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Hamburger Horizonte Europäisch sein: Bei den „Hamburger Horizonten“ diskutieren Wissenschaft und Gesellschaft über die Zukunft Europas

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Senatorin Katharina Fegebank eröffnet zweitägige Konferenzreihe

Corona-Pandemie, Klimawandel, Migrationsbewegungen, soziale Gerechtigkeit – die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen verlangen von Europa eine enge Zusammenarbeit. Zu beobachten sind jedoch immer mehr nationale Alleingänge. Wie können wir zur Einheit Europas zurückfinden und gleichzeitig Vielfalt bewahren? Was ist Europa jenseits der politischen und wirtschaftlichen Union? Was macht uns individuell, kollektiv, sozial und kulturell zu Europäer*innen oder in anderen Worten: Gibt es eine europäische Identität und wenn ja, wie sieht diese aus? Zur Diskussion dieser und weiterer Fragen veranstalten das Hamburg Institute for Advanced Study (HIAS) und die Körber-Stiftung bereits zum vierten Mal die „Hamburger Horizonte“ – diesmal unter dem Motto „Europäisch sein“. Die zweitägige Online-Veranstaltung wird heute von Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Prof. Dr. Frank Fehrenbach, Sprecher des Präsidiums des HIAS, eröffnet. Katarina Barley, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, hält die Keynote.

Europäisch sein: Bei den „Hamburger Horizonten“ diskutieren Wissenschaft und Gesellschaft über die Zukunft Europas

Livestream ab 19 Uhr unter www.hamburger-horizonte.de

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Europa ist ein großartiges Friedensprojekt, das derzeit vermehrt durch nationale Alleingänge und Blockaden vielerorts in Frage gestellt wird. Wir müssen daher die Zusammenarbeit zwischen Europäerinnen und Europäern weiter festigen und ausbauen. Nur so können wir unsere gemeinsame Zukunft in Europa lebenswert gestalten. Die ‚Hamburger Horizonte‘ leisten hierfür einen wichtigen Beitrag. Die Konferenz stärkt den kulturellen Austausch – eine zentrale Säule der europäischen Idee. Gemeinsam mit dem Hamburg Institute for Advanced Study und dessen Fellows ist die Konferenz auch in diesem Jahr ein Begegnungsort von Wissenschaft und Gesellschaft. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten zur Zukunft Europas, zur Rolle der Krise(n) und zur Bedeutung des eigenen Handelns ins Gespräch kommen. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist es eine so wichtige wie dringliche Aufgabe der Wissenschaft, den Dialog mit der Gesellschaft zu führen, um Fakten zu schaffen, Diskussionen zu versachlichen und über Entwicklungen aufzuklären.“

Prof. Dr. Frank Fehrenbach, Sprecher des Präsidiums des HIAS: „„Einheit in Vielfalt – der Leitspruch der Europäischen Union ist zugleich Beschreibung der europäischen Wirklichkeit und permanente Herausforderung. Angesichts seiner unterschiedlichen kulturellen Identitäten – Sprachen, Religionen, Geschichten – ist es immer wieder verblüffend zu sehen, wie stark auch das Gemeinsame, Verbindende zwischen den Menschen Europas, nicht nur der EU, ist. Diese gerade in den letzten Jahrzehnten immer stärkere Konvergenz ist die entscheidende Ressource des gemeinsamen Europas. Sie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss durch produktiven Streit und die Besinnung auf die geteilte Geschichte immer wieder erneuert werden. Ich freue mich, dass in diesem Jahr zwei der ersten HIAS-Fellows bei den Hamburger Horizonten vertreten sind, die ihren Teil zur wichtigen Debatte um das Europäisch-Sein beitragen."

Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zur Zukunft Europas

Auf welche Weise können wir überhaupt Europäerinnen und Europäer sein und wie viel Europa steckt in uns? Welche Rollen spielen Krisen dabei? Lassen sie uns näher zusammenrücken oder entfernen sie uns voneinander? Europäische Identität ist nicht etwa ein immer schon Gegebenes. Sie muss über Gemeinsames und Verbindendes sowie den produktiven Umgang mit Trennendem und die Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen hergestellt und mit Leben gefüllt werden, ohne dass es zur Nivellierung kultureller Unterschiede kommt. Das bedeutet allerdings, dass Europa seine Gestalt je nach Perspektive verändert. Gibt es also gar nicht „ein“ Europa?

Zwei Tage diskutieren hochkarätige Gäste darüber, was Europa ausmacht und wie es weitergeht. Zum Auftakt spricht die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Katarina Barley über ihre Version von „Europäisch sein“. Auf den Panels am Freitag diskutieren renommierte Gäste, unter anderem: Unternehmensberater und Autor Prinz Asfa-Wossen Asserate, Prof. Dr. Michael Diers von der HFBK Hamburg, Prof. Dr. Ulrike Guérot von der Donau-Universität Krems, Prof. Dr. Rahel Jaeggi von der Humboldt-Universität Berlin, Aydan Özoguz, MdB und Staatsministerin a.D. für Migration, Flüchtlinge und Integration und Prof. Dr. Kerstin Poehls von der Universität Hamburg. Die HIAS-Fellows Prof. Dr. Dr. Dietmar von der Pfordten und Dr. Sophia Prinz geben Einblicke in ihre Forschung.

Das gesamte Programm unter: https://hamburger-horizonte.de/#programm

Die „Hamburger Horizonte“ können in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausschließlich per Livestream verfolgt werden. Die Zuschauerinnen und Zuschauer haben die Möglichkeit, online Fragen zu stellen und Anmerkungen einzubringen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Mit den ‚Hamburger Horizonten‘ schaffen wir seit vier Jahren eine Plattform der Begegnung von Wissenschaft und Gesellschaft. In diesem Jahr sind diese Begegnungen rein virtuell – aber dennoch nicht weniger wertvoll“, sagt Tatjana König, Vorständin der Körber-Stiftung. „Die Frage ‚Wie geht es weiter mit Europa?‘ ist in den vergangenen Monaten insbesondere durch die Corona-Pandemie in den Hintergrund gerückt. Doch diese wichtige gesellschaftliche Debatte muss wieder mehr Raum erhalten. Wir laden dazu ein, das ‚Europäisch sein‘ aus ganz verschiedenen, auch ungewöhnlichen Perspektiven zu diskutieren.“

Über die Konferenzreihe „Hamburger Horizonte“

Die Konferenzreihe findet seit 2017 jährlich zu wechselnden Themen statt. Die Organisatoren verfolgen gemeinsam das Ziel, den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft über aktuelle, drängende Fragen mittels eines interdisziplinären Diskurses und offenen Dialoges mit dem Publikum zu fördern.

Livestream und Pressefotos

Den Livestream zur Veranstaltung finden Sie auf www.hamburger-horizonte.de. Dort finden Sie ebenfalls Portraitfotos der Sprecherinnen und Sprecher, eine digitale Pressemappe gibt es auf Anfrage.

Ansprechpartnerin:

Julia Seimel, Mann beißt Hund – Agentur für Kommunikation

Telefon 040/890 696-14

E-Mail: js@mann-beisst-hund.de



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