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Hochschullandschaft Hamburg Hamburg stärkt Akademisierung der Gesundheitsfachberufe

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Drei neue Studiengänge in Hebammenwissenschaft und Pflege starten

Zum Beginn des Wintersemesters an der HAW Hamburg laufen an der Hochschule und dem UKE drei neue Studiengänge im Gesundheitsbereich an: der kooperative Bachelorstudiengang Hebammenwissenschaft, der reformierte Bachelorstudiengang Pflege (beide dual) sowie der Masterstudiengang Pflege. Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank begrüßte die insgesamt 144 Studierenden im Rahmen einer Auftaktveranstaltung an der HAW Hamburg. Die Studiengänge werden am Department Pflege und Management der Hochschule durchgeführt; der kooperative Studiengang Hebammenwissenschaft wird hochschulübergreifend von HAW und der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf angeboten. Coronabedingt werden die Studiengänge im hybriden Format als Präsenz- und Onlineveranstaltungen stattfinden. ​​​​​​​

Hamburg stärkt Akademisierung der Gesundheitsfachberufe

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke: „Ich freue mich sehr, dass heute gleich drei neue Studiengänge in der Hebammenwissenschaft und Pflege in Hamburg starten. Hiermit werden zentrale Zweige unseres Gesundheitssystems nachhaltig gestärkt. Hebammen und Pflegekräfte leisten jeden Tag Unglaubliches – in der Betreuung von Patientinnen und Patienten und für unseren Gesundheitsstandort. Über eine wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig praxisorientierte Ausbildung schaffen wir die Basis für eine weitere Professionalisierung dieser vor allem von Frauen ausgeübten Berufe. Die Akademisierung der Gesundheitsfachberufe wollen wir als eines der führenden Bundesländer weiter voranzutreiben – für eine noch bessere Versorgung der Hamburgerinnen und Hamburger.“

Prof. Dr. Monika Bessenrodt-Weberpals, Vizepräsidentin für Studium und Lehre sowie Gleichstellung an der HAW Hamburg: „Die HAW Hamburg hat langjährige und umfangreiche Erfahrungen in der Akademisierung der Gesundheitsberufe. Mit der Etablierung der neuen Studiengänge leistet unsere Hochschule einen weiteren entscheidenden Beitrag für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Kindern, Frauen, Familien und pflegebedürftigen Menschen in Hamburg. Zugleich wird so der Wissenschaftsstandort Hamburg innovativ weiterentwickelt.“

Prof. Dr. Uta Gaidys, Leiterin des Departments Pflege und Management: „Unsere Professorinnen und Professoren sowie wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zum überwiegenden Teil selber Pflegende, Hebammen oder haben einen Therapieberuf. Zudem sind sie ausgewiesen forschungsstark und wissen daher, welche Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung jetzt und zukünftig bewältigt werden müssen und wie wir unsere Studierenden darauf vorbereiten.“

Hintergrund –  hochschulübergreifender Studiengang Hebammenwissenschaft

Die Überführung der Hebammenausbildung von Berufsfachschulen an die Hochschulen haben das Europäische Parlament und der Rat bereits im November 2013 für alle Mitgliedsstaaten verbindlich vorgegeben. Zur Umsetzung der EU-Richtlinie in deutsches Recht haben Bundesregierung und Bundesrat ein Gesetz zur Reform der Hebammenausbildung beschlossen, das die Einführung eines dualen Studiums und eine Vergütung für Studierende vorsieht. Damit soll die Hebammenausbildung sowohl wissenschaftlich fundiert weiterentwickelt werden als auch an Attraktivität gewinnen. Der neue Hamburger Studiengang wird gemeinsam von HAW Hamburg und UKE durchgeführt - diese hochschulübergreifende Kooperation ist bundesweit einmalig. Der praktische Teil der Ausbildung wird in hebammenkundlichen Organisationen, zum Beispiel Lehrkrankenhäusern oder Geburtshäusern, absolviert. Die wissenschaftliche Ausbildung findet an den Lernorten von HAW Hamburg und UKE statt. Die Kosten für den Regelbetrieb in Höhe von 3,75 Millionen Euro pro Jahr werden von der BWFGB übernommen.

Pflege-Studiengänge an der HAW

Mit dem Gesetz zur Reform der Pflegeberufe von 2017 wurde zudem die Grundlage für eine moderne und qualitativ hochwertige generalistische Ausbildung für die Pflege geschaffen. Das Gesetz sieht unter anderem neben der Reform der beruflichen Ausbildung an Pflegeschulen die Einführung eines Pflegestudiums an Hochschulen auf Bachelor-Niveau vor. Ziel ist eine weitere Erhöhung der Pflegequalität auf wissenschaftlicher Basis sowie die personelle Stärkung des Berufsbereichs. Mit Inkrafttreten des Gesetzes musste auch der an der HAW Hamburg seit 2006 angebotene duale Bachelor-Studiengang Pflege zu Beginn des Wintersemesters 2020/2021 reformiert werden (Kosten für den Regelbetrieb pro Jahr: 1,75 Millionen Euro). Im neuen Dual-Studiengang verbinden Praxismodule fachliche Schwerpunkte aus den vorangegangenen Semestern mit wechselnden Versorgungssettings. Absolventinnen und Absolventen erhalten mit dem Bachelor of Science die Berufszulassung als Pflegefachfrau/Pflegefachmann und können nun optional den auch berufsbegleitend angebotenen Masterstudiengang Pflege absolvieren.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.haw-hamburg.de/pflege-und-management/ sowie www.uke.de/studium-lehre/hebammenwissenschaft/index.html.

Rückfragen der Medien 
Pressestelle I Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke
Jon Mendrala, Pressesprecher
Telefon: 040 42863 2322 
E-Mail: jon.mendrala@bwfgb.hamburg.de
Internet: https://www.hamburg.de/bwfgb/
Twitter: hh_bwfgb I Instagram: hh_bwfgb


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