Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Jubiläum 50 Jahre Forschung für den Frieden

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Senatsempfang zum Jubiläum des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg

Was macht die Welt unsicher und was sind umgekehrt die Bedingungen von Frieden? Dieser Frage geht das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg (IFSH) seit 50 Jahren nach. Die herausragenden Forschungsleistungen des Instituts wurden unter anderem von Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Staatsminister Niels Annen bei einem Empfang des Hamburger Senats gewürdigt. Das IFSH beleuchtet friedenspolitische Fragen europäischer und internationaler Sicherheit. Besonders im Fokus stehen hierbei die Bereiche Rüstungskontrolle und neue Technologien, Sicherheit in Europa und an den Außengrenzen, Gefahren für die innere Sicherheit/Extremismus, Auswirkungen des Klimawandels auf Krisen und Konflikte weltweit sowie Konfliktlösung auf lokaler Ebene.

IFSH

50 Jahre Forschung für den Frieden

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Das IFSH betreibt seit nunmehr 50 Jahren Friedensforschung auf internationalem Spitzenniveau. Diese innovative Strahlkraft ist eine große Bereicherung für unseren Wissenschaftsstandort. Sein interdisziplinärer Ansatz macht das Institut zu einem kompetenten Ansprechpartner zu aktuellen Entwicklungen in der Sicherheitspolitik – auch in der politischen Beratung. Mit seiner großen Expertise und vielfältigen Austausch- und Informationsangeboten leistet das IFSH gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Verständigung und Annäherung in unserer zunehmend gespaltenen Gesellschaft. Ich gratuliere dem IFSH herzlich zu seinem Jubiläum und wünsche Verantwortlichen und Mitarbeitenden alles Gute und weiterhin viel Erfolg für die Zukunft!“

Niels Annen, Staatsminister im Auswärtigen Amt und Mitglied des Deutschen Bundestages: „Das IFSH analysiert Herausforderungen für den internationalen Frieden und die Sicherheit und diskutiert Lösungen gemeinsam mit der Politik. Damit leistet es einen wertvollen Beitrag zu unserem Verfassungsauftrag: ‚dem Frieden in der Welt zu dienen‘.“

Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg: „Bereits seit der Gründung des IFSH vor 50 Jahren besteht eine intensive Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg. Zahlreiche gemeinsame Forschungsaktivitäten verbinden das ,An-Institut‘ mit der Universität Hamburg – unter anderem auch im Rahmen einer Beteiligung des IFSH am Klima-Exzellenzcluster CLICCS. Aber die Zusammenarbeit ist nicht auf Forschung beschränkt: Seit 2002 gibt es auch den gemeinsamen Master-Studiengang ,Peace and Security Studies‘, der sich in besonderem Maße durch die Interdisziplinarität des Lehrangebots und die Internationalität der Studierenden auszeichnet. Ich wünsche dem IFSH als einem so wichtigen Partner unserer Universität von Herzen alles Gute für dieses Jubiläumsjahr und natürlich auch weit darüber hinaus!“

Dr. Ursula Schröder, Wissenschaftliche Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg: „50 Jahre IFSH – das heißt 50 Jahre Friedensforschung made in Hamburg. Unsere Institutsgeschichte ist auch eine Geschichte des kontinuierlichen Engagements der Freien und Hansestadt Hamburg für dieses Forschungsfeld. Wir bedanken uns für das Vertrauen in unsere Arbeit und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit an zentralen Zukunftsthemen unserer Zeit.“ 

Das IFSH – 50 Jahre Friedensforschung  

Das IFSH wurde am 11. Juni 1971 auf Anregung des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Hamburger Philosophieprofessors Carl Friedrich von Weizsäcker an der Universität Hamburg gegründet. Erster Institutsdirektor war Generalleutnant a.D. Wolf Graf von Baudissin; ihm folgte unter anderem Egon Bahr, Minister a.D. und „Architekt der Ostpolitik“ nach. 1989 fand am IFSH mit dem „Hamburger Generalstreffen“ das erste direkte

Zusammentreffen von Militärs der BRD und DDR statt. 1992 besuchte Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow das IFSH. Das 2000 gegründete Zentrum für OSZE-Forschung (CORE) am IFSH ist eine weltweit einzigartige Forschungsstelle, die die Arbeit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wissenschaftlich auswertet und begleitet.

Zusammen mit der Universität Hamburg hat das IFSH zudem den postgradualen und interdisziplinären Studiengang Master of Peace and Security Studies aufgesetzt – als deutschlandweit erstes Institut. 2019 hat das IFSH vom Auswärtigen Amt den Zuschlag für das Forschungs- und Transferprojekt Rüstungskontrolle und Neue Technologien erhalten. Darin werden friedens- und sicherheitspolitische Risiken neuer Technologien (u.a. Drohnen, Künstliche Intelligenz, Robotik) und deren Einhegung durch Rüstungskontrolle und Abrüstung erforscht. Hamburg wird damit europaweit zu einem der bedeutendsten wissenschaftlichen Kompetenzzentren für Rüstungskontrolle und neue Technologien.

Das Institut ist eine rechtlich selbstständige Einrichtung an der Universität Hamburg (An-Institut) und mit rund 60 Mitarbeitenden an insgesamt drei Standorten in Hamburg und Berlin vertreten – mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus unterschiedlichen Fachgebieten der Sozial- und Naturwissenschaften von Politikwissenschaft bis Informatik. Das Institut arbeitet eng mit der Universität Hamburg sowie mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen in der Metropolregion Hamburg und im In- und Ausland zusammen.

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch