BuNT Gemeinsam für mehr sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Sport!

Bundesnetzwerktagung queerer Sportvereine in Hamburg

Heute beginnt die zweite Bundesnetzwerktagung queerer Sportvereine (BuNT). Noch bis Sonntag diskutieren Vertreter*innen queerer Sportvereine aus ganz Deutschland gemeinsam mit Gästen aus Politik, Medien, Wissenschaft, Sport und Gesellschaft. Ziel ist es, die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt im Sport sowie den Austausch und die Vernetzung der verschiedenen Fachrichtungen zu stärken. In zahlreichen Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden werden Ideen für eine tolerante und respektvolle Sportlandschaft in Deutschland diskutiert und Projekte zur Förderung der Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*- und intersexuellen Menschen (LSBTI*) im Sport entwickelt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Start der Bundesnetzwerktagung queerer Sportvereine in Hamburg

Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank: „Niemand darf wegen seiner geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung benachteiligt oder diskriminiert werden – auch nicht im Sport. Die BuNT bietet eine hervorragende Möglichkeit, gemeinsam Ideen und Projekte für mehr Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Sport zu entwickeln und leistet so einen wichtigen Beitrag zu einer weltoffenen, vielfältigen und gewaltfreien Sport- und Fankultur. Wir müssen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt endlich als Gewinn begreifen – in allen Lebensbereichen. Ich danke allen Beteiligten, die dieses buntes Programm ermöglicht haben und wünsche diskussionsreiche Tage in Hamburg.“

Sportsenator Andy Grote: „Sport verbindet Menschen über alle Unterschiede hinweg, egal wer man ist und wen man liebt. Doch wir sind alle gefordert, uns jeden Tag aufs Neue dafür stark zu machen! Denn es geht noch BuNTer!“

Björn Augsten, Vorstandsvorsitzender des Hamburger LSBTI*-Sportvereins Startschuss e.V.: „Die Veranstaltung bietet große Synergieeffekte, wenn Expert*innen unterschiedlicher Fachrichtungen zusammenkommen und große Kompetenz und Fachwissen aus Theorie und Praxis aufeinandertreffen. Die Verknüpfung queerer und nicht-queerer Zielgruppen spielt dabei eine wesentliche Rolle.“

Herausforderung Diversity: Wie bunt ist der Sport wirklich?

In über 20 Programmpunkten dreht sich bei der BuNT in den kommenden drei Tagen alles um das Thema „Queer im Sport“. Eröffnet wird die Tagung heute mit einem Grußwort von Sportsenator Andy Grote. Im Anschluss stellt Birgit Braumüller von der Deutschen Sporthochschule in Köln die erste europaweiten Studie zu LSBTI* im Sport „Outsport“ vor.

Unter dem Motto „Herausforderung Diversity: Wie bunt ist der Sport wirklich?“ diskutieren Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank und Sportsenator Grote ab 17:30 Uhr u.a. mit Veronika Rücker, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes und Imke Duplitzer, Vizeweltmeisterin und Olympiateilnehmerin im Degenfechten. Ebenfalls auf dem Podium sind Björn Frederik Augsten, Vorstandsvorsitzender Startschuss SLSV Hamburg e.V., Lars Haider, Chefredakteur Hamburger Abendblatt, Dr. Adrian Hector, ehemaliger Vorstand Bundesverband Trans* e.V. und der Vorstandsvorsitzende der TSG Bergedorf von 1860 e.V. und des Freiburger Kreises, Boris Schmidt.

Auch am Samstag und Sonntag findet ein abwechslungsreiches Programm zu verschiedenen Themen im Zusammenhang mit LSBTI* im Sport statt. So werden zum Beispiel Workshops zur Entwicklung von Strukturen für queere Belange in Sportverbänden oder zur Organisation von Wettkampfstrukturen im Hinblick auf geschlechtliche Vielfalt angeboten. In Vorträgen werden u.a. verschiedene Modelle und Best Practice-Beispiele für die Vertretung queerer Sportvereine in Deutschland vorgestellt und diskutiert.

Die Tagung richtet sich an Vereine und Verbände des organisierten Sports einschließlich sämtlicher queerer Sportvereine aus Hamburg und Deutschland, Interessenvertretungen queerer Belange sowie Politik, Verwaltung und Wissenschaft.

Die BuNT 2019 wird organisiert von Startschuss e.V. zusammen mit der Behörde für Inneres und Sport Hamburg, der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hamburg, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), dem Hochschulsport Hamburg, dem Bundesverband Trans* (BVT*) sowie dem Sportverein Vorspiel SSL Berlin e. V. und wird unterstützt durch den Hamburger Sportbund (HSB) und die Hamburger Sportjugend.

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Pressestelle der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung