dr. Sebastian Saxe, Chief Digital Officer der HPA und der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. „Wir brauchen ein Ökosystem, um Daten auszutauschen, und AEOLIX ist ein gutes Beispiel, wie dies auf eine verlässliche und sichere Art gelöst werden kann – nicht nur für die Kunden, sondern für andere Plattformen.“   

Harry Evers, Geschäftsführer der ITS Hamburg 2021 GmbH, stellte die Ambitionen Hamburgs für den ITS-Weltkongress in Hamburg vor: Der Kongress werde sich neben der Logistik auch auf die Themen Mobilitätsdienstleistungen (“Mobility as a Service”), urbanen Luftverkehr, künstliche Intelligenz, Start-ups und Regulierungsfragen fokussieren, mit Präsentationen, Projekten und Diskussionsveranstaltungen.  

Johannes Springer von T-Systems, betonte die Bedeutung des Einsatzes neuer Technologien für den Logistik-Sektor wie 5G, um die Qualität der Konnektivität zu sichern, die beim Datenaustausch entscheidend sei.

Im zweiten Teil der Konferenz konnten sich die Teilnehmer auf einem Marktplatz zu den 12 “Living labs” austauschen, die aufzeigten, wie das kollaborative AEOLIX-Logistik-Ökosystem getestet und für seine spezifischen Anwendungsfälle überprüft wird. Die Ergebnisse der „Living Labs“ wurde von Georgia Aifadopoulou des Centre for Research and Technology-Hellas (CERTH) präsentiert. Sie gab einen Überblick über den Gesamteinfluss von AEOLIX auf die Gesellschaft, die Service-Qualität, Effizienz und Kooperation in der Lieferkette.

Eusebiu Catana gab einen Ausblick auf die Zukunft von AEOLIX und das neu geschaffene Netzwerk “FENIX – A European Federated Network of Information exchange in Future Logistics”, das an 11 Pilotstandorten in ganz Europa angesiedelt wird – von denen sieben bereits bei AEOLIX dabei waren.  Die Zukunft der Logistik liege darin, Vertrauen zwischen den Datennutzern zu schaffen, die die Vorgaben der Dateninhaber voll akzeptieren müssten. AEOLIX werde die Idee einer Dezentralisierung von Datenspeicherung in einem Daten-Ökosystem weiterverfolgen.

Dr. Phanthian Zuesongdham, Head of Digital and Business Transformation bei der Hamburg Port Authority (HPA) und Moderatorin der Konferenz, schloss die Veranstaltung mit der Anmerkung, dass der Datenaustausch nur Realität werde, wenn alle weiterhin auf den unterschiedlichen Ebenen zusammenarbeiten – von der individuellen Firma bis zur internationalen Ebene.  

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