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Wettbewerb Campus Bundesstraße entschieden

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Zukunftsweisende Entwürfe für MIN-Fakultät und KlimaCampus vorgestellt / SAGA GWG als Partner beim Unibau

Im Rahmen der baulichen Entwicklung der Universität Hamburg sind die nächsten wichtigen Entscheidungen gefallen. Nach einer zweitägigen Sitzung, an der auch Gäste als Bürgervertreter teilgenommen haben, hat eine Jury aus 15 Fach- und Sachpreisrichtern die besten Entwürfe eines interdisziplinären Wettbewerbs für ein städtebauliches Gesamtkonzept für den Campus Bundesstraße sowie für erste Neubauten – die Gebäude für den KlimaCampus – ausgewählt. Zur Realisierung der universitären Bauvorhaben konnte SAGA GWG als Partner gewonnen werden.

Wettbewerb Campus Bundesstraße entschieden

1. Preis Modellfoto Campus Bundesstrasse Ost Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt, Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter, Universitätspräsident Prof. Dr. Dieter Lenzen sowie Eimsbüttels Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke haben die Entscheidungen der Jury heute bekannt gegeben und die Gewinnerentwürfe vorgestellt. Am Abend werden die Wettbewerbsergebnisse auf der Abschlussveranstaltung des begleitenden Bürgerdialogs der Öffentlichkeit präsentiert.

Sieger im Bereich „Städtebau“ zur Gestaltung des gesamten Campus Bundesstraße der Fakultät Mathematik, Informatik und Naturwissenschaft (MIN-Fakultät) ist das Team von Raumwerk Architekten aus Frankfurt/Main, SEHW Architekten aus Hamburg und der Gesellschaft für Technik am Bau aus Berlin. Ihr Entwurf verbindet die Bereiche beiderseits der Bundestraße in gelungener Form, schafft mehrere zentrale und lebendige Campusplätze und vernetzt historische Wegebeziehungen mit neuen in idealer Weise.

Im Hochbauwettbewerb für die Gebäude des KlimaCampus haben sich APB Architekten aus Hamburg zusammen mit HTP Architekten und der Kofler Energies Ingenieurgesellschaft, beide aus Braunschweig, durchsetzen könnnen. Ihr Entwurf arrangiert die Neubauten um das Geomatikum herum und ermöglicht es, dass alle am Exzellenzcluster CliSAP („Integrated Climate System Analysis and Prediction") beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen zukünftig in unmittelbarer Nähe zueinander forschen und lehren können. Auf rund 21.000 qm sollen neben dem CliSAP auch die Geowissenschaften sowie das Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaften des Fachbereichs Biologie in den Neubauten untergebracht werden. Der Baubeginn ist für 2013 vorgesehen. 

Partner bei der Realisierung der Baumaßnahmen wird SAGA GWG, die die Gebäude errichten und finanzieren wird. SAGA GWG soll die Gebäude dann an die Universität vermieten, deren Budget in Höhe der Mehrbelastungen aufgestockt wird. Nach ersten Richtwertschätzungen umfasst der erste Realisierungsabschnitt, die Neubauten für den KlimaCampus, ein Investitionsvolumen von 140 Mio. Euro. Die Kosten für die Gestaltung des gesamten Campus Bundesstraße werden nach groben Schätzungen rund 320 Mio. Euro betragen.  

Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Die  heutige Preisverleihung schließt einen langen und intensiven Arbeitsprozess mit vielen Beteiligten ab. Die siegreichen Entwürfe zeigen kreative und zukunftsweisende Lösungen für eine Weiterentwicklung der Universität im Herzen Hamburgs auf. Die Universität erhält für die naturwissenschaftliche Fakultät die baulich-räumliche Gestalt und die funktionale Ausstattung, die sie für ihre vielfältigen Aufgaben als Wissenszentrum in der Metropole benötigt. Mit dem Entwurf für die Gebäude des KlimaCampus, der das Exzellenzcluster CliSAP integrieren wird, erfüllen wir eine mitentscheidende Voraussetzung dafür, dass sich das Exzellenzcluster mit seinem Weiterförderungsantrag durchsetzen kann. Mit SAGA GWG haben wir einen verlässlichen Partner gefunden, der uns bei der Umsetzung entscheidend helfen wird.“ 

Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter: „Die Ergebnisse des WBS zum Campus Bundesstraße zeigen, dass trotz der hohen Flächenanforderungen eine stadtverträgliche Einbindung in das Umfeld von Eimsbüttel möglich ist. Dieses erfreuliche Resultat verbindet sich mit einer abwechslungsreichen Komposition der öffentlichen Räume, die die Grindelallee vielfältig mit der Bundesstraße vernetzen, Plätze und Adressen schaffen, kleinere und größere Gebäude für die Universität zulassen und zum Schröder-Stift ausreichend Abstand für die Erhaltung der Grünfläche mit der dominanten Blutbuche ermöglichen“. 

Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg: „Die Universität begrüßt, dass nach fast fünf Jahren nun endlich ein Entwurf für die Unterbringung des Clusters CliSAP aus der Bundesexzellenzinitiative ausgewählt werden konnte. Nunmehr kommt es darauf an, die Finanzierung abzusichern und zügig mit den Baumaßnahmen zu beginnen. Dieses wird ein wichtiges Signal für die Begutachtung des Verlängerungsantrages für CliSAP sein.“  

Dr. Torsten Sevecke, Leiter des Bezirksamtes Eimsbüttel: „Die Siegerentwürfe sind das Fundament für eine Universität der Zukunft in Eimsbüttel. Der erste Campus zeigt die zukunftsfähige Vision einer Universität im Stadtteil. Die ausgewählten Entwürfe können die wichtigsten Anforderungen des Bezirks für eine Universität im Stadtteil in städtebaulicher und in hochbaulicher Hinsicht erfüllen. Im Hinblick auf die Bürgerbeteiligung wurden viele Aspekte aus dem Beteiligungsprozess des letzten Jahres von den Verfassern der Entwürfe aufgenommen. Das ist ein guter Beginn für den künftigen Bürgerdialog zur baulichen Entwicklung der Uni in Eimsbüttel.“ 

21 hochqualifizierte Teams aus Deutschland und dem europäischen Ausland hatten sich dem Wettbewerb gestellt. Anhand eines umfangreichen Auslobungskataloges entwickelten die Teams aus Stadtplanern, Architekten und Ingenieuren für Gebäude- und Laborplanung ein städtebauliches Gesamtkonzept für den Campus Bundesstraße bzw. einen Entwurf für die Gebäude des KlimaCampus.

In einer zweitägigen Sitzung setzten sich acht Fachpreisrichter, sieben Sachpreisrichter und fünf Jurygäste mit den Arbeiten intensiv auseinander. Die einzelnen Arbeiten waren anonymisiert und nur mit Nummern versehen. Die Jury hat die Arbeiten nach rein fachlichen und sachlichen Gesichtspunkten bewertet und die Platzierungen festgelegt. Erst dann wurden die Namen der Büros zu den Platzierungen bekanntgegeben. Alle Platzierungen sowie die Mitglieder des Preisgerichts sind der Anlage zu entnehmen.

Die Wettbewerbsteilnehmer mussten sich im Planungsprozess mit vielfältigen Fragestellungen beschäftigen: Welche baulich-räumlichen Konzepte verschaffen der Universität mit ihren wachsenden Flächenbedarfen ein optimales Areal an der Bundesstraße und verbessern zugleich die Einbindung in den Stadtteil? Wie können sowohl den Bedürfnissen der Mitarbeiter und der Studierenden der Universität als auch den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger Rechnung getragen werden? Und im Falle des KlimaCampus: Wie lassen sich die Anforderungen der Nutzer an die Funktionalität der Gebäude mit den Anforderungen an einen nachhaltigen und technisch / bauphysikalisch optimierten Bau vereinen? 

Hintergrund:

Die Universität Hamburg soll am Standort in Eimsbüttel umfassend erneuert und ausgebaut werden. Angesichts der dringenden Erweiterungs- und Modernisierungsbedarfe im Bereich des Campus Bundesstraße (MIN-Fakultät) sollen hier die ersten Baumaßnahmen erfolgen. Um ein Höchstmaß an Transparenz und Akzeptanz insbesondere im Stadtteil zu erreichen, wurden die Bürgerinnen und Bürger schon vor dem Planungsbeginn in Form eines moderierten Bürgerdialogs einbezogen.

In einem weiteren Realisierungsabschnitt sollen Neubauten für ein Zentralgebäude (Bibliothek, Hörsäle und eine Mensa) sowie für die Informatik entstehen. Der Wettbewerb für das Zentralgebäude wird jetzt vorbereitet und soll Anfang nächsten Jahres starten. In einem weiteren Schritt sollen das Geomatikum modernisiert und ein Neubau für das Max-Planck-Institut für Meteorologie errichtet werden. 

Bilder der Sieger-Entwürfe stehen hier zum » Download bereit

Rückfragen:

Behörde für Wissenschaft und Forschung, Timo Friedrichs,
Tel.: 040 42863-2322,
E-Mail:
pressestelle@bwf.hamburg.de

Universität Hamburg, Christiane Kuhrt
Tel.: 040 42838-1809,
E-Mail:
christiane.kuhrt@uni-hamburg.de

Bezirksamt Eimsbüttel, Aileen Röpcke
Tel.: 040 42801-2053,
E-Mail: aileen.roepcke@eimsbuettel.hamburg.de

Kontakt

Julia Offen

Pressesprecherin

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke
Pressestelle
Hamburger Straße 37
22083 Hamburg
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