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Forschung Stärkung von Forschungs- und Industriekooperation

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Fraunhofer, DESY, Hereon und EMBL unterzeichnen „Memorandum of Understanding“

Eine Delegation der Fraunhofer-Gesellschaft, des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY, des Helmholtz-Zentrums Hereon und des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie EMBL hat heute in Hamburg ein „Memorandum of Understanding“ (MoU) unterzeichnet. Mit dieser Absichtserklärung bekräftigen die vier Forschungseinrichtungen ihre Pläne für eine Zusammenarbeit, in der die Partner ihre jeweiligen Kompetenzen und Infrastrukturen bündeln und damit für Forschung und Industrie einen Mehrwert schaffen.

Stellvertreter der Kooperationspartner von Hamburg EMBL, DESY, Helmholtz und Fraunhofer unterzeichnen die Absichtserklärung.

Stärkung von Forschungs- und Industriekooperation

Von neuen Methoden der Bildgebung über neue Datenformate und -analysen bis hin zum Screening von Wirkstoffen und Biomaterialien: Das Potenzial von Synchrotronstrahlung auch für die anwendungsorientierte Forschung ist groß. Um dieses künftig noch besser einsetzen zu können, haben Fraunhofer, DESY, Hereon und EMBL eine strategische Partnerschaft vereinbart. Ziel ist es, zeitnah eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen den vier Forschungseinrichtungen zu etablieren. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf der Nutzung der analytischen Infrastruktur auf dem DESY-Campus in Hamburg liegen, beispielsweise der Röntgenstrahlungsquelle PETRA III, aber auch der freien Elektronenlaser.

Gerade in im Hinblick auf die sich weiter entwickelnde Science City Hamburg Bahrenfeld zeigt dieser Schritt, dass die enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Instituten bereits gelebt wird. Die Zusammenarbeit der vier Partner soll zentrale Fragestellungen auf Seiten der Grundlagenforschung sowie der anwendungsorientierten Forschung adressieren mit dem Ziel, die technologische Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Forschung und Wirtschaft zu stärken.

Katharina Fegebank, Wissenschaftssenatorin: „Wo Zukunftsideen aus vier Richtungen an einem Ort zusammentreffen, da entsteht Innovation. Die vereinbarte Kooperation zwischen der Fraunhofer-Gesellschaft, DESY, Hereon und EMBL in Hamburg ist genau das richtige Rezept für neue Impulse in Forschung und Anwendung. In der Science City Hamburg Bahrenfeld steht das richtige Innovationsökosystem bereit, um die Zukunftspotenziale dieser Kooperation zu fördern. Die Kompetenzen, die hier in unserer Stadt gebündelt werden, stehen für neue Wettbewerbsfähigkeit am Innovationsstandort Hamburg. Ich gratuliere allen Beteiligten zu dieser vielversprechenden Kooperation!“

Prof. Axel Müller-Groeling, Vorstand für Forschungsinfrastrukturen und Digitalisierung der Fraunhofer-Gesellschaft: „Die Unterzeichnung des Memorandum of Understanding legt den Grundstein für einen wichtigen Beitrag für mehr Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Forschungslandschaft. In Zeiten wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen ist es essenziell, Kompetenzen, Infrastrukturen und Wissen über die Grenzen der einzelnen Forschungseinrichtungen hinweg zu bündeln und planvoll und zielgerichtet in Innovationen umzusetzen. Auf diese Weise können wir zukünftig nicht nur neue Kundengruppen ansprechen, sondern auch die drängenden Fragen der Industrie noch effizienter beantworten sowie die Innovationszyklen verkürzen und unseren Erfolg steigern.“

Dr. Arik Willner, Chief Technology Officer von DESY: „Der Schritt für diese Zusammenarbeit mit einer beeindruckenden Vielzahl an Fraunhofer-Instituten als auch unseren Partnern Hereon und EMBL zeigt, wie relevant die Analytik von DESY nicht nur in der Grundlagenforschung, sondern auch für industrielle Fragestellungen und damit hoch relevant für Innovation ist.“

Prof. Dr. Matthias Rehahn, wissenschaftlicher Direktor des Helmholtz-Zentrums Hereon: „Hereon betreibt seit vielen Jahren im Rahmen der Nutzerplattform GEMS erfolgreich Instrumente für materialwissenschaftliche Untersuchungen an zwei von Europas leistungsfähigsten Synchrotronstrahlungs- und Neutronenquellen (PETRA III und FRM II) und stellt sie sowohl Nutzern aus dem akademischen Bereich als auch aus der Industrie zur Verfügung. Durch die engere Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gemeinschaft bündeln wir die Expertise des Hereon in der Nutzung dieser Anlagen mit der Erfahrung der Fraunhofer-Zentren in der industriellen Forschung.“

Prof. Dr. Matthias Wilmanns, Leiter der EMBL-Niederlassung in Hamburg: „Wir freuen uns sehr, dass wir durch diese Partnerschaft unser Beamline-Portfolio für industrielle Anwendungen und biowissenschaftliche Fragestellungen erweitern können. Wir sind überzeugt davon, dass die Ziele der Fraunhofer-Gesellschaft, des Hereon, des DESY und des EMBL in hohem Maße übereinstimmen und dass uns die enge Zusammenarbeit mit diesen Einrichtungen neue Möglichkeiten im Hinblick auf die Umsetzung des EMBL-Programms ›Molecules to Ecosystems‹ (Von Molekülen zu Ökosystemen) eröffnen wird. Darin erforschen wir die molekularen Grundlagen des Lebens vor dem Hintergrund sich verändernder Rahmenbedingungen - mit dem Ziel, unser Verständnis vom Leben auf der Erde zu transformieren und mögliche Lösungen für einige der größten Herausforderungen der Gesellschaft aufzeigen, darunter den unwiederbringlichen Verlust der Artenvielfalt, Antibiotikaresistenzen, Umweltverschmutzung, Klimawandel, Ernährungssicherheit und neue Krankheitserreger.“

Hintergrund

Die Zusammenarbeit der vier Partner soll zentrale Fragestellungen auf Seiten der Grundlagenforschung sowie der anwendungsorientierten Forschung adressieren mit dem Ziel, die technologische Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Forschung und Wirtschaft zu stärken. So soll Fraunhofer durch die avisierte Zusammenarbeit mit DESY, Hereon und EMBL beispielsweise einen maßgeschneiderten Zugang zu röntgenbasierter Analytik erhalten, um aktuelle industrierelevante Fragestellungen mit höchster Aussagekraft zu beantworten. DESY und deren Campuspartner wiederum erweitern durch eigene und gemeinsame Projekte ihr Analyseportfolio und greifen auf ein umfangreiches Präparations- und Datenauswerteportfolio bei Fraunhofer zurück. Darüber hinaus liefert Fraunhofer anwendungsnahe Fragestellungen, die die Basis für eine gemeinsame Vermarktung der analytischen Methoden und Portfolios gegenüber der Industrie sind. Insgesamt werden zunächst 25 Fraunhofer-Institute mit den Expertinnen und Experten von DESY, Hereon und EMBL zusammenarbeiten.

Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY
Das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY ist eine Stiftung. Das Forschungszentrum für Beschleunigertechnologien entwickelt und betreibt als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e. V. einige der brillantesten Röntgenquellen weltweit. Das Zentrum stellt diese Großgeräte der weltweiten wissenschaftlichen Community sowohl für Fragestellungen aus der Grundlagenforschung als auch für anwendungsnahe Forschung zur Verfügung.

Helmholtz-Zentrum Hereon
Das Helmholtz-Zentrum Hereon ist eine gemeinnützige Forschungseinrichtung in der Helmholtz-Gemeinschaft. Das wissenschaftliche Spektrum des Hereon umfasst Hochleistungswerkstoffe, Verfahren und umweltschonende Technologien für die Mobilität und neue Energiesysteme sowie Biomaterialien für die Medizin und zur Steigerung der Lebensqualität. Mithilfe von Forschung und Beratung begegnet das Hereon den dringenden gesellschaftlichen Herausforderungen lösungsorientiert.

Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie EMBL
Das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie EMBL ist Europas Forschungseinrichtung für Lebenswissenschaften. Als wissenschaftlicher Wegbereiter koordiniert es biowissenschaftliche Forschung in ganz Europa. Seine herausragende Grundlagenforschung sucht nach kooperativen und interdisziplinären Lösungen für einige der größten Herausforderungen der Gesellschaft. Sein Fokus liegt außerdem auf der Ausbildung von Studierenden und Forschenden, der (Weiter- )Entwicklung neuer Technologien und Methoden und auf der Bereitstellung einer hochmodernen Forschungsinfrastruktur mit einem breiten Angebot an Experiment- und Datendiensten. Das EMBL ist eine zwischenstaatliche Organisation mit 28 Mitgliedsstaaten, einem assoziierten Mitglied und zwei Mitgliedskandidaten. An sechs Standorten in Barcelona, Grenoble, Hamburg, Heidelberg, Hinxton bei Cambridge und Rom erforscht es das Leben in seinem natürlichen Kontext, von Molekülen bis hin zu Ökosystemen.

Rückfragen der Medien

Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke
Pressestelle
Telefon: 040 42863 2322
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