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Innovationen Startschuss für 15 neue Transferprojekte aus Wissenschaft und Forschung

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Das Förderprogramm „Calls for Transfer“ unterstützt zum achten Mal Innovationen aus Hamburger Hochschulen

Um den Ideen-, Wissens- und Technologietransfer in Hamburg zu stärken, befähigt das Förderprogramm „Calls for Transfer“ (C4T) Projektideen von Wissenschaftler:innen der staatlichen Hochschulen Hamburgs zum initialen ‚Sprung‘ aus der Theorie in die Praxis. Mit dem Programm werden Innovationsgedanken aus allen wissenschaftlichen Disziplinen unterstützt, deren Realisierung ohne passende Finanzierung scheitern würde. Nun tagte bereits zum achten Mal das unabhängige Gutachtenden-Gremium der Förderlinie: 15 Projektideen aus insgesamt 40 eingereichten Anträgen wurden hierbei bewilligt und können Anfang Februar 2023 starten, um neue Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft auszuloten und praktisch umzusetzen.

15 neue Transferprojekte aus Wissenschaft und Forschung

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Mit unserer Förderlinie Calls for Transfer stärken wir seit 2018 gezielt den Sprung von der Theorie in die Praxis. Wir unterstützen Forscher:innen dabei, Ideen und Wissen von der Hochschule in die Anwendung zu bringen – ob in Wirtschaft, Industrie, Gesellschaft oder Kultur. Vor allem Krisenzeiten zeigen uns, wie wichtig Innovationen sind: Die Fähigkeit umzudenken, neue Themen mutig zu erforschen und Lösungen für unvorhersehbare Fragestellungen zu finden, ist wichtig für Hamburgs Zukunft. Der Erfolg der C4T-Projekte zeigt die Bedeutung der Wissenschaft für unsere Stadt: Wissenschaft sorgt für Fortschritt, Innovationen und Investitionen. Ich freue mich auf die vielen neuen Ideen der Forscher:innen und danke Hamburg Innovation und allen Beteiligten für die spannenden Impulse!“

Oftmals bleiben zukunftsträchtige Ideen, Erfindungen und kleinere Forschungsvorhaben aufgrund fehlender finanzieller Mittel in den Schubladen vieler Wissenschaftler:innen liegen. Dabei beherbergen auch kleinere Ideen die Chance, Neues zu ermöglichen und damit Zukunft mitzugestalten: Aus diesem Grund finanziert das Programm „Calls for Transfer“ (C4T) zwei Mal im Jahr Projektvorhaben mit einer Fördersumme von 30.000 Euro, die formal flexibel einsetzbar ist. Durch die Anschubfinanzierung können Forschende aller wissenschaftlichen Disziplinen der staatlichen Hochschulen Hamburgs im Zeitraum von 12 Monaten ihre Ideen praktisch umsetzen.

Über 100 Erfolgsgeschichten: Calls for Transfer (C4T) schiebt Innovationsprojekte an

Seit 2018 wurden bereits über 100 Projektideen durch das Förderprogramm ermöglicht, die neben neuen Patenten, Unternehmenskooperationen und Ausgründungen auch soziokulturelle Projekte und künstlerische Ausstellungen erfolgreich umsetzten. Bei ihrer Auswahl konzentrieren sich die Expert:innen des Gremiums von C4T auf Projektanträge, die nicht nur durch neuartige Ideen und Konzepte überzeugen, sondern insbesondere durch ihren anwendungsorientierten Ansatz: Bewilligt werden Projekte, die das Potenzial aufweisen, innerhalb von Wirtschaft, Politik oder Gesellschaft Neues zu verwirklichen oder durch interdisziplinäre Kooperationen echte Veränderungen zu bewirken.

In der aktuellen Ausschreibungsrunde bewertete das 9-köpfige Gremium, das sich aus Expert:innen verschiedener Disziplinen zusammensetzt, die eingegangenen 40 Anträge hinsichtlich ihrer Innovationshöhe, des Transferpotenzials sowie hinsichtlich der gesellschaftlichen Relevanz des Vorhabens: Hierbei überzeugten 15 Projektideen das Gremium durch ihren innovativen Ansatz und den möglichen Impact auf Wirtschaft und/oder Gesellschaft.

