Delegationsreise Teil II Hamburg und israelische Forschungseinrichtungen bauen Kooperation aus

Bündelung von Projekten und mehr Austauschprogramme in der Teilchenphysik

Die Kooperation soll dazu beitragen, die Erforschung des Universums voranzutreiben. Themen sind u.a. die Rolle des Higgs-Teilchens, die Suche nach dunkler Materie und das Studium von Gravitationswellen. Rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY und der Universität Hamburg beschäftigen sich mit diesen Fragen u.a. im Rahmen des Exzellenzclusters „Quantum Universe“. Ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Forschung in Hamburg ist der Ausbau von internationalen Kooperationen. Im Rahmen der Delegationsreise werden neue Projekte und Forschungsthemen diskutiert und perspektivisch institutionalisiert. ​​​​​​​

Die Kooperation soll dazu beitragen, die Erforschung des Universums voranzutreiben.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Ich freue mich, dass unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dieser Reise ihre Projekte weiter konkretisieren können. Die Teilchenphysik hat eine lange Tradition in Hamburg, bei DESY und der Universität Hamburg. Sie lebt auch von der internationalen Zusammenarbeit, die jetzt weiter ausgebaut wird durch gemeinsame Projekte mit drei israelischen Wissenschaftseinrichtungen. Sie werden zum Erfolg der Arbeit bei DESY und im neu gewonnenen Cluster Quantum Universe der Universität Hamburg beitragen.“

Für die Erforschung des Universums und zur Aufklärung der Struktur der Materie werden Teilchenbeschleuniger, wie sie bei DESY schon seit der Gründung betrieben werden, genutzt. Israelische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen an den Großgeräten bereits seit den 70er Jahren. So konnten bei DESY wichtige wissenschaftliche Meilensteine gesetzt werden wie beispielsweise die Entdeckung  des Elementarteilchens Gluon oder die Arbeiten zur Aufschlüsselung der Struktur des Ribosoms durch die israelische Strukturbiologin Ada Yonath, die dafür 2009 den Nobelpreis erhielt. Wichtige Partner innerhalb der aktuellen Kooperationen sind unter anderem das Weizmann Institute of Science, die Tel Aviv University und das Technion Institute of Technology.

Eines der in Planung befindlichen Kooperationsprojekte ist die Entwicklung des neuen Forschungssatelliten ULTRASAT. Der Forschungssatellit soll ultraviolette (UV-)Strahlung beobachten und das Verständnis von dynamischen Objekten im Universum, beispielsweise der Kollision von Sternen, revolutionieren. Sie soll der Satellit erfassen und überwachen. Die gesammelten Daten können in Echtzeit zur Erde übertragen werden. Auf der Erde installierte Teleskope können das UV-Licht wegen der abschirmenden Wirkung der Ozonschicht nicht erfassen. 

Prof. Eli Waxman, Weizmann Institute of Science: „Das Know-How, das DESY in das Projekt einbringt, ist essentiell für die Funktionsweise von ULTRASAT, der uns helfen wird, einige der großen Fragen der Astrophysik zu beantworten.“

Weiterhin geht es um die Forschung am Large Hadron Collider (LHC) und am Europäischen Forschungszentrum CERN, an dem Teilchenphysikerinnen und -physiker aus der ganzen Welt arbeiten. Ein weiteres Projekt ist ein neues deutsch-israelisches Forschungsvorhaben am European XFEL. Insbesondere sollen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der Kooperation in bereits laufenden und geplanten Austauschprogrammen profitieren.


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