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Antisemitismus in Hamburg Auftakt für Dunkelfeldstudie zur Verbreitung von Antisemitismus in Hamburg

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Zur jüdischen Wahrnehmung von Formen und Verbreitung von Antisemitismus in Hamburg liegen bisher nur lückenhafte Erkenntnisse vor. In Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Hamburg sowie der Hochschule der Akademie der Polizei in Hamburg und der Polizeiakademie Niedersachsen wollen Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank und der Antisemitismusbeauftragte Stefan Hensel herausfinden, wie weit und in welchen Formen Antisemitismus in Hamburg verbreitet ist und wie Jüdinnen und Juden Antisemitismus in ihrem Alltag erleben.

Auftakt für Dunkelfeldstudie zur Verbreitung von Antisemitismus in Hamburg

Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Hamburg können in Form eines Fragebogens Auskunft über ihre Diskriminierungserfahrungen geben. Die Ergebnisse sollen im April 2024 vorliegen, unter anderem in städtische Maßnahmen einfließen und damit einen Beitrag zur Antisemitismusprävention leisten.

Katharina Fegebank, Wissenschaftssenatorin: „Antisemitismus zeigt sich nicht nur in offensichtlichen Hassverbrechen, sondern auch in subtileren Formen des Alltagsrassismus, in Vorurteilen und Stereotypen, die unseren öffentlichen Diskurs beeinflussen. Bisher liegen uns zu wenige Daten vor, um einschätzen zu können, wie stark und welche Formen von Antisemitismus in Hamburg verbreitet sind. Deswegen freut es mich sehr, dass wir zusammen mit der Jüdischen Gemeinde Hamburg und mit Unterstützung der Hochschule der Akademie der Polizei in Hamburg sowie der Polizeiakademie Niedersachsen Licht ins Dunkel bringen. Mit den Ergebnissen werden wir gezielte Strategien entwickeln und dafür eintreten, dass Hamburg eine Stadt ist, in der Antisemitismus keinen Platz hat.“

Stefan Hensel, Antisemitismusbeauftragter: „Eine solche Studie ist wichtig, um zu verstehen, wie Antisemitismus im Alltag wirkt. Antisemitismus wird zwar sichtbar, wenn es um Gewalt gegen Jüdinnen und Juden sowie jüdische Einrichtungen geht, beginnt aber schon viel früher. Zum Beispiel dann, wenn Jüdinnen und Juden Angst haben zu sagen, dass sie jüdisch sind, weil sie erwarten, dass es zu Ausgrenzung und Anfeindungen kommt. So sagen viele jüdische Kinder in Schulen nicht, dass sie aus jüdischen Familien kommen, weil sie und ihre Eltern Angst haben, Judenhass zu erleben. Hier möchte die Studie ansetzen und ein genaueres Bild der Situation von Hamburger Jüdinnen und Juden liefern.“

Dr. Mauricio Dessauer, Jüdische Gemeinde Hamburg: „Antisemitismus ist kein jüdisches, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem. Von der Studie erhoffen wir uns, das Problem Antisemitismus besser verstehen zu können und dass die Ergebnisse dazu beitragen werden, die Lebenssituation der Jüdischen Gemeinde als Teil der Hamburger Gesellschaft zu verbessern.“

 

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