Spitzenforschung Drei Nachwuchswissenschaftler des UKE mit Dr. Martini-Preis 2020 ausgezeichnet

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Insgesamt 10.000 Euro für Forschungsarbeiten zum HI-Virus, zur Tumordiagnostik und zur Schlaganfallforschung

Drei Wissenschaftler*innen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben heute den Dr. Martini-Preis 2020 erhalten. Der erste Preis, verbunden mit einem Preisgeld von 4.000 Euro, geht an Dr. Angelique Hölzemer für ihre Erkenntnisse über molekulare Strategien des HI-Virus. Den zweiten Preis in Höhe von jeweils 3.000 Euro teilen sich Dr. Leonie Konczalla und PD Dr. Gabriel Broocks. Konczalla wird für ihre Arbeit zur erweiterten Tumordiagnostik geehrt. Brooks erhält die Auszeichnung für seine Schlaganfallforschung bei Patient*innen mit großen irreversiblen Hirnschäden. Das Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro wird von der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve gestiftet. Die Finanzierung des Preisgeldes wurde von Eva-Maria Greve für weitere fünf Jahre zugesagt.

Verleihung Dr. Martini-Preis 2020

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des UKE mit Dr. Martini-Preis 2020 ausgezeichnet

Dr. Eva Gümbel, Staatsrätin in der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Die drei Arbeiten, die mit dem diesjährigen Dr. Martini-Preis ausgezeichnet werden, liefern wichtige Beiträge zum Verständnis des HI-Virus, der Tumordiagnostik und der Behandlung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten. Die Preisträgerinnen und der Preisträger zeigen damit eindrucksvoll, wie die hervorragende klinische Forschung am UKE Krankheitsverständnis, Diagnostik und Therapie umfassend verbessern kann. Hierfür gebührt ihnen nicht nur die wohlverdiente Gratulation, sondern auch unser Dank für ihren herausragenden Einsatz!“

Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Vorsitzender des Kuratoriums der Dr. Martini-Stiftung und Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE: „Wir konnten uns in diesem Jahr über eine besonders hohe Anzahl erstklassiger Bewerbungen freuen. Die drei ausgezeichneten Arbeiten überzeugten uns in ganz besonderem Maße durch ihre wissenschaftliche Exzellenz und gleichzeitig klinische Relevanz. Dank der fortgesetzten großzügigen Unterstützung der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve ist der Preis, der Würde dieses ältesten Medizinpreises Deutschlands entsprechend, wieder mit 10.000 Euro sehr gut dotiert. Wir möchten der Spenderin Frau Eva-Maria Greve ausdrücklich dafür danken.“

Die ausgezeichneten Arbeiten im Überblick:

Wie das HI-Virus die Oberfläche seiner Wirtszellen verändert

Ein zentraler Mechanismus des humanen Immundefizienz-Virus (HIV) ist, die molekulare Oberfläche der infizierten Zellen so zu verändern, dass diese durch Immunzellen nicht mehr erkannt werden können. Die Arbeit von Dr. Angelique Hölzemer, die in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und dem Heinrich-Pette-Institut erstellt wurde, untersucht den zugrundeliegenden Mechanismus in Bezug auf das Oberflächenmolekül HLA-E und konnte ihn auf ein bestimmtes Virusprotein zurückführen. Ein besseres Verständnis der Wechselwirkungen könnte zukünftig helfen, neue immuntherapeutische Ansätze zur Behandlung einer HIV-Infektion zu finden.

Einschätzung der Tumorlast bei Speiseröhrenkrebs

Bildgebende Verfahren helfen vor Operationen, die Tumorgröße sowie den Tumorbefall einzelner Lymphknoten einzuschätzen, können aber kleinste Tumoraussaat noch nicht nachweisen. Die Studie von Dr. Leonie Konczalla analysiert erstmalig bei Patient*innen, die folglich der Standarddiagnostik als nicht-metastasiert gelten, den präoperativen Status zirkulierenden Tumorzellen im Blut sowie im Knochenmark. Ergänzend zur Standard-Tumorklassifikation ermöglicht die klinische Anwendung der sogenannten CTC-Bestimmung vor Operationen eine deutlich verbesserte und realistischere Risikoabschätzung für die Patient*innen, die auch in zukünftige Therapieentscheidungen einfließen kann.

Neue operative Behandlungsmöglichkeiten bei akutem Schlaganfall

Unter einer mechanischen Thrombektomie versteht man die operative Entfernung eines Blutgerinnsels (Thrombus) aus einem Blutgefäß. Die Studie von PD Dr. Gabriel Broocks ergab, dass die erfolgreiche Öffnung des verstopften Gefäßes für die Blutversorgung auch bei Patient*innen mit einem akuten Schlaganfall, die bereits große irreversibel geschädigte Gehirnbereiche aufweisen, zu einem verbesserten Therapieergebnis führt. Unter anderem verringern sich durch den Eingriff Wasseransammlung in den Gehirnzellen – eine gefürchtete Komplikation nach einem schweren Schlaganfall.

Über die Dr. Martini-Stiftung

Die Dr. Martini-Stiftung wurde 1880 von Freunden und Kollegen des im selben Jahr verstorbenen Chirurgen Dr. Erich Martini gegründet. Der Preis der Stiftung – Deutschlands ältester Medizinpreis – wird seit 1883 alljährlich am 12. Februar, dem Todestag Dr. Erich Martinis, an Hamburger Ärztinnen und Ärzte für die beste in Hamburg angefertigte Arbeit aus der klinischen Forschung verliehen. Das Preisgeld wird von der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve gestiftet. Die Dotierung von insgesamt 10.000 Euro verteilt sich in diesem Jahr auf einen ersten (4.000 Euro) und einen geteilten zweiten Platz (jeweils 3.000 Euro).

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