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Forschung Gesundheitsforschung: Neues Fraunhofer-Institut mit Hamburger Beteiligung

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Fraunhofer ScreeningPort in Hamburg ist Teil des Fraunhofer-Instituts für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP

Mit Beginn des Jahres hat das neue Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP seine Arbeit aufgenommen. Hauptaufgabe und Ziel des Fraunhofer ITMP mit Hauptsitz in Frankfurt am Main ist der Wissenstransfer aus der biomedizinischen Forschung. Der Forschungsstandort Hamburg ist über den Fraunhofer ScreeningPort mit seinen Kompetenzen in der pharmazeutischen Wirkstoffsuche und Medical Data Science in das neue Institut eingebunden. Ein Schwerpunkt an Hamburger Standort soll dabei die Nutzbarmachung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Infektionsforschung für die medizinische Praxis und Wirtschaft sein.

Gesundheitsforschung: Neues Fraunhofer-Institut mit Hamburger Beteiligung

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Die Gesundheitsforschung in ihrer ganzen Vielfalt spielt gerade im Zuge der Corona-Pandemie eine enorm wichtige Rolle. Umso bedeutender ist es, dass das Fraunhofer ITMP seine biomedizinische Grundlagenforschung nun als eigenständiges Institut vorantreibt. Ich freue mich, dass der Fraunhofer ScreeningPort mit seiner großen Expertise in der Wirkstoffforschung zur Innovationskraft des neuen Instituts beitragen kann. Gerade im Bereich der Infektionsforschung können die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus dem ScreeningPort eine wertvolle Grundlage für Medikamentenentwicklung und Behandlungsmöglichkeiten bilden, die auch über Corona hinaus vielen Patientinnen und Patienten zugutekommen kann. Hamburgs Ziel ist es daher, die Kompetenzen in der Infektionsforschung in Zukunft noch stärker zu bündeln und nachhaltig auszubauen. Den Einbezug dieses wichtigen Forschungsfelds im neuem Fraunhofer ITMP begrüße ich sehr und wünsche den Verantwortlichen viel Erfolg!“

Prof. Dr. Carsten Claussen, Standortleiter Hamburg des Fraunhofer ITMP: „Diese Institutsgründung ist ein weiterer Schritt, um die anwendungsorientierte Gesundheitsforschung in Hamburg auszubauen und eine effektive Biomedizin zu etablieren. Derzeit befindet sich eine unsere Substanzen in der zweiten klinischen Phase als Medikament gegen frühe Verläufe von COVID-19, was das Potential der Anwendungsorientierung und der Vernetzung in der Forschung aufzeigt.“

Im Jahr 2014 wurde der Hamburger Standort ScreeningPort in das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME integriert, um seine Kompetenzen im Bereich „Small Molecules“ und des „Drug Repurposings“ in die Arzneimittelentwicklung einzubringen und so die in Frankfurt am Main bereits vorhandene Wertschöpfungskette zu komplettieren. Aufgrund der erfolgreichen Entwicklungen der beiden Standorte wurde die gemeinsame Projektgruppe für Translationale Medizin und Pharmakologie TMP 2017 zu einem Institutsteil des Fraunhofer IME ausgebaut, der sich in den vergangenen Jahren zunehmend zu einem wichtigen Bestandteil der Fraunhofer-Gesundheitsforschung entwickelt hat.

Das Hauptaugenmerk der Forschungsarbeit am neuen Institut liegt auf der systematischen Verknüpfung zukunftsweisender Technologien im Rahmen eines so genannten Translationskreislaufs: Ausgehend von der Erkrankung des Patienten/der Patientin umspannt dieser die Abteilungen Drug Discovery, Präklinische und Klinische Forschung und soll zur Aufklärung von Krankheitsmechanismen und zur Erforschung neuer Wirkstoffe mit anschließender präklinischer und klinischer Validierung führen. Erkenntnisse aus der Patienten-/Patientinnenversorgung wiederum sollen unmittelbar für die Forschung nutzbar gemacht werden. Neben dem Fraunhofer ScreeningPort und dem Hauptsitz in Frankfurt am Main gehört ein Standort in Göttingen zum Fraunhofer ITMP. Hier liegt die Ausrichtung auf neuen diagnostischen und therapeutischen Lösungen bei Entzündungen des Nervengewebes.

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