Von Erneuerbaren Energien über Erziehungswissenschaft bis hin zu Weltreligionen:
Auch der achte Call fördert die Themenvielfalt in der Hamburger Wissenschaft

Auch die achte Runde „Calls for Transfer“ beleuchtet die Vielfalt von Innovationen aus der Hamburger Hochschullandschaft und es wurden insgesamt 443.350 Euro bewilligt. Während sich Ideen und Konzepte von Forschenden aus den technologischen Disziplinen vorrangig auf neue Lösungen für Emissionsfreiheit, Klimaschutz und die akute Energiekrise fokussieren, konzentrieren sich die bewilligten Konzepte von Wissenschaftler:innen aus nicht-technologischen Disziplinen auf die nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation verschiedener Gruppen unserer Gesellschaft. Hierzu zählt einerseits ein Podcast, der die psychische Gesundheit geflüchteter Frauen aus der Ukraine verbessern soll. Oder die Bedarfsanalyse einer App, die die kulturelle Integration von Menschen in Senioreneinrichtungen unterstützen soll, indem durch leicht zugängliche Konzertbibliotheken Senior:innen die Teilhabe an Kunst und Kultur ermöglich wird. Andererseits wird unsere Gesellschaft als Summe verschiedener Glaubensrichtungen und säkulärer Weltanschauung beforscht: Um den Zusammenhalt in unserer pluralen Gesellschaft zu stärken, beschäftigt sich ein C4T-Projekt im kommenden Jahr intensiv mit der Frage, wie von verschiedenen Religionen geprägte Gemeinden zu einer interreligiösen Gemeinschaft zusammenwachsen können – einer Gemeinschaft, die durch einen gesellschaftlichen Konsens zur Lösung sozialer Probleme befähigt werden soll.

Neben smarten Sauggreifern, Energiegewinnung aus Fließgewässern, hochdruckdichten Bewegungseinheiten für Profilreaktoren oder der späteren Umrüstung von LNG-Terminals konzentrieren sich Forschende bei „Calls for Transfer“ auch auf neue Perspektiven der Digitalisierung – von Künstlicher Intelligenz, die komplizierte Verträge quantifiziert, über Barrierefreiheit durch leichte Sprache, die ebenfalls von KI generiert wird, bis hin zur frühzeitigen Erkennung von Rechenschwächen bei gebärdensprachigen Kindern durch digitale Anwendungen. Innerhalb des achten Calls nutzen Forschende aus Hamburg digitale Innovationen vorrangig zum Abbau von Barrieren und tragen dadurch ebenfalls zu einer Stärkung unserer zukünftigen Gesellschaft bei.

Nicht zuletzt verdeutlicht der achte Call die Wirkmacht interdisziplinärer Zusammenarbeit: Die Zusammenführung von Nanotechnologie und Medizin ermöglicht die Entwicklung bahnbrechender Implantate, die zur Krebsdiagnostik beitragen könnten oder auch durch Gehirn-Maschine-Schnittstellen Krankheiten wie Epilepsie, Depressionen oder Parkinson den Kampf ansagen. Angesichts dieser Erfindungen wird deutlich: Unsere mögliche Zukunft gestalten wir schon heute.

Im Frühjahr 2023 öffnet der neunte Call

Insgesamt fördert die BWFGB innerhalb der zweiten Förderperiode des Programms die ausgewählten Projekte mit über 2 Millionen Euro, um die Metropolregion Hamburg durch neue Kooperationen, Technologien und kreative Konzepte, die in Wirtschaft und Gesellschaft hineinwirken, zu unterstützen. Während die nun bewilligten Projekte im Februar des neuen Jahres beginnen können, steht bereits der neunte Call des Förderprogramm in den Startlöchern: Im kommenden März können sich erneut Forschende aller Hamburger Hochschulen auf die Fördersumme zur Initialzündung ihrer Ideen bewerben.

„Calls for Transfer“ wird von der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke (BWFGB) der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert und befindet sich in Trägerschaft der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Das Projekt wird von Hamburg Innovation aktiv umgesetzt und koordiniert, wobei das Gremium unabhängig entscheidet.

Hamburg Innovation

Die Hamburg Innovation GmbH ist eine privatwirtschaftlich organisierte Wissens- und Technologie-Transfereinrichtung der staatlichen Hamburger Hochschulen. An der Schnittstelle zwischen Hochschulen, Unternehmen und öffentlicher Hand ist das Team mit dem Ziel aktiv, unternehmerisches und wissenschaftliches Potenzial gewinnbringend zu vernetzen und nachhaltig Werte für Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen.

 

Rückfragen der Medien

 

Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke

Silvie Wemper, Pressestelle

E-Mail: pressestelle@bwfgb.hamburg.de

Internet: www.hamburg.de/bwfgb

Twitter: hh_bwfgb I Instagram: hh_bwfgb

 

Hamburg Innovation GmbH

Calls for Transfer:

Mareike Post, Projektleiterin

Telefon: +49 40 76629-3153

E-Mail: post@hamburginnovation.de

 

Mehr Informationen zu „Calls for Transfer“:

https://hamburginnovation.de/c4t/

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