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Ergänzung zu bestehenden Peilschiffen „echo.1“: HPA tauft Drohne zur Gewässervermessung

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Bis zu sechs Stunden emissionsfreie Fahrten im Hafen möglich.

Die Hamburg Port Authority hat heute ihr erstes fahrerloses Boot zur Gewässervermessung in Betrieb genommen: Die gelbe „Wasserdrohne“ mit Namen „echo.1“ ist das erste sogenannte Autonome Oberflächenfahrzeug (Autonomous Surface Vehicles, kurz: ASV) im Hamburger Hafen. Es wurde von Rike Verheyen, Mitarbeiterin der Hydrographie der Hamburg Port Authority (HPA), im Beisein Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, HPA-Geschäftsführer Jens Meier, Hafenkapitän Jörg Pollmann und Claudia Flecken, Leiterin der HPA-Wasserinfrastruktur feierlich getauft. Hamburgs ITS-Aktivitäten im Bereich Drohnen bekommt immer mehr Dynamik: Erst kürzlich hatten es den ersten erfolgreichen Flug von medizinischen Gewebeproben zwischen zwei Krankenhäusern gegeben.

„echo.1“: HPA tauft Drohne zur Gewässervermessung

Mit einer Länge von nur 1,65 Metern und zwei leistungsstarken 33-Volt-Batterien ausgerüstet kann „echo.1“ bis zu sechs Stunden nonstop im Hamburger Hafen emissionsfrei unterwegs sein. Dank ihrer kompakten Hochleistungssensoren wird sie dazu beitragen, die Datenlage über die Gewässertiefen im Hamburger Hafen weiter zu verbessern, indem sie unter anderem sehr flache bis zu binnenschiffstiefe Bereiche auslotet, die mit dem Peilboot nur schwer zugänglich sind. Gerade auch durch ihre geringe Größe und hohe Manövrierfähigkeit ist „echo.1“ für den mobilen und transportablen Einsatz geeignet und bietet so eine sinnvolle Erweiterung zu den bestehenden Peilschiffen.

Mehrtägige Tests mit internationaler Beteiligung im August 2019

Dem autonomen Einsatz von „echo.1“ vorangegangen war ein mehrtägiger Workshop im August vergangenen Jahres mit über 120 Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster internationaler hydrographischer Institutionen sowie daran anschließende umfangreiche Tests. Ziel war es, verschiedene Verkehrssituationen zusammen mit dem Oberhafenamt zu testen und zu erproben. Dabei ging es nicht nur um die Prüfung der Objekterkennungs- und Kollisionsverhütungs-Algorithmen, sondern auch um die Sicherstellung einer kontinuierlichen und zuverlässigen Datenverbindung zwischen dem Bediener und dem Fahrzeug.

Senator Michael Westhagemann: „Drohnen haben sich rasant zu hochkomplexen technischen Systemen entwickelt, die in naher Zukunft viele nützliche Aufgaben übernehmen werden – in der Luft und wie hier auch auf dem Wasser. Unbemannte Drohnen haben aufgrund ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten stark an Bedeutung gewonnen – sowohl für den gewerblichen als auch für den privaten Bereich. Für den Innovationsstandort Hamburg bietet die Technologie viele Potenziale.“

„Der Workshop im vergangenen Jahr war für uns eine weitere Chance, neuer Technik eine Plattform zu bieten und Impulse für die weitere Entwicklung zu setzen. Nur wenn man die Beteiligten mitnimmt, kann man Akzeptanz und Vertrauen schaffen“, sagt Jens Meier, HPA-Geschäftsführer.

„Wir haben den Einsatz von ‚echo.1‘ auf Herz und Nieren getestet. Ich bin mir sicher, dass dieser, vielleicht momentan noch ungewohnte, Anblick eines autonom fahrenden Fahrzeugs im Hamburger Hafen bald zur Normalität werden und ‚echo.1.‘ nicht lange allein bleiben wird“, sagt Hafenkapitän Jörg Pollmann.

Daten und Fakten zu „echo.1“:
Material: Carbonfaser
Maße: 1,65 x 0,7 x 0,6 m
Gewicht inkl. Batterie: 35 kg (ohne Messtechnik)
Gesamtgewicht: 50 kg
Tiefgang (Fullload): 0,15 m
Antrieb: Elektro-Jetpropeller
Maximalgeschwindigkeit: 5 m/s
Reichweite: 6 Stunden bei 2,5 m/s Messgeschwindigkeit

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