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#CoronaHH Datenanalyse für die Pandemiebekämpfung

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Forschung des Hamburg Center for Health Economics (HCHE) unterstreicht Rolle der Wissenschaft bei Pandemiebekämpfung

Wie groß ist die Akzeptanz in der Bevölkerung für Abstands- und Hygieneregeln? Wie gewinnen Kritiker*innen der Corona-Maßnahmen oder so genannte Impfgegner*innen an Einfluss? Welche Bereiche des öffentlichen Lebens müssen heruntergefahren werden? Diese und andere Fragen haben die Wissenschaftler*innen des HCHE seit Beginn der Pandemie untersucht. Ihre wissenschaftlich fundierten Antworten liefern zugleich Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung. Denn obwohl sich immer mehr Menschen angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen um die eigene Gesundheit sorgen, nimmt der sorglose Umgang mit Präventionsmaßnahmen zu. Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank hat im Vorfeld des zehnjährigen Jubiläums das Forschungszentrum besucht und informierte sich über die neuesten Erkenntnisse im Kampf gegen Covid-19.

#CoronaHH: Forschung des Hamburg Center for Health Economics (HCHE) unterstreicht Rolle der Wissenschaft bei Pandemiebekämpfung

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Gerade in diesem Jahr wird es überdeutlich, welche Bedeutung Wissenschaft und Forschung für die gesamte Gesellschaft haben. Demonstrationen wie zuletzt in Leipzig offenbaren leider bei einigen Bürgerinnen und Bürgern ein verqueres Verständnis davon, in welcher ernsten infektionsepidemiologischen Lage wir uns gerade befinden. Wir alle können und müssen unseren Teil dazu beitragen, diese Pandemie gemeinsam zu bewältigen. Dafür hat jede und jeder Einzelne eine Mitverantwortung. Ich appelliere an alle Hamburgerinnen und Hamburger, dies zu beherzigen und bedanke mich umso mehr bei allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, wie hier am HCHE, dass sie der Politik valides Datenmaterial an die Hand geben, um die richtigen Entscheidungen in dieser Krisenzeit treffen zu können.“

Prof. Dr. Jonas Schreyögg, wissenschaftlicher Direktor Hamburg Center for Health Economics (HCHE) der Universität Hamburg: „In den letzten Monaten hat sich gezeigt, wie gut Politik und Wissenschaft im Sinne der Pandemiebewältigung zusammenarbeiten. Die Corona-Krise bietet somit auch die Chance, den Austausch zwischen Politik und Wissenschaft weiter zu intensivieren.“

Corona-Forschung am HCHE

Seit April untersuchen die Wissenschaftler*innen am HCHE, wie die Bevölkerung mit der Bedrohung durch das Corona-Virus umgeht und inwieweit sie politischen Entscheidungen folgt. Dazu werden alle zwei Monate über 7.000 Menschen in sieben europäischen Ländern befragt. Die Befragung ist repräsentativ und erfolgt in Kooperation mit Universitäten in Italien, Portugal und den Niederlanden und wird aus Exzellenzmitteln der Universität Hamburg gefördert. Die Ergebnisse der vierten Befragungswelle erscheinen in Kürze, weitere Informationen und die Ergebnisse der ersten drei Untersuchungszeiträume finden Sie hier.

Ein zweites aktuelles Forschungsprojekt beschäftigt sich mit Lockdown-Simulationen für Covid-19-Strategien der Politik. Die Wissenschaftler*innen untersuchen, wie künftige Maßnahmen bei steigenden Infektionszahlen gestaltet sein sollen, um Todesfälle und ferner auch wirtschaftliche Verluste minimieren zu können. In einem Forschungsprojekt wurden gezielte Lockdowns in Deutschland simuliert, bei denen die Infektions-, Krankenhauseinweisungs- und Sterblichkeitsraten zwischen den Altersgruppen variieren. Das Modell zeigt, wie eine passgenaue Politik für Deutschland aussehen könnte.

Hintergrund

Gegründet wurde das HCHE 2011, seitdem forschen am HCHE Wissenschaftler*innen aus Ökonomie und Medizin an Lösungen aktueller und künftiger Fragestellungen der Gesundheitsversorgung. Das Zentrum ist eine gemeinsame Forschungseinrichtung von Universität Hamburg und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Rund 80 Forschende arbeiten hier interdisziplinär zusammen. Damit zählt das HCHE zu den größten Zentren dieser Art in Europa. Neben der interdisziplinären Forschung verfolgt das HCHE diese Ziele: Wissenschaftliche Exzellenz mit nationaler und internationaler Sichtbarkeit, Ableitung von praktischen Implikationen für Politik und Entscheidungsträger sowie zukunftsorientierte Ausbildung - sowohl der Promovierenden als auch mit einem eigenen Masterstudiengang (Health Economics & Health Care Management).

 

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