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Forschung in Hamburg Auf den Spuren der Wörter und ihrer wahren Bedeutung

Forschungsprojekt „Etymologika“ der Akademie der Wissenschaften in Hamburg startet

Ziel des geisteswissenschaftlichen Langzeitvorhabens mit einer Laufzeit von 18 Jahren ist die Erforschung der griechischen etymologischen Wörterbücher („Etymologika“), die zu den bedeutendsten Leistungen antiker und mittelalterlicher Wissensgeschichte in Europa zählen. Das Forschungsprojekt der Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit der Universität Hamburg ist eines von vier Vorhaben, die von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz im Dezember 2019 neu in das Akademienprogramm von Bund und Ländern aufgenommen wurden. Das Gesamtfördervolumen beträgt 6,8 Millionen Euro, die der Bund und das Sitzland Hamburg je zur Hälfte tragen.

Auf den Spuren der Wörter und ihrer wahren Bedeutung

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Ich freue mich, dass mit ‚Etymologika‘ ein weiteres Forschungsprojekt der Akademie der Wissenschaften in Hamburg in das bundesweite Akademienprogramm aufgenommen wurde und nun in Kooperation mit der Universität Hamburg startet. Das ist ein schöner Erfolg für die geisteswissenschaftliche Forschung in Hamburg und zeigt einmal mehr, dass die Akademie der Wissenschaften eine wichtige Partnerin für die Stärkung des Wissenschaftsstandortes ist. Den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gratuliere ich sehr herzlich!“

Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E.h. Edwin J. Kreuzer, Präsident der Akademie: „Wir freuen uns sehr, dass der Kooperationsvertrag mit der Universität Hamburg unterzeichnet ist und unser neues geisteswissenschaftliches Langzeitvorhaben seine Arbeit aufnehmen kann. Dieses Langzeitvorhaben ist ein wichtiger Meilenstein für die geisteswissenschaftliche Forschung in Hamburg und Norddeutschland und zeigt, dass die Akademie der Wissenschaften in Hamburg weiter wächst“

Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg: „Wir freuen uns sehr, dass es der Akademie der Wissenschaften und der Universität Hamburg ein weiteres Mal gelungen ist, die Mittel für ein großes Langzeitvorhaben in den Geisteswissenschaften einzuwerben. Ich gratuliere den erfolgreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.“

Über das Forschungsprojekt „Etymologika“

Das Projekt „Etymologika. Digitale Erschließung von Manuskriptproduktion, Nutzerkreisen und kulturellem Umfeld griechisch-byzantinischer Lexika bis in die Renaissance“ erforscht die griechischen etymologischen Wörterbücher. Diese Lexika wurden bis in die Renaissance und die frühe Neuzeit hinein produziert, genutzt und erweitert. Ihr Name bezieht sich auf die antiken philosophischen und grammatikalischen Auseinandersetzungen mit der Sprache auf der Suche nach dem étymon, d.h. der ‚wahren Bedeutung‘ und der Essenz eines Wortes. Das in den Etymologika gespeicherte Wissen ist ein wichtiger, bisher unzureichend erforschter Teil des literarischen und sprachwissenschaftlichen Erbes der griechischen Kultur. Im Vordergrund des Projekts steht die erste vollständige kritische Edition des wirkmächtigen „Etymologicum Gudianum“ (Ende des 10. Jh.) mit Übersetzung und Kommentierung. Geplant sind sowohl eine gedruckte Ausgabe als auch umfangreiche Online-Ressourcen, um die Arbeitsergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zugleich wird die reiche Produktion und Nutzung der Manuskripte mit ihren mehrschichtigen Text- und Bearbeitungsstufen detailliert untersucht werden: Dadurch wird es möglich, das kulturelle Umfeld ihrer Herstellung und Verbreitung sowie den Sitz im Leben der Manuskripte als Wissensträger und -vermittler zu bestimmen.

Das Langzeitforschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Brockmann, Leiter des Instituts für Griechische und Lateinische Philologie an der Universität Hamburg, ist im Rahmen des von Bund und Ländern finanzierten Akademienprogramms bewilligt worden. Das Programm dient der Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung des kulturellen Erbes. Es ist eines der größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland und wird von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert.

Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg

Der Akademie der Wissenschaften in Hamburg gehören herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen aus Norddeutschland an. Sie trägt dazu bei, die Zusammenarbeit zwischen Fächern, Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Institutionen zu intensivieren. Sie fördert Forschungen zu gesellschaftlich bedeutenden Zukunftsfragen und wissenschaftlichen Grundlagenproblemen und macht es sich zur besonderen Aufgabe, Impulse für den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu setzen. Die Grundausstattung der Akademie wird finanziert von der Freien und Hansestadt Hamburg. Präsident der Akademie ist Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E.h. Edwin J. Kreuzer. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg ist Mitglied in der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.

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Pressestelle der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung