Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Forschung Stärkung der Forschungszusammenarbeit zwischen Hamburg und Skandinavien

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Lebenswissenschaften: EU-Forschungsverbund „HALRIC“ startet

Die Europäische Union fördert die Zusammenarbeit der deutschen und skandinavischen Forschung im Life-Science-Bereich mit circa 11 Millionen Euro. Dem Forschungsverbund „HALRIC“ („Hanseatic Life Science Research Infrastructure Consortium“) gehören Universitäten, Kliniken, Forschungseinrichtungen, Wirtschaftscluster und Regionalregierungen aus Deutschland, Schweden, Dänemark und Norwegen an, darunter unter anderem die Universität Hamburg, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und DESY.

EU-Forschungsverbund „HALRIC“ startet

Katharina Fegebank, Wissenschaftssenatorin: „In diesen turbulenten Zeiten ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung von größter Bedeutung und ein starkes Signal. Ich freue mich, dass wir unsere enge transnationale Zusammenarbeit zwischen der Metropolregion Hamburg, dem Großraum Kopenhagen und Skåne fortsetzen können. Das Projekt wird innovative Forschungsprojekte zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Industrie fördern. Außerdem wird es ein strategisches Forum für innovative Ideen und Entwicklungen im Bereich der Lebenswissenschaften weiter vorantreiben und das Ökosystem der Wissenschaft stärken. Da sich die Forschungsinfrastrukturen gegenseitig ergänzen, wird uns diese Zusammenarbeit dabei helfen, die Region weiter als weltweit führend für Lebenswissenschaften zu positionieren.“

Univ.-Prof. Dr. Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg: „HALRIC ist ein gemeinschaftlicher Erfolg für die Universität Hamburg und die Wissenschaftsmetropole Hamburg. Getreu dem UHH-Leitmotiv ‚A Flagship University – Cooperating and Innovating for a Sustainable Future‘ werden bedeutende gesellschaftliche Themenfelder wie die Bekämpfung von Krankheiten, ‚Life Sciences‘ und Biowissenschaften erforscht. Die gute Zusammenarbeit zeigt sich in der Science City Bahrenfeld: Profilbildung, Internationalisierung und wissenschaftliche Spitzenleistungen werden unter anderem durch die Exzellenzcluster im Bereich der Naturwissenschaften ausgebaut. Stellvertretend dafür steht Prof. Arwen Pearson als eine der Initiatoren für das internationale Kooperationsprojekt. Der Verbund ist ein wichtiges Zeichen für unsere Internationalisierungsstrategie und weitere Vernetzung mit den skandinavischen Partnern im Ostseeraum.“

Prof. Dr. Helmut Dosch, Vorsitzender des DESY-Direktoriums: „DESYs Röntgenquellen ermöglichen einzigartige Einblicke in den molekularen Maschinenraum des Lebens. Die so gewonnenen Erkenntnisse sind von großer gesellschaftlicher Relevanz, wie nicht zuletzt die Corona-Pandemie gezeigt hat. Wir freuen uns, im Rahmen von HALRIC die Zusammenarbeit in der Gesundheitsforschung mit starken Partnern in Skandinavien und Deutschland weiter intensivieren zu können. Wir stärken damit unser Engagement aus dem erfolgreichen Vorgängerprojekt HALOS.“

Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro, Dekanin der Medizinischen Fakultät und Vorstandsmitglied des UKE: „HALRIC bietet die großartige Gelegenheit, die bereits enge Zusammenarbeit zwischen der Grundlagenforschung in der Science City Hamburg Bahrenfeld und der grundlegenden biomedizinischen und klinischen Forschung am UKE mit weiteren Partnern aus Nordeuropa zu verstärken. Wir freuen uns riesig über die Chance, mit Kolleg:innen in Schweden, Dänemark und Norwegen in einen noch engeren wissenschaftlichen Austausch zu treten.“

Prof. Dr. Robert Feidenhans’l, Geschäftsführer European XFEL: „Wir freuen uns sehr auf die Teilnahme an HALRIC. Der Forschungsverbund ermöglicht uns, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den skandinavischen Ländern in den Lebenswissenschaften und zu den in der Medicon Valley Alliance vertretenen Forschungseinrichtungen und Unternehmen weiter auszubauen.“

