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Raus aus der Krise – Rein in die Zukunft Gemeinsam mit 11 Initiativen erprobt die Freie und Hansestadt Hamburg innovative Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen

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75 Initiativen haben sich auf den im Juni veröffentlichten Förderaufruf beworben, mit dem die Freie und Hansestadt Hamburg Initiativen unterstützt, ihre unkonventionellen Ideen für soziale und ökologische Innovationen in die praktische Umsetzung zu bringen. Nach einem intensiven Auswahlprozess stehen nun elf Initiativen fest, die in einer sechsmonatigen Förderphase mit insgesamt 500.000 Euro unterstützt werden.

Gemeinsam mit 11 Initiativen erprobt die Freie und Hansestadt Hamburg innovative Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen

„Was entsteht, wenn der Ideenreichtum der Gesellschaft auf die Umsetzungskraft von Institutionen trifft?“ Mit dieser Frage startete im März 2021 der Open Social Innovation Prozess „UpdateDeutschland“. Ziel war es, „engagierte Bürger:innen, mutige Visionär:innen und kreative Tüftler:innen mit Entscheider:innen und Expert:innen aus Bund, Ländern und Kommunen“ (updatedeutschland.org) zusammenzubringen. Sie sollten gemeinsam neue Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln und in die Umsetzung bringen.

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat sich diesem neuen, experimentellen Prozess gemeinsam mit der Holistic Foundation und dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) e. V. angeschlossen. Die Beteiligung an UpdateDeutschland bot die Möglichkeit, neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung zu testen. Damit wird ein wesentliches Ziel der neuen Regionalen Innovationsstrategie bedient: Die Etablierung einer mutigen Innovationskultur, die Lust auf Neues, auf Veränderung und auf kreative Gestaltung macht.

Um die Initiativen und ihre Lösungsansätze bestmöglich und bedarfsgerecht unterstützen zu können, hat Hamburg im Rahmen von UpdateDeutschland als einziges Bundesland mit „PROFI Impuls“ eine neue Förderrichtlinie aufgesetzt. Damit können auch zukünftig kleinere Vorhaben, Projekte und Initiativen, die vielversprechende Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln und sich positiv auf die Innovationsfähigkeit des Standorts Hamburg und seiner Wirtschaft auswirken, bereits zu einem frühen Zeitpunkt unterstützt werden. Darin spiegelt sich die Überzeugung wider, dass die Förderung von Social Innovation nicht nur dabei helfen kann, schnell umsetzbare, unkonventionelle Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln, sondern auch die wirtschaftliche Krisenresilienz zu erhöhen. Mit weiteren Maßnahmen wie der Erstellung einer Social-Entrepreneurship-Strategie und dem Aufbau eines InnoHUBs als zentralem Ort und als Anlaufstelle sollen das Hamburger Innovationsökosystem weiter gestärkt und die Regionale Innovationsstrategie mit Leben gefüllt werden.

Auf einen ersten Förderaufruf im Juni 2021, für den die Stadt Hamburg 500.000 Euro zur Verfügung gestellt hat, haben sich 75 Initiativen mit ihren innovativen Lösungsideen beworben. Ein Expertengremium, in dem neben der Stadt auch SEND, die Holistic Foundation und die Hamburgische Investitions- und Förderbank IFB vertreten waren, hatte Ende Juli die Qual der Wahl. Schließlich wurden 11 Initiativen ausgewählt, die über einen Zeitraum von sechs Monaten mit jeweils bis zu 50.000 Euro gefördert werden.

Ein besonderer Fokus bei der Auswahl der Projekte lag in der gesellschaftlichen Wirkung der Lösungsansätze für die Stadt. Dabei sollten die Projekte, wenn möglich, in den Zukunftsthemen der Regionalen Innovationsstrategie der Freien und Hansestadt Hamburg verortet sein. Thematisch ist eine große Bandbreite abgedeckt: Von Lösungsideen in Bezug auf eine klimaneutrale, lebenswerte Zukunft über Antidiskriminierung, Demokratie und Engagement bis hin zu Gesundheit und mentales Wohlbefinden. Entsprechend der Vision „Mit Innovation gemeinsam für eine lebenswerte Stadt“ sollen die Initiativen nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch durch verschiedene Veranstaltungen bei der Umsetzung ihrer Ideen begleitet werden.

Senator Michael Westhagemann: „Die Beteiligung an UpdateDeutschland war für uns ein Experiment mit sehr erfolgreichem Ausgang. Aus der Zusammenarbeit mit SEND und der Holistic Foundation haben wir als Verwaltung viel gelernt und wichtige Impulse bekommen. Wir wollen weiterhin gemeinsam daran arbeiten, Hamburg zu einem Hotspot für Social Innovation zu machen. Denn gerade in Zeiten der Krise zeigt sich, wie wichtig es ist, Menschen zu unterstützen, die unsere Stadt mit sozialen Innovationen noch ein Stück lebenswerter machen wollen. Damit füllen wir zugleich unsere Innovationsstrategie mit Leben und stärken den Innovationsstandort Hamburg. Damit nimmt Hamburg eine Vorreiterrolle in der Förderung sozial-ökologischer Innovationen ein “

Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der Hamburgischen Investitions- und Förderbank: „Mit dem Förderaufruf im Rahmen des Förderprogramms PROFI Impuls haben die Behörde für Wirtschaft und Innovation und die IFB Hamburg wichtige Impulse für innovative Lösungsansätze für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen gesetzt. Die 75 eingegangenen Förderanträge zeigen, welch großes Innovationspotenzial in den Unternehmen, Organisationen sowie Bürgerinnen und Bürgern der Hansestadt steckt. Mit PROFI Impuls haben wir ein weiteres Förderinstrument, um diese vielversprechenden Innovationen finanziell zu unterstützen. In der Zukunft wird es im Rahmen des Programms noch weitere Förderaufrufe geben, die auf die Ziele der Regionalen Innovationsstrategie Hamburgs einzahlen. Damit leisten die Wirtschaftsbehörde und die IFB Hamburg einen wichtigen Beitrag zu einem lebenswerten und innovativen Hamburg von morgen.“

Janina Lin Otto, Stiftungsvorstand der Holistic Foundation: „Als Hafenstadt war Hamburg seit jeher Zentrum für Vielfalt, Unternehmertum und soziale Verantwortung. Wir wollen mit der Holistic Foundation unseren Beitrag leisten, Hamburg zum Vorbild für gesellschaftlichen Wandel zu machen, indem wir Herausforderungen gemeinschaftlich begegnen und unsere Stärken einbringen. Bereits der Beginn des Weges mit der Freien und Hansestadt Hamburg hat gezeigt, wie viel Potential in dem Open Social Innovation Ansatz steckt. Wir freuen uns auf die Weiterentwicklung dieser so vielversprechenden Initiative in starker Konstellation.“

Laura Haverkamp, Regionalgruppensprecherin und Vorständin SEND e. V.: „Wir müssen als Gesellschaft mit Blick auf die Klimakrise, die Zukunft unseres gesellschaftlichen Miteinanders und Wirtschaftens viele neue Wege gehen. Soziale Innovationen sind auf diesem Weg ein wichtiger Baustein. Sie brauchen politische Zuständigkeit, ganzheitliche Förderung und Infrastruktur. Wir sehen schon heute – nicht nur unter unseren 800 Mitgliedern –, dass Deutschland reich ist an Gründer:innen und Gestalter:innen, die gesellschaftliche Herausforderungen aktiv angehen. Dass es sich lohnt sie zu stärken, hat sich im Rahmen von Update-Deutschland ebenso gezeigt wie Hamburgs Potential, ein herausragender Hafen für Social Entrepeneurship zu werden. Wir freuen uns darauf, auf dieser Basis in und mit der Freien und Hansestadt Hamburg das Innovationsökosystem weiterzuentwickeln.“

Auf der Vorreiterrolle, die Hamburg durch die neue Förderrichtlinie in Sachen Social Innovation Förderung eingenommen hat, soll sich nicht ausgeruht werden. Vielmehr gilt sie als Startschuss: Gemeinsam mit den Innovationsakteurinnen und –akteuren sowie einer breiten Beteiligung aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft soll Hamburg als Standort für Social Innovation auch über die Stadtgrenzen hinweg bekannt gemacht und gestärkt werden.

Kontakt

Susanne Meinecke

Pressesprecherin

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Wirtschaft und Innovation
Pressestelle
Alter Steinweg 4
20459 Hamburg
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