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Ausbau Wissenschaftsstandort In Rotherbaum entsteht ein modernes Zentrum für Geistes- und Sozialwissenschaften

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Neugestaltung des Fernmeldeamts bietet exzellente Bedingungen für das Humanities Research Center der Universität, das GIGA und die ZBW

In der Schlüterstraße wurden heute das Nutzungskonzept und die Pläne für Umbau und Erweiterung des denkmalgeschützten Gebäudes vorgestellt: Im Herbst 2023 sollen hier das Humanities Research Center der Universität Hamburg, das GIGA German Institute of Global and Area Studies und die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft einziehen. Bis dahin wird das Bauwerk mit neugotischer Fassade auf seine historische Grundstruktur zurückgebaut, umfassend saniert und um Hofeinbauten und einen Neubauflügel an der Binderstraße ergänzt. Die Mietfläche beläuft sich auf etwa 52.000 m². Das Mietverhältnis zwischen der Stadt als Mieterin, vertreten durch die Sprinkenhof GmbH, und der Campus Schlüterstraße GmbH als Vermieterin soll am 1. Januar 2023 beginnen und 30 Jahre laufen. ​​​​​​​

Ehemaliges Fernmeldeamt in Rotherbaum wird Zentrum für Geistes- und Sozialwissenschaften

Historisches Bildmaterial und Visualisierungen der zukünftigen Gestaltung sind abrufbar unter: http://andreas-heller.de/pressemappe-cs/ 

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Die Anmietung des ehemaligen Fernmeldeamts ist ein spektakulärer Erfolg für den Wissenschaftsstandort Hamburg. Das imposante Gebäude im Herzen des Uni-Viertels wird künftig beste Bedingungen für exzellente Forschung und Lehre bieten und den Campus Von-Melle-Park weiterentwickeln. Noch kürzere Wege und gemeinsame Räumlichkeiten fördern den Austausch der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von universitären und außeruniversitären Einrichtungen. In Rotherbaum entsteht der geistes- und sozialwissenschaftliche Campus der Zukunft!“

Dr. Andreas Dressel, Finanz- und Bezirkssenator: „Die Anmietung des ehemaligen Fernmeldeamtes ist schon viele Jahre Thema – jetzt wird sie endlich Realität. Es ist ein wichtiger Mosaikstein unserer ambitionierten Immobilienstrategie für die Hochschulen, die wir in der letzten Woche gemeinsam vorgestellt haben. Wir investieren viel – auch an der Schlüterstraße –, um den schon im Schulbau bekannten Grundsatz ‚gute Räume für gute Bildung’ auch an allen Hochschulstandorten Wirklichkeit werden zu lassen. Wichtig ist uns dabei auch ein effizientes Immobilienmanagement – deshalb freuen wir uns, dass die Sprinkenhof das als unserer Partner realisiert. Gemeinsam mit allen Beteiligten haben wir für den historischen Gebäudekomplex an der Schlüterstraße damit eine langfristige und wirtschaftlich vertretbare Perspektive gefunden. Für den Wissenschaftsstandort Hamburg ist das ebenso wie für den Bezirk Eimsbüttel eine hervorragende Nachricht.“

Mit der strategischen Weiterentwicklung der Universität Hamburg steigt auch der Raumbedarf in den Fächern. Die Anmietung des ehemaligen Fernmeldeamtes ist Bestandteil der universitären Campusentwicklung und trägt dem Rechnung.

Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg: „Je enger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beieinander untergebracht sind, desto leichter und wahrscheinlicher wird die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre. Schon deshalb begrüßt die Universität Hamburg die Anmietung des ehemaligen Fernmeldeamts – ein langersehnter Wunsch, in besonderer Weise.“

Des Weiteren wird das GIGA von bisher zwei Standorten in Hamburg an einem räumlich zusammengeführt. Damit werden nicht nur alle Forschungsbereiche des Instituts, sondern auch Deutschlands größte außeruniversitäre Bibliothek für Regionalforschung und Vergleichende Regionalforschung – das GIGA Informationszentrum – in einem Gebäude untergebracht sein.

Prof. Dr. Amrita Narlikar, Präsidentin des GIGA: „Das Prestige der Immobilie und die gute Lage waren ausschlaggebend. Das GIGA hat das Angebot der Stadt gerne angenommen. Wir ziehen aus dem eleganten Geschäftsviertel an der Binnenalster in eine lebendige akademische Nachbarschaft. Wir bleiben weiterhin in Hamburg zentral verankert, haben durch Bahnhofsnähe ganz Deutschland vor der Tür und über unseren globalen Forschungsansatz sind wir stets mit der Welt verbunden.“

Synergieeffekte entstehen auch durch die räumliche Integration des ZBW-Bibliotheksmagazins aus Flintbek in das ehemalige Fernmeldeamt: Alle Bibliotheksbestandteile werden wieder an einem Ort zusammengeführt und der bisherige Bücheraustausch über längere Strecken entfällt.

Prof. Dr. Klaus Tochtermann, Direktor der ZBW: „Die ZBW als der Open-Science-Partner für die Wirtschaftsforschung und Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist dem internationalen und interdisziplinären Wissenstransfer verpflichtet. In dem Forschungshaus an der Schlüterstraße werden u.a. Studierende unsere moderne Wirtschaftsbibliothek nutzen, unsere Forscherteams werden auf internationalen Konferenzen ihre Ergebnisse präsentieren und wir werden in Kooperation mit Hamburger Partnern zu innovativen Wissenstransfer-Veranstaltungen einladen.“

Neben den positiven Auswirkungen des neuen Standorts für die wissenschaftlichen Einrichtungen ist die Zusammenführung ganz im Sinne des räumlichen Leitbilds Eimsbüttel 2040 und wird städtebaulich ausdrücklich begrüßt.

Kay Gätgens, Bezirksamtsleiter Eimsbüttel: „Seit 20 Jahren haben Politik und Verwaltung einvernehmlich  für die universitäre Nutzung des Fernmeldeamtes gekämpft – auch gegen andere Begehrlichkeiten zur Nutzung des Gebäudes. Das konsequente Handeln von Bezirksversammlung und Bezirksamt hat sich nun ausgezahlt: Der Campus wird weiter gestärkt. Insbesondere gewährleistet die Zentralisierung am Standort Von-Melle-Park wichtige Entwicklungsperspektiven für bereits vorhandene soziale und gewerbliche Infrastrukturen mit unmittelbaren universitären Bezug und stellt einen wichtigen Baustein zur Öffnung der Universität in den Stadtteil dar.“

Eigentümerin und Vermieterin des Fernmeldeamts ist die Campus Schlüterstraße GmbH, vertreten durch die Peakside Capital Advisors AG. Das Projektmanagement erfolgt durch die Marienburg Real Estate GmbH. Mit dem Umbau und der Erweiterung des Gebäudes wurde Andreas Heller Architects & Designers beauftragt.

Boris Schran, Geschäftsführender Gesellschafter der Peakside Capital Advisors AG: „Wir freuen uns sehr, als Investor mit der Entwicklung des Alten Fernmeldeamtes in engem Dialog mit dem Senat, dem Bezirk und der Universität einen modernen Raum für Forschung und Lehre schaffen zu können, der hervorragend zum Exzellenzanspruch und den Bedürfnissen des Hochschulstandorts Hamburg passt. Zugleich leistet die Revitalisierung des historisch bedeutsamen Baukörpers einen wichtigen Beitrag zu dessen Erhalt, wovon auch der Campus und die Quartiere im Umfeld der Schlüterstraße profitieren werden.“

 

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Pressestelle der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung