Beh?rde f?r Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Flugbetrieb Einsatz von Drohnen in Hamburg

Einsatz von Drohnen in Hamburg

1. Grunds?tzliches

Die Weiterentwicklung der Drohnentechnologie f?hrt dazu, dass die private und gewerbliche Nutzung von unbemannten Luftfahrtger?ten (UAS) auch k?nftig exponentiell zunehmen wird. Der ?Einsatz dieser Luftfahrtger?te bietet Chancen wie auch Risiken. Vor diesem Hintergrund hat sich der Bundesgesetzgeber (Bundesministerium f?r Verkehr und digitale Infrastruktur; BMVI) dazu entschlossen, die luftrechtlichen Rahmenbedingungen zum Aufstieg von Drohnen zu novellieren. Die ?Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Flugger?ten? trat am 07. April 2017 in Kraft. Sie soll den Einsatz der UAS aus Sicherheitsgr?nden st?rker als bisher reglementieren, ohne dabei jedoch sinnvolle gewerbliche oder wissenschaftliche Einsatzm?glichkeiten auszuschlie?en oder unangemessen zu erschweren.

Der Einsatz von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen/UAS * (?Drohnen?) darf die Flugsicherheit und unbeteiligte Dritte nicht gef?hrden.
Deshalb ist z.B. in einem Bereich (< 1,5 km) rund um Flugpl?tze der Betrieb von Flugmodellen und Drohnen ohne Erlaubnis der Luftfahrtbeh?rde nicht gestattet. In sensiblen Gebieten ist ihr Betrieb sogar grunds?tzlich verboten bzw. bestimmte Nutzungen sind ?nicht erlaubt (siehe Ziffer 5)

* Englisch: unmanned aerial System - Abk?rzung: UAS

2. Luftrechtliche Unterscheidung zwischen Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen (UAS)

Flugmodelle dienen ausschlie?lich der privaten Nutzung (?zum Zweck des Sports und der Freizeitgestaltung" analog ?1 Abs. 2 Luftverkehrsgesetz [LuftVG]). Wird ein Flugger?t nicht ausschlie?lich zum Zweck der fliegerischen Sport- oder Freizeitgestaltung eingesetzt, also z. B. f?r wissenschaftliche und ?insbesondere gewerbliche Zwecke, handelt es sich um ein unbemanntes Luftfahrtsystem (UAS, ?Drohne?, vgl. ? 1 Abs. 2 letzter Satz LuftVG). Der Zweck des Betriebs bildet somit den rechtlichen Unterschied zwischen Flugmodellen und UAS/ Drohnen. Flugmodelle und UAS werden nach den aktuellen luftrechtlichen Regelungen im Wesentlichen gleich behandelt.

3. Erlaubnisfreier Betrieb von unbemannten Luftfahrtger?ten

Der Betrieb von Flugmodellen und UAS in geschlossenen R?umen, Hallen oder S?len unterliegt nicht den Vorschriften des Luftverkehrsrechts.?

Ebenfalls keine Erlaubnis der Luftfahrtbeh?rde ben?tigen Sie, wenn Ihr Flugger?t

a) ? weniger als f?nf Kilogramm Gesamtmasse hat,

b) ? ausschlie?lich ?ber einen Elektroantrieb (unabh?ngig von der Anzahl der Antriebe) verf?gt,

c) ? nur am Tag und in Sichtweite betrieben wird,

d) ? in einer Entfernung von mehr als 1,5 Kilometern zu der Begrenzung von Flugpl?tzen (d.h.: Flugh?fen, Verkehrs- und Sonderlandepl?tzen, nach ? 6 LuftVG genehmigten Hubschrauberflugpl?tzen an Krankenh?usern sowie Segelfluggel?nden) betrieben wird (siehe nachfolgende Abbildung),

e) ? beim Betrieb die unter Ziffer 5. genannten Verbote einh?lt und

f) ? innerhalb von Kontrollzonen nicht h?her als 50 Meter ?ber Grund oder Wasser und au?erhalb von Kontrollzonen nicht h?her als 100 Meter ?ber Grund oder Wasser fliegt (ausgenommen davon ist der Betrieb auf zugelassenen Modellfluggel?nden oder der Steuerer beim Betrieb von Flugmodellen hat eine entsprechender Bescheinigung oder g?ltige Fluglizenz). Hierbei ist jedoch ?zu beachten, dass im kontrollierten Luftraum eine stets eine Flugverkehrskontrollfreigabe vorliegen muss (siehe Ziffer 4.).

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4. Flugverkehrskontrollfreigabe im kontrollierten Luftraum

Der kontrollierte Luftraum, hier die Kontrollzone um den Flughafen Hamburg, f?r den die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) zust?ndig ist, beginnt bereits am Boden und erstreckt sich auf das Gebiet innerhalb der blau gestrichelten Linien (rot = Stadtgrenze Hamburg).):

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Nach ? 21 Luftverkehrsordnung (LuftVO) ist f?r jeden Aufstieg eines Flugmodells oder eines UAS innerhalb des kontrollierten Luftraumes eine Flugverkehrskontrollfreigabe von der zust?ndigen Flugverkehrskontrollstelle, in Hamburg die Deutsche Flugsicherung GmbH, Tower Hamburg (DFS) einzuholen.

Zurzeit besteht seitens der DFS eine Allgemeinfreigabe f?r Aufstiege von Flugmodellen und UAS bis zu einer H?he von 50 Metern ?ber Grund oder Wasser.

Diese Allgemeinfreigabe gilt jedoch nur dann, wenn Sie beim Aufstieg von UAS und Flugmodellen folgende Auflagen der DFS ber?cksichtigen:

  • Der Aufstieg von Flugmodellen und UAS ist nur bei Sichtwetterbedingungen erlaubt (siehe hierzu SERA-DVO 923/2012; Wolkenuntergrenze 1.500 ft, Sichtweite mehr als 5 km, es gilt das amtliche Flugplatzwetter).
  • Die DFS stellt dem Steuerer keine Verkehrsinformationen zum Luftverkehr zur Verf?gung.
  • Bei Nacht darf der Aufstieg nur stattfinden, wenn das Flugger?t mit f?r andere Luftverkehrsteilnehmer gut sichtbaren Positionslichtern entsprechend SERA ausger?stet ist (Erlaubnispflicht beachten!).

N?here Informationen zu Flugverkehrskontrollfreigaben f?r Flugmodelle und Drohnen erhalten Sie au?erdem von der DFS.
In Hamburg muss eine ?ber die Allgemeinfreigabe hinausgehende Freigabe f?r Flugmodelle per Email unter bnl-tower-hamburg@dfs.de mindestens 5 Tage vor dem Aufstieg beantragt werden. Bei Drohnenaufstiegen enth?lt die Erlaubnis der Luftfahrtbeh?rde Einzelheiten zur Einholung der Flugverkehrskontrollfreigabe.
(Anm.: Die Allgemeinfreigabe und das Verfahren zur Einholung von Einzelfreigaben liegen in der Zust?ndigkeit der DFS. Die BWVI ?bernimmt keine Verantwortung f?r die Richtigkeit und Aktualit?t der Informationen hierzu. Jeder Steuerer eines UAS bzw. eines Flugmodells ist f?r die Einhaltung s?mtlicher Vorschriften im Luftverkehr selbst verantwortlich, wozu auch die Verpflichtung zu einer Flugvorbereitung geh?rt.)

5. Verbote

Der Betrieb von UAS und Flugmodellen ist nach ? 21 b LuftVO generell verboten:

a)??? au?erhalb der Sichtweite des Steuerers (siehe 6.), sofern die Startmasse des Ger?ts f?nf Kilogramm und weniger betr?gt.

b)?? ??ber und in einem seitlichen Abstand von weniger als 100 Metern von Menschenansammlungen (siehe 6.), Ungl?cksorten, Katastrophengebieten und anderen Einsatzorten von Beh?rden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, sowie ?ber mobilen Einrichtungen und Truppen der Bundeswehr im Rahmen angemeldeter Man?ver und ?bungen,

c)?? ??ber und in einem seitlichen Abstand von weniger als 100 Metern von der Begrenzung von Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten, Einrichtungen des Ma?regelvollzugs, milit?rischen Anlagen und Organisationen, Anlagen der Energieerzeugung und -verteilung sowie ?ber Einrichtungen, in denen erlaubnisbed?rftige T?tigkeiten der Schutzstufe 4 nach der Biostoffverordnung ausge?bt werden, soweit nicht der Betreiber der Anlage dem Betrieb ausdr?cklich zugestimmt hat,

d)?? ??ber und in einem seitlichen Abstand von weniger als 100 Metern von Grundst?cken, auf denen die Verfassungsorgane des Bundes oder der L?nder oder oberste und obere Bundes- oder Landesbeh?rden oder diplomatische und konsularische Vertretungen sowie internationale Organisationen im Sinne des V?lkerrechts ihren Sitz haben sowie von Liegenschaften von Polizei und anderen Sicherheitsbeh?rden, soweit nicht die Stelle dem Betrieb ausdr?cklich zugestimmt hat,

e)?? ?ber und in einem seitlichen Abstand von 100 Metern von Bundesfernstra?en, Bundeswasserstra?en und Bahnanlagen, soweit nicht die zust?ndige Stelle dem Betrieb ausdr?cklich zugestimmt hat (Sonderregelungen f?r Hamburg siehe 11.).

f)?? ??ber und in einem seitlichen Abstand von 100 Metern von der Begrenzung von Krankenh?usern (Achtung: der Mindestabstand zu Hubschrauberflugpl?tzen an Krankenh?usern nach Ziffer 2. d) betr?gt 1,5 km),

g)?? ??ber Naturschutzgebieten im Sinne des ? 23 Absatz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes, Nationalparken im Sinne des ? 24 des Bundesnaturschutzgesetzes und ?ber Gebieten im Sinne des ? 7 Absatz 1 Nummer 6 und 7 des Bundesnaturschutzgesetzes, soweit der Betrieb von unbemannten Flugger?ten in diesen Gebieten nach landesrechtlichen Vorschriften nicht abweichend geregelt ist,

h)?? ??ber Wohngrundst?cken (siehe 6.), wenn die Startmasse des Ger?ts mehr als 0,25 Kilogramm betr?gt oder das Ger?t oder seine Ausr?stung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu ?bertragen oder aufzuzeichnen, es sei denn, der durch den Betrieb ?ber dem jeweiligen Wohngrundst?ck in seinen Rechten betroffene Eigent?mer oder sonstige Nutzungsberechtigte hat dem ?berflug ausdr?cklich zugestimmt,

i)?? ?in Flugh?hen ?ber 100 Metern ?ber Grund, es sei denn, der Betrieb findet auf einem zugelassenen Modellfluggel?nde statt oder, soweit es sich nicht um einen Multicopter handelt, der Steuerer ist Inhaber einer g?ltigen Erlaubnis als Luftfahrzeugf?hrer oder verf?gt ?ber eine Bescheinigung (? 21a Absatz 4 Satz 3 Nummer 2 oder 3 LuftVO),

j)?? ?unbeschadet des ? 21 LuftVO in Kontrollzonen, es sei denn, die Flugh?he ?bersteigt nicht 50 Meter ?ber Grund,

k)?? ?zum Transport von Explosivstoffen und pyrotechnischen Gegenst?nden, von radioaktiven Stoffen, von gef?hrlichen Stoffen und Gemischen gem?? ? 3 der Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen, von Biostoffen der Risikogruppen 2 bis 4 gem?? ? 3 Absatz 1 der Biostoffverordnung sowie von Gegenst?nden, Fl?ssigkeiten oder gasf?rmigen Substanzen, die geeignet sind, bei Abwurf oder Freisetzung Panik, Furcht oder Schrecken bei Menschen hervorzurufen.

Die Nichteinhaltung oben genannter Vorschriften oder anderer luftrechtlicher und sonstiger Rechtsvorschriften f?hrt zur Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens. Es kann ein Bu?geld bis zu 50.000 Euro verh?ngt werden. Dar?ber hinaus kann die Polizei das eingesetzte Flugger?t beschlagnahmen. Im Falle einer Gef?hrdung des Luftverkehrs oder der ?ffentlichen Sicherheit und Ordnung oder bei einer Verletzung datenschutzrechtlicher Bestimmungen kann ein Strafverfahren eingeleitet werden.

6. Begriffsbestimmungen

au?erhalb der Sichtweite:
Der Betrieb erfolgt au?erhalb der Sichtweite des Steuerers, wenn der Steuerer das unbemannte Flugger?t ohne besondere optische Hilfsmittel nicht mehr sehen oder seine Fluglage nicht mehr eindeutig erkennen kann. Als nicht au?erhalb der Sichtweite des Steuerers gilt der Betrieb eines unbemannten Flugger?ts mithilfe eines visuellen Ausgabeger?ts, insbesondere einer Videobrille, wenn dieser Betrieb in H?hen unterhalb von 30 Metern erfolgt und weiterhin die Startmasse des Flugger?ts nicht mehr als 0,25 Kilogramm betr?gt, oder wenn der Steuerer von einer anderen Person, die das Flugger?t st?ndig in Sichtweite hat und die den Luftraum beobachtet, unmittelbar auf auftretende Gefahren hingewiesen werden kann.

Menschenansammlung:
Eine Menschenansammlung ist eine Gruppe von Menschen, bei denen die Zahl der Einzelpersonen nicht auf den ersten Blick erfasst werden kann (vgl. BayObLG, Beschl. v. 26. 8. 1987 ? 3 Ob OWi 118/87). Ausnahmen k?nnen nach Pr?fung im Einzelfall zugelassen werden, dies erfordert jedoch u. a. eine umfangreiche Risikobewertung durch den Antragsteller.

Wohngrundst?ck:
Grundst?ck mit ausschlie?licher Nutzung zum Zwecke des Wohnens.
Befindet sich auf dem Grundst?ck au?er Wohnungen noch ein Gewerbe- oder Industriebetrieb oder ?z. B. eine Arztpraxis oder Rechtsanwaltskanzlei etc., so wird das Grundst?ck nicht ausschlie?lich zum Zwecke des Wohnens genutzt. Der Schutz f?r Wohngrundst?cke nach ?21b LuftVO greift hier somit nicht, da zumindest Teile des Grundst?cks Teilen der ?ffentlichkeit zur Verf?gung stehen. Die Datenschutzvorschriften sowie die Vorschriften zum Schutz der Privatsph?re gelten selbstverst?ndlich weiter. Private Garagen, Gartenhaus, Pool etc. stehen der ausschlie?lichen Nutzung als Wohngrundst?ck nicht entgegen.

7. erlaubnispflichtige Aufstiege, Ausnahmen

Sollten Sie einen Flug planen, der von mindestens einer der in Ziffer 3. genannten erlaubnisfreien Bedingungen abweicht, ben?tigen Sie eine beh?rdliche Erlaubnis hierf?r. Zust?ndig f?r die Erteilung von solchen Ausnahmeerlaubnissen ist in Hamburg die Beh?rde f?r Wirtschaft, Verkehr und Innovation als Landesluftfahrtbeh?rde (? 31 Abs. 2 Nr. 17 i.V.m. ? 20 LuftVO). ?ber diese Ver?ffentlichung hinausgehende Ausk?nfte erteilt die Luftaufsicht Hamburg unter der Tel. Nr.: 040 5075 2600.

Bei der Antragstellung ist zu begr?nden, warum ein Aufstieg ?ber 50 m, ein Aufstieg im Schutzbereich um Flugpl?tze oder eine Ausnahme von den Betriebsverboten nach Ziffer 4. als notwendig erachtet wird. Aufgrund der hohen Verkehrs- und Besiedelungsdichte in Hamburg und des damit verbundenen h?heren Risikos bei derartigen Aufstiegen werden diese Antr?ge besonders streng gepr?ft und ggf. auch abgelehnt, wenn die Sicherheit des Luftverkehrs oder die ?ffentliche Sicherheit und Ordnung beeintr?chtigt werden k?nnten oder ein ?ffentliches Interesse bei Fl?gen innerhalb von Verbotszonen nicht nachgewiesen werden kann.

Ausnahmeerlaubnisse werden stets nur f?r einen Tag erteilt. F?r Eins?tze an mehreren Tagen sind formal mehrere Antr?ge zu stellen.

Das entsprechende Antragsformular Drohne Antrag Einzelerlaubnis (PDF) ist vollst?ndig auszuf?llen und per E-Mail an luftraum-sondernutzung@bwvi.hamburg.de einzusenden. Es sind folgende Angaben zu machen:

  • Angaben zum Antragsteller,
  • Angaben zu den Steuerern
  • Aufstiegstag und -uhrzeit,
  • Zweck des Aufstiegs,
  • geplante H?he,
  • Angaben zu Aufstiegsort und Flugweg
  • Erkl?rungen zu Datenschutz- und sonstigen Vorschriften.

Dem Antrag anzuh?ngen sind stets (am besten als pdf-Datei):

  • aktueller Versicherungsnachweis zur Absicherung von Drittsch?den (Haftpflicht) beim Aufstieg des UAS (gem?? ? 37 und ? 43 LuftVG,
  • Kartenausschnitt (z. B. Google Maps etc.) zur Beurteilung des Aufstiegsortes,
  • Einverst?ndniserkl?rung des Grundeigent?mers oder Verf?gungsberechtigten sowie Erkl?rungen sonstiger Betroffener im Fall von Ausnahmen von ? 21 b LuftVO (s. Ziffer 4.)
  • (bei Eigenbau) Datenblatt zum eingesetzten Ger?t.

8. weitere zu beachtende luftrechtliche Regelungen

  • ?Flugmodelle und Drohnen mit jeweils einer Startmasse von mehr als 0,25 Kilogramm m?ssen ab dem 1. Oktober 2017 an sichtbarer Stelle den Namen und die Anschrift des Eigent?mers in dauerhafter und feuerfester Beschriftung f?hren.
  • Ab dem 1. Oktober 2017 m?ssen Steuerer von unbemannten Flugger?ten die eine Gesamtmasse von mehr als zwei Kilogramm aufweisen einen Qualifizierungsnachweis besitzen. Ausgenommen davon sind Inhaber von Erlaubnissen f?r Luftfahrzeugf?hrer (FCL- Lizenz, Erlaubnis f?r Luftsportger?tef?hrer).
  • Dem bemannten Flugverkehr ist stets auszuweichen.
  • Der Steuerer ist verpflichtet, eine angemessene Flugvorbereitung vor dem Betrieb seines Flugger?ts durchzuf?hren.
  • Der Grundst?ckseigent?mer oder Verf?gungsberechtigte der gew?hlten Aufstiegsfl?che muss dem Vorhaben vor dem Start zugestimmt haben. Bei ?ffentlichen Wegefl?chen gilt diese Zustimmung in Hamburg als erteilt, wenn die Aufstiegsstelle lediglich gesichert und nicht abgesperrt werden muss.
  • Beim Betrieb ihres Flugger?ts d?rfen die Vorschriften ?ber den Datenschutz, den Naturschutz sowie dem Flugl?rmschutz nicht verletzt werden. Es darf nicht in den r?umlich-gegenst?ndlichen Bereich der privaten Lebensgestaltung Dritter eingedrungen werden (z. B. Pers?nlichkeitsrecht, Urheberrecht).
  • Zur Deckung von Personen- und Sachsch?den ist eine Haftpflichtversicherung f?r den Betrieb des Flugger?ts abzuschlie?en (? 37 Nr. 1a und ? 43 LuftVG). Fragen Sie deshalb bei Ihrer Versicherung nach, ob die Privathaftpflichtversicherung den Einsatz ihres Flugger?tes mit abdeckt oder ob dieser zus?tzlich versichert werden muss, was in der Regel der Fall ist.

9. Hinweise

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist sich der Bedeutung des Wirtschaftszweiges ?unbemannte Luftfahrt? sehr bewusst und die Luftfahrtbeh?rde versucht bei kritisch zu bewertenden Antr?gen stets, mit den Antragstellern einen f?r alle Seiten tragbaren Kompromiss zu finden, um die Vorhaben zu erm?glichen.

Die Bearbeitungsdauer von Antr?gen betr?gt zurzeit mindestens 4 Werktage. Wir bitten um Verst?ndnis, dass wir nur mit der Bearbeitung beginnen k?nnen, wenn vollst?ndige Antr?ge mit allen erforderlichen Anlagen eingereicht werden. R?ckfragen oder Nachforderungen von Dokumenten verz?gern die Bearbeitung.

Aufstiege bei Nacht sind grunds?tzlich nur im Rahmen einer Einzel-Aufstiegserlaubnis m?glich, und nur, wenn das Luftfahrzeug (Flugmodell oder UAS) mit Positionslichtern gem?? SERA-Vorschriften ausger?stet ist.

Die Luftaufsicht und die Ordnungsbeh?rden sind berechtigt, die Einhaltung der Aufstiegserlaubnis und der darin enthaltenen Auflagen zu kontrollieren.

10. Geb?hren

Einzelerlaubnis mit einem Aufstiegsort f?r einen Tag ?? ?100,- ?
Jeder weitere Aufstiegsort in einer Einzelerlaubnis?? ?20,- ?
Erste Verschiebung einer Einzelerlaubnis
(nur bei Gr?nden, die vom Antragsteller nicht zu verantworten sind, z.B. Wetter- oder Flugsicherungsgr?nde)?? ?kostenfrei
Jede andere oder weitere Verschiebung einer Einzelerlaubnis?? ?50% der Geb?hr der Ursprungs-Erlaubnis

F?r k?rzere Bearbeitungszeiten als 4 Werktage oder einen h?heren Bearbeitungsaufwand werden ggf. h?here Geb?hren erhoben. Der Geb?hrenrahmen f?r Erlaubnisse reicht von 30 bis 3.500 Euro (LuftKostV). Bei der Geb?hrenfestsetzung werden Bearbeitungsaufwand und Nutzen f?r den Antragsteller ber?cksichtigt.

11. Sonderregelungen f?r das Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg

Die Hamburg Port Authority als f?r das Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg f?r die Verwaltung der Bundeswasserstra?en zust?ndige Stelle gibt bekannt:

?Aus schifffahrtspolizeilicher Sicht der HPA ist von einer Gef?hrdung der Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs durch den Betrieb von Drohnen im Bereich der Bundeswasserstra?e und der sonstigen Hafengew?sser bei Einhaltung folgender Ma?gaben nicht auszugehen:

Zu Wasserfahrzeugen (liegend oder in Bewegung) ist ein horizontaler seitlicher Mindestabstand von 50 Metern (250 m zu milit?rischen Wasserfahrzeugen) einzuhalten. Der Fahrweg von Wasserfahrzeugen darf unterhalb eines horizontalen Abstandes von 200 Metern (300 m bei milit?rischen Wasserfahrzeugen) nicht gekreuzt werden. Wasserfahrzeugen ist in jedem Fall Vorfahrt einzur?umen; insbesondere d?rfen an- und ablegende Wasserfahrzeuge nicht behindert werden. Wasserfahrzeuge d?rfen nur in einem vertikalen Abstand von mindestens 50 m ?berflogen werden, sofern die maximal genehmigte Flugh?he dies zul?sst. Von diesen Abst?nden kann bei liegenden Wasserfahrzeugen abgewichen werden, wenn deren Eigner dies schriftlich ausdr?cklich erlaubt haben. Dem Aufstieg und der Landung von Drohnen von und auf fahrenden Schiffen oder schwimmenden Ger?ten in Fahrt wird aus Sicherheitsgr?nden nicht zugestimmt.

Soweit der Betrieb von Drohnen Rechte der HPA als Eigent?merin (unvermieteter) Grundst?cke ber?hrt, bleiben weitere Regelungen zur Zustimmung vorbehalten. Diesbez?gliche Anfragen k?nnen, soweit erforderlich, unter immobilienservice@hpa.hamburg.de an die HPA gerichtet werden.

Allgemein gilt: Diese Zustimmung erfolgt unbeschadet der Rechte Dritter sowie weiterer Verbotstatbest?nde und Genehmigungs- und Zustimmungserfordernisse, die au?erhalb des Zust?ndigkeitsbereichs der HPA liegen. Datenschutzrechtliche Bestimmungen bleiben unber?hrt.

b) Bundesfernstra?en

F?r das Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg gilt in Bezug auf Bundesfernstra?en grunds?tzlich:

An Bundesautobahnen und Schnellstra?en (maximal zul?ssige Geschwindigkeit gr??er als 60 km/h, z.B. A1, A7, A23, A25, B4/B75 Wilhelmsburger Reichsstra?e, B5 Bergedorfer Str., B433 Umgehung Fuhlsb?ttel und zwischen A7 und Krohnstiegtunnel) sind das ?berflugverbot und der seitliche Mindestabstand von 100 m stets einzuhalten.

Die Zustimmung zum Betrieb in der N?he von anderen Bundesfernstra?en (?Bundesstra?en? im Stadtgebiet) gilt als erteilt bis zu einer seitlichen Entfernung von 30 m zur Fahrbahn, solange der Verkehr auf der Stra?e nicht beeintr?chtigt oder gef?hrdet wird.

In verkehrsarmen Zeiten (au?erhalb des Berufsverkehrs) kann der Abstand bis auf 10 m verringert werden, wenn eine Gef?hrdung oder Ablenkung des Stra?enverkehrs ausgeschlossen ist.

Die maximale Flugh?he berechnet sich dann nach der Formel

H?he in Metern = Abstand zur Stra?e in Metern

(Beispiele: in 10 m Entfernung zur Stra?e ist die Maximalh?he auf 10 m begrenzt, in 25 m Entfernung auf 25 m.)

Kontakt

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Carsten Brandt

Freie und Hansestadt Hamburg

Beh?rde f?r Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Alter Steinweg 4
20459 Hamburg