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Wissenstransfer Innovationsaufruf an die Hamburger Hochschullandschaft

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6. Förderrunde des Förderprogramms „Calls for Transfer“ verhilft wissenschaftlichen Projektideen zur Anschubfinanzierung

Innerhalb der Hamburger Hochschullandschaft schlummern viele Ideen, deren Realisierung allerdings manchmal bereits in den ersten Planungsschritten unerreichbar erscheinen. Meist ist es vor allem passende Finanzierung, die den Forscherteams fehlt. Projektideen, selbst mit kleinerem Umfang, bleiben dann in den Schubladen der Wissenschaftler:innen liegen. Doch gerade auch die kleineren Ideen und Innovationsgedanken können Neues schaffen, weshalb das Förderprogramm „Calls for Transfer“ (C4T) eben jenen ‚Schubladenprojekten‘ zum initialen Start verhilft. Die Bewerbungsphase für die sechste Runde von C4T läuft derzeit und endet am 31. Oktober 2021. 

6. Förderrunde des Förderprogramms „Calls for Transfer“ verhilft wissenschaftlichen Projektideen zur Anschubfinanzierung

Antragsberechtigt sind alle Wissenschaftler:innen der staatlichen Hamburger Hochschulen, die Projekte mit einer Laufzeit von zwölf Monaten verwirklichen wollen. Für diese Zeit wird das Projekt mit 30.000 Euro gefördert, wobei die Fördersumme formal flexibel einsetzbar ist, sodass die Projektvorhaben umsetzungsorientiert vorangetrieben werden können. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass die Antragsteller:innen während der gesamten Projektlaufzeit über ein Beschäftigungsverhältnis an einer staatlichen Hochschule Hamburgs verfügt.

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Der Ideen-, Wissens- und Technologietransfer ist neben Forschung und Lehre eine wichtige Aufgabe der Hochschulen in Hamburg und bedeutender Treiber für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Förderprogramme wie ‚Calls for Transfer‘ leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass neue Gründungsideen und technologische Neuerungen den Weg aus den Hochschulen in die Wirtschaft finden. Der Erfolg zeigt zudem einmal mehr die Bedeutung der Wissenschaft für unsere Stadt: Sie sorgt für Fortschritt, Innovationen und Investitionen. Alleine in den vergangenen Jahren konnten aus einer Fördersumme von rund 360.000 Euro des Senats 2,4 Millionen Euro Drittmittel eingeworben werden. Das ist ein großer Erfolg für den Wissenschaftsstandort Hamburg und zeigt die enorme Kreativität junge Wissenschaftler:innen. Ich kann daher nur alle jungen Forschenden ermutigen, sich mit ihren Projekten zur neuen Förderrunde zu bewerben.

Calls for Transfer (C4T)

Das im Juni 2018 im Rahmen des neuen Förderprogramms für Technologietransfer und Innovationen an Hochschulen gestartete Projekt „Calls for Transfer“ (C4T) in Trägerschaft der Technischen Universität Hamburg (TUHH) unterstützt Wissenschaftler:innen, deren Forschungsergebnisse unsere Gesellschaft von morgen mitgestalten. Das durch die Wissenschaftsbehörde finanzierte Programm verfolgt dabei das Ziel, transferrelevante Ideen sowie wirtschaftswirksame Konzepte aus der Forschung nachhaltig zu stärken: Mithilfe dieses Formats werden transferrelevante Projekte aller staatlichen Hamburger Hochschulen unterstützt und weiterentwickelt, um kreativen Lösungen einen direkten Weg in die praktische Anwendung zu ebnen. Zweimal im Jahr haben Hamburger Wissenschaftler:innen in themenoffenen Calls die Möglichkeit, in einem unbürokratischen Verfahren Fördermittel für ihre kreativen Transferideen zu beantragen, deren Weiterentwicklung ohne diese Förderung häufig nicht möglich wäre. Den Forschenden steht dabei Hamburg Innovation (HI) als Projektkoordinatorin zur Seite, die als Schnittstellen-Managerin zwischen Wissenschaft und Wirtschaft nicht nur alle Herausforderungen des Wissens- und Technologietransfers meistert, sondern zugleich unterschiedliche Partner:innen vernetzt.

Alle ausgewählten Projekte – ob z. B. Kunststoffrecycling, medizinische Bildgebungsverfahren, oder klimaneutrale Alternativkraftstoffe – forschen an Lösungen zu komplexen Themen, die gegenwärtig oder in Zukunft unsere Gesellschaft verändern werden.

C4T unterstützt Anträge für den Wissens- und Technologietransfer, es steht also nicht die wissenschaftliche Disziplin im Vordergrund, sondern der wahrscheinliche Wirkungsgrad der Idee. Es geht darum, Projekten zum Start zu verhelfen, die reale Chancen haben, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft voranzubringen. Dementsprechend wurden in den vorigen Förderrunden sowohl die Entwicklung von Demonstratoren gefördert, als auch wissensbasierte Gründungen oder die Umsetzung künstlerischer Konzepte.

Das Fördergremium prüft jeden Antrag nicht nur auf Verwertungs- und Weiterfinanzierungswahrscheinlichkeiten, sondern auch auf die Innovationshöhe. 

  • Wie neu ist die Idee wirklich? 
  • Wie hoch ist das technologische oder kreative Potenzial? 
  • Welche Möglichkeiten resultieren aus dem Projekt?

Da echtes Transferpotenzial oftmals durch einen Mix verschiedener Kompetenzen und Perspektiven gewonnen wird, setzt das Förderprogramm unter anderem auf Kooperationen: Ob interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, direkte Kooperation von Unternehmen und Forschenden oder die Einbindung der Kreativwirtschaft – gemeinsam lässt sich mehr erreichen.
Alle Fragen zum Förderprogramm werden unter anderem auch in einer FAQ-Liste beantwortet unter www.hamburginnovation.de/projekte/calls-for-transfer/.
Mithilfe von „Calls for Transfer“ konnten bereits zahlreiche Ideen aus allen Bereichen realisiert werden. Einige Beispiele: 

  • ein Start-up mit Potenzial die Plastikindustrie zu revolutionieren, 
  • die Erfindung eines neuartigen Sensorverfahrens, das das Leben von Diabeteserkrankten oder Betroffenen von Niereninsuffizienz retten kann,
  • eine App zur Genesungshilfe, die Menschen in Therapie begleitet und zur Steigerung ihres Selbstwerts beiträgt, 
  • die Entwicklung einer Software in Zusammenarbeit mit einem Verlagshaus, durch die Journalist:innen eine neue Möglichkeit der Auswertung sehr großer und unübersichtlicher Datenmengen gewinnen

Darüber hinaus gab es Veranstaltungen in der Kreativbranche zum Thema Sprachassistenz, ein Stipendium fürs Nichtstun, dessen zugehörige Ausstellungen in Zeiten der Pandemie per App besucht werden konnten oder auch zum neuartigen Einsatz von Strahlungszeiten im DESY.
Die Themenoffenheit von „Calls for Transfer“ führt zu vielen guten Lösungen, die mit einer kleinen Idee gestartet sind und nun einen echten Unterschied bewirken – nicht selten mit dem Potenzial, richtig groß zu werden.

„Calls for Transfer“ wird von der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke (BWFGB) der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert und befindet sich in Trägerschaft der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Das Projekt wird von Hamburg Innovation aktiv umgesetzt und koordiniert, wobei das Gremium unabhängig entscheidet.

Hamburg Innovation

Die Hamburg Innovation GmbH ist eine privatwirtschaftlich organisierte Wissens- und Technologie-Transfereinrichtung der staatlichen Hamburger Hochschulen. An der Schnittstelle zwischen Hochschulen, Unternehmen und öffentlicher Hand ist das Team mit dem Ziel aktiv, unternehmerisches und wissenschaftliches Potenzial gewinnbringend zu vernetzen und nachhaltig Werte für Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen.





 


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