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Wissenschaft Hamburger Wissenschaftler gewinnen Norddeutschen Wissenschaftspreis

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Projekt der Technischen Universität Hamburg mit 150.000 Euro ausgezeichnet

In Hamburg ist heute der Norddeutsche Wissenschaftspreis 2022 verliehen worden – zum zweiten Mal in Folge ist ein Verbundprojekt aus Hamburg unter den Gewinnern. Der mit 150.000 Euro dotierte erste Preis geht an das Verbundprojekt „CIMMS“ der Technischen Universität Hamburg. Das Projekt vernetzt in einem bundesweit einzigartigen Forschungsansatz die überregionale Forschung im Bereich Materialwissenschaft: Wissenschaftler:innen der Technischen Universität Hamburg (TUHH), der Universität Hamburg (UHH), des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY) und des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) forschen hier zusammen. Den zweiten Preis über 100.000 Euro erhält das Verbundprojekt „Homeo-Hirn“ der Technischen Universität Braunschweig. Kooperationspartner sind das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig, das Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Lübeck (UKSH). Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre von der Norddeutschen Wissenschaftsministerkonferenz (NWMK) vergeben.

Beim Norddeutschen Wissenschaftspreis 2022 steht Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank zusammen mit den Preisträgern Prof. Schneider und Prof. Korte

Hamburger Wissenschaftler gewinnen Norddeutschen Wissenschaftspreis

CIMMS steht für „Center for Integrated Multiscale Materials Systems“. Hier arbeiten Wissenschaftler:innen aus der Materialwissenschaft eng zusammen und kooperieren bei Forschungsvorhaben – auch über die Grenzen der eigenen Forschungseinrichtungen hinweg. Die Metropolregion Hamburg verfügt über vier starke Institutionen in der Materialforschung. Deren Kompetenzen werden bei CIMMS gebündelt und zusammengeführt. Ziel des CIMMS ist die Herstellung einer neuartigen Materialbasis mittels 3D-Druck, um kostengünstigere und langlebigere Produkte mit neuartigen Funktionen zu entwickeln. Das Projekt ist ein sogenanntes HamburgX-Projekt und wird von der Wissenschaftsbehörde (BWFGB) in den Jahren 2020 bis 2024 mit insgesamt vier Millionen Euro gefördert. Bei HamburgX-Projekten handelt es sich im Rahmen der Landesforschungsförderung um kooperativ angelegte Großforschungsprojekte, die viele Einrichtungen und Partner:innen involvieren und auch Anknüpfungspunkte an Wirtschaft und Industrie bieten.

Das menschliche Gehirn besteht aus 83 Milliarden Nerven- und ebenso vielen Gliazellen. Fein abgestimmte Stoffwechselvorgänge halten diese im Gleichgewicht, der sogenannten metabolischen Homöostase. Im Verbundprojekt „Homeo-Hirn: Neuronale Kompartimente im Zusammenspiel von Krankheit und Gesundheit“ werden neue und präzise Techniken entwickelt, um die metabolische Homöostase der Gehirnzellen im Alter und bei Krankheit zu untersuchen. Die Zusammenarbeit von Technikwissenschaften und biomedizinischer Forschung soll dazu beitragen Krankheitsprozesse im Gehirn besser zu verstehen und dadurch eine gezielte Ursachenforschung von neurologischen Krankheiten zu ermöglichen.

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Heute erleben wir ein richtiges Heimspiel für die Wissenschaft! Ich freue mich sehr, dass wir den Norddeutschen Wissenschaftspreis heute in Hamburg an zwei tolle Projekte überreichen, eines davon aus Hamburg. Beide Preisträgerprojekte zeigen eindrucksvoll, wie sehr wissenschaftliches Arbeiten davon profitieren kann, wenn sich die klügsten Köpfe zusammentun – und das über die Grenzen von Fachbereich und Institution hinweg. Jetzt gilt es, genau diese innovativen Kooperationsmodelle im Norddeutschen Raum noch weiter zu stärken und auszubauen. Ich gratuliere Prof. Schneider und Prof. Korte sowie ihren Teams zu diesem verdienten Erfolg. Vielen Dank an alle beteiligten Wissenschaftler:innen und Einrichtungen für ihr Engagement!“

Der Norddeutsche Wissenschaftspreis

Der Norddeutsche Wissenschaftspreis wurde 2012 eingerichtet und prämiert länderübergreifende Kooperationen in der Wissenschaft, die sich durch wissenschaftliche Exzellenz auszeichnen und durch ihren Erfolg einen Beitrag zur Stärkung und Wettbewerbsfähigkeit norddeutscher wissenschaftlicher Netzwerke leisten. Mit der Auszeichnung würdigt die Norddeutsche Wissenschaftsministerkonferenz (NWMK) herausragende wissenschaftliche Projekte, an denen Wissenschaftler:innen aus mindestens zwei norddeutschen Bundesländern beteiligt sind. Die Wissenschaftsministerien der norddeutschen Länder Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sind die Stifter des Preises. Hamburg richtet den Norddeutschen Wissenschaftspreis im Jahr 2022 im Rahmen des Vorsitzes in der NWMK aus. Das Auswahlverfahren wird im Auftrag der Norddeutschen Länder durch die Geschäftsstelle der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen koordiniert.

Im Jahr 2022 wird der mit insgesamt 250.000 Euro dotierte Preis für norddeutsche Kooperationen im Bereich Ingenieurwissenschaften vergeben. Als Wettbewerbsbeiträge kommen Kooperationsprojekte aus allen Gebieten der Ingenieurwissenschaften – wie z.B. Produktionstechnik, Mechanik, Verfahrens- oder Werkstofftechnik, Materialwissenschaft, Informatik, Bauwesen oder Architektur – in Frage.

Weitere Infos zum Norddeutschen Wissenschaftspreis: https://norddeutscher-wissenschaftspreis.de/

Rückfragen der Medien

Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke

Silvie Wemper, Pressesprecherin

E-Mail: pressestelle@bwfgb.hamburg.de

Internet: https://www.hamburg.de/bwfgb/

Twitter: hh_bwfgb I Instagram: hh_bwfgb

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