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Uni-Campus Bauprojekt Haus der Erde jetzt zukunftssicher aufgestellt

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Der Senat hat den Weg für eine Weiterführung und einen sicheren Abschluss des Bauprojekts „Haus der Erde“ freigemacht. Der Neubau, der als zentrale Lehr- und Forschungsstätte für die Geowissenschaften der Universität Hamburg an der Bundesstraße entsteht, war vor allem durch Planungsfehler am Projekt beteiligter Firmen in zeitlichen Verzug geraten. Mit einer vom Senat beschlossenen und an die Bürgerschaft übermittelten Drucksache erhalten BWFGB und der Realisierungsträger GMH | Gebäudemanagement Hamburg GmbH die finanzielle Sicherheit, das Bauprojekt bis 2024 abschließen zu können. Die Projektkosten erhöhen sich von ursprünglich 177 Millionen Euro auf nun 303 Millionen Euro. Gegen verschiedene Projektbeteiligte laufen – nachdem diesen gekündigt worden war – bereits Klagen, um eine Erstattung der entstandenen Schäden zu erreichen. Im Juli hatte das Landgericht Hamburg ein beklagtes Unternehmen bereits verurteilt, entstandene Schäden zu ersetzen.

Bauprojekt Haus der Erde jetzt zukunftssicher aufgestellt

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Es ist wichtig, dass die planerischen Versäumnisse aus der Anfangszeit des Projektes konsequent aufgearbeitet werden. Dazu gehört auch, gegen verantwortliche Firmen konsequent den Rechtsweg zu beschreiten und Entschädigung einzufordern. Gleichzeitig schaffen wir jetzt die notwendigen Voraussetzungen, um dieses für den Wissenschaftsstandort Hamburg so bedeutende Vorhaben endlich erfolgreich abzuschließen. An den Zielen und Maßgaben des Prinzips des kostenstabilen Bauens halten wir selbstverständlich fest - jetzt erst recht! Die hier gemachten und uns jetzt leider teuer zu stehen kommenden Fehler stammen ganz überwiegend aus einer Zeit, in denen wir bei öffentlichen Bauprojekten mit den Mieter-Vermieter-Modellen und dem Baukosten-Monitoring noch nicht so gut aufgestellt waren wie heute.“

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „In der Vergangenheit haben Planungsmängel und erhebliche Störungen im Bauablauf zu großen zeitlichen Verzögerungen geführt. Das haben wir erkannt und gehandelt. Die zusätzlichen Kosten sind inakzeptabel. Die betreffenden Firmen müssen sich dafür verantworten. Nun gilt es nach vorne zu schauen und die weiteren Bauarbeiten zügig abzuschließen. Mit dem neuen ‚Haus der Erde‘ erhalten Hamburg und die Universität ein exzellentes Forschungszentrum, das die Bereiche Klimaforschung und Geowissenschaften weiter voranbringen wird.“

Das Haus der Erde ist weitgehend errichtet. Während Büros und Räume für die Lehre im Bauteil Ost fast fertiggestellt sind, befinden sich die Labore im Bauteil West noch im Rohbauzustand. Ursache für die Verzögerungen sind wesentliche Planungsmängel in der Lüftungs- und Klimatechnik, deren komplexe Anforderungen erst zu einem sehr späten Zeitpunkt vollständig erkannt wurden. Insbesondere haben die ursprünglichen Planer unabdingbare Bedarfe der Forschungseinrichtungen an Lüftung und Kühlung unzureichend ermittelt und in die Planung einbezogen. Durch die nun erforderlichen Umplanungen entstehen Mehrkosten, die im Wesentlichen aus Verschiebungen und Verlängerungen von Leistungszeiträumen, planerischem und baulichem Mehraufwand, vorzeitig beendeten Vertragsbeziehungen, Bedienung von Kapitaldienst und Zinssicherungsgeschäft resultieren. Der Bauverzug zieht allerdings keine zusätzlichen Mietkosten nach sich, da die Mietzahlungen erst nach Bezug des Gebäudes fällig werden.

GMH hatte das Bauprojekt 2013 nach Beendigung der Entwurfsplanung als Realisierungsträger übernommen und mit dem Bau begonnen. Erst bei einer beauftragten Überprüfung durch ein Fachplanungsbüro wurden die Planungsmängel vollständig erkannt. Die besondere Herausforderung für Realisierungsträger, Planer und ausführende Unternehmen besteht darin, die erforderliche zusätzliche Lüftungs- und Klimatechnik in dem weitgehend fertiggestellten Gebäude nachzurüsten. Dafür ist unter anderem der Bau einer zusätzlichen Lüftungszentrale erforderlich.

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