Prof. Matthias Wilmanns, Leiter Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL): „Das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie in Hamburg freut sich sehr über die Teilnahme an diesem Projekt, da es unsere Bemühungen um die Integration der Biowissenschaften- eine der Aufgaben des EMBL- verstärken wird. Als paneuropäisches Institut für Molekularbiologie sind wir in einer einzigartigen Position, um dies zu tun. " EMBL Hamburg hat bereits in den vergangenen Jahren Wissenschaftlern aus Hamburg und Südwest-Skandinavien eine qualitativ hochwertige Ausbildung in strukturbiologischen und biophysikalischen Techniken angeboten. Im Rahmen von HALRIC werden wir den Austausch ausweiten und weitere Personen aus den Partnerinstituten schulen.“

Dr. Jürgen Walkenhorst, Geschäftsführer, Life Science Nord: „Wir sehen ein großes Potenzial, im Rahmen des Projektes Unternehmen den Zugang zu den hervorragenden, bestehenden Forschungsinfrastrukturen in der HALRIC-Region zu erleichtern. Wir sind davon überzeugt, dass auf diesem Weg die Innovationsfreude im Life-Science-Sektor in den beteiligten Ländern spürbar gesteigert werden kann. Gemeinsam mit allen Partnern des HALRIC-Konsortiums freuen wir uns darauf, ein belastbares Fundament für die Zusammenarbeit in der grenzübergreifenden Region zu legen. Für uns als Life-Science-Branchennetzwerk spielt die Kooperation mit den skandinavischen Cluster-Regionen natürlich eine herausragende Rolle. Ferner werden wir daran mitarbeiten, Kooperationen über Ländergrenzen – und vielleicht auch den Schulterschluss mit den beteiligten Clustern über den Wirkungskreis des Projektes hinaus – anzubahnen.“

Hintergrund

Norddeutschland und Skandinavien bilden eine führende Life-Science-Region mit einzigartigen Forschungsinfrastrukturen. Forschende aus Universitäten, Industrie und aus dem klinischen Bereich sollen künftig von der Nutzung dieser Einrichtungen mehr als bisher profitieren: Das ist das Ziel des von der Universität Lund geleiteten neuen „HALRIC“-Konsortiums. Um das gesetzte Ziel zu erreichen, werden bis zu 75 Pilotkooperationen von Unternehmen, Krankenhäusern und Universitäten mit außeruniversitären Forschungsinfrastrukturen geschaffen.

In Hamburg und Schleswig-Holstein spielen Medizintechnik, Biotech und die Pharmabranche traditionell eine wichtige Rolle. Rund 53.000 Menschen arbeiten in diesen Bereichen, sie erwirtschaften jährlich über drei Milliarden Euro. Grundsätzlich versteht man unter „Life-Science“ naturwissenschaftliche Forschung mit interdisziplinärer Ausrichtung, die im Gegensatz zur Grundlagenforschung anwendungsorientiert ausgerichtet ist. Im Rahmen von Interreg-Programmen, wie bei „HALRIC“, fördert die EU seit mehr als 30 Jahren grenzüberschreitende Kooperationen zwischen Regionen und Städten, die das tägliche Leben beeinflussen, beispielsweise zu Energie und Klimawandel, zum Arbeitsmarkt oder Verkehr.

Projektpartner

Zu den deutschen Projektpartnern gehören neben der Wissenschaftsbehörde (BWFGB) der Freien und Hansestadt Hamburg, die Universität Hamburg, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, DESY, European XFEL, das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie EMBL sowie das Cluster Life Science Nord. Weitere Partner sind in Schweden u. a. die Universität Lund, die Universität Malmö, in Dänemark u. a. die Universität Kopenhagen, die Technische Universität Dänemark, die Universität Aarhus, die Universität von Süddänemark und in Norwegen die Universität Oslo.

Rückfragen der Medien

Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke
Pressestelle
E-Mail: pressestelle@bwfgb.hamburg.de
Internet: https://www.hamburg.de/bwfgb/
Twitter: hh_bwfgb I Instagram: hh_bwfgb

Universität Hamburg
Alexander Lemonakis, Pressesprecher des Präsidenten
Telefon: 040 42838-1809
Mobil: 0151 1914 1646
E-Mail: alexander.lemonakis@uni-hamburg.de
Internet: https://www.uni-hamburg.de/
Twitter: unihh | Instagram: unihamburg

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch