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Rad, Bus und Bahn im Aufwind MiD-Kurzreport: Ergebnisse zur Mobilität in Hamburg

Die Hamburgerinnen und Hamburger fahren immer häufiger mit Rad, Bus und Bahn, bei der Wahl des Verkehrsmittels nimmt der Anteil des Autos weiter ab. Damit wird das Mobilitätsverhalten immer umweltfreundlicher. Die mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer erhöhen sich von 2002 auf 2017 in der Summe von 1,8 Mio. auf nun 3,3 Mio. Kilometer pro Tag. Auch die Nachfrage im öffentlichen Nahverkehr steigt und erhält zudem gute Noten. Das ÖPNV-Angebot bewerten 74 % der Befragten in Hamburg mit sehr gut oder gut.

MiD-Kurzreport: Ergebnisse zur Mobilität in Hamburg

Senator Michael Westhagemann: „Dass der öffentliche Nahverkehr so gut abschneidet, freut uns sehr. Die Zahlen sind Gradmesser und Grundlage für strategische Planungen. Mit unserer Nahverkehrsoffensive wollen wir bei Bus und Bahn noch attraktiver werden. Auch beim Rad- und Autoverkehr sind wir auf dem richtigen Weg: wir bauen das Radverkehrsnetz weiter aus und sanieren mit Hochdruck Hamburgs Straßen. Mobilität heißt Lebensqualität. In Hamburg erproben wir deshalb innovative und intelligente Verkehrssysteme. Wir wollen Mobilität ermöglichen, die zu den Bedürfnissen der Hamburgerinnen und Hamburgern passt.“     

Der MiD-Kurzreport zeigt für Hamburg bei der Wahl der Verkehrsmittel auch die Unterschiede zwischen den Bezirken. Beispielsweise liegen die Radverkehrsanteile in Hamburg-Nord (16 %), Eimsbüttel (19 %) und Altona (22 %) über dem Hamburger Durchschnitt (15 %). Der Anteil des öffentlichen Nahverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen (Hamburg: 22 %) ist in Hamburg-Nord (25 %) und Hamburg-Mitte (28 %) überdurchschnittlich stark. Der motorisierte Individualverkehr (Hamburg: 36 %) erreicht in Harburg (42 %), Wandsbek (42 %) und Bergedorf (44 %) hohe Kennzahlen. Der Anteil der zu Fuß zurück gelegten Wege ist in Wandsbek und Bergedorf mit jeweils 24 % unter dem Hamburger Durchschnitt von 27 %. In der Studie wird auch nach der Zufriedenheit mit der Verkehrssituation gefragt. Zufrieden sind die Befragten in Hamburg vor allem mit der Situation für die Fußgänger (84 %) und für den öffentlichen Nahverkehr (74 %).

Beim motorisierten Individualverkehr (MIV) gibt es unterschiedliche Entwicklungen: Mittlerweile sind vier von zehn städtischen Haushalten in Hamburg 2017 autofrei. Junge Erwachsene sind heute weniger autoorientiert als in den vergangenen Jahren, wobei sich dieser Trend in der Altersgruppe der 30- bis 60-Jährigen wieder relativiert. Diese Altersgruppe zeigt keine großen Veränderungen zu den Erhebungszeitpunkten in 2002 und 2008. Die Mobilität mit dem Auto wächst wie schon zwischen 2002 und 2008 vor allem bei Seniorinnen und Senioren.

Mobilität in Deutschland (MiD) ist eine bundesweite Befragung von Bürgerinnen und Bürgern zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Sie wurde bereits in den Jahren 2002 und 2008 erhoben. Die aktuelle Studie wurde 2017 durchgeführt. Hamburg hat den Auftrag ergänzt und mehr Haushalte befragt als seitens des BMVI vorgesehen war. Damit liegen für das Stadtgebiet Informationen aus rund 7.000 Haushalten vor. Das entspricht ca. 12.000 Personen. Im HVV-Verbundraum wurde die Anzahl der befragten Haushalte ebenfalls auf rund 5.000 erhöht, um differenzierte Ergebnisse zu erhalten. Die Daten sind als Grundlage für die strategische Verkehrsentwicklungsplanung unverzichtbar.

Die zentrale Aufgabe der Studie besteht darin, repräsentative und verlässliche Informationen zur Soziodemografie von Personen und Haushalten und ihrem Alltagsverkehr (z.B. Wege nach Zwecken und Verkehrsarten) für ein ganzes Jahr zu erhalten. Die Daten bilden eine wichtige Grundlage für die Ableitung und Bewertung von Maßnahmen im Verkehrs- und Mobilitätsbereich und Investitionsentscheidungen.

Der vorliegende Kurzreport stellt die zentralen Resultate für Hamburg vor und ist hier veröffentlicht: www.hamburg.de/bwvi/mid-hamburg. Alle aktuellen Informationen finden sich auch unter www.mobilitaet-in-deutschland.de

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