Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Apfelspende Knackig, saftig, gut!

Senator Michael Westhagemann verkostet Bio-Äpfel und übergibt Apfelspende aus dem norddeutschen Öko-Obstbau an Hamburger Tafel

Dalinbel, Topaz und Natyra sind nicht etwa die Figuren aus einem Fantasyfilm, sondern die Namen von Bio-Äpfeln, die heute in der Wirtschaftsbehörde vorgestellt und probiert wurden. Senator Michael Westhagemann empfing Vertreter vom Öko-Obstbau Norddeutschland e.V. (ÖON) zur Apfelverkostung und übergab die mitgebrachte Apfelspende an die Hamburger Tafel. Neben Apfelaromen ging es auch um Pflückreife, Lagerung und den Anbau der ökologisch erzeugten Äpfel. Der Senat hat in seinem agrarpolitischen Konzept einen Schwerpunkt auf die Ausweitung des ökologischen Landbaus gelegt. Es soll im Hamburger Teil des Alten Landes eine Modellregion Bio-Obst etabliert werden. Ziel ist es, die ökologisch bewirtschafteten Obstflächen in Hamburg von 141 Hektar im Jahr 2014 bis 2020 zu verdoppeln. Aktuell liegt die Fläche bei rund 245 Hektar.

Knackig, saftig, gut!

Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, sagte: „Unsere Äpfel schmecken ganz hervorragend und sind zudem nachhaltig erzeugt – das ist gut für alle. Wir wollen die Ökoobstflächen vergrößern und den Öko-Obstbau in Hamburg stärken. Bio-Obst muss kein Nischenprodukt sein. Mit dem Hamburger Öko-Aktionsplan 2020 haben wir die Maßnahmen dorthin beschrieben. Der Weg ist richtig. Und ich bin mir sicher, dass wir unser Ziel erreichen werden.“ 

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Norddeutschland wächst stetig. So ist der Anteil im Alten Land von 2016 bis 2017 von 13 % auf 15 % gestiegen. Mit Einsetzen der Maßnahmen des Öko-Aktionsplanes nimmt die Öko-Obstfläche weiter zu. Derzeit nehmen zehn Hamburger Obstbau-Betriebe an einem Exzellenzberatungsprogramm teil, das durch die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation gefördert wird. Das vom Obstbauversuchsring des Alten Landes e.V. (OVR) beantragte Projekt sieht vor, das Informationsniveau der integrierten Berater über den ökologischen Anbau zu erhöhen. In einem befristeten Modellprojekt zur Erhöhung der Umstellungsbereitschaft im Obstbau finanziert Hamburg im Zeitraum 2016 bis 2020 sowohl die Schulung der Berater für den integrierten Obstbau sowie interessierte Obstbauern aus Hamburg mit bis zu 210.000 Euro. Im Herbst 2018 haben sich drei Betriebsleiter für die Umstellung ihres Obstbaubetriebes auf die ökologische Wirtschaftsweise entschieden, wodurch sich die ökologisch bewirtschaftete Obstbaufläche der Hamburger Betriebe weiter erhöht.

Senat und Bürgerschaft in Hamburg haben im agrarpolitischen Konzept einen Schwerpunkt auf die Ausweitung des ökologischen Landbaus gelegt und den Auftrag zur Etablierung einer Modellregion Bio-Obst im Hamburger Teil des Alten Landes erteilt. Dort ist  das Ziel von 25 % Ökoobstfläche bis 2025 definiert.

Ein wichtiger Baustein ist auch die Neukonzeption des Versuchsbetriebes des Obstbauzentrums ESTEBURG in Jork-Moorende. Hier geht es um den Aufbau einer Versuchsfläche mit je 2,5 Hektar Obstfläche mit jeweils ökologischer bzw. integrierter Bewirtschaftung der Versuchsflächen. Mit dieser länderübergreifenden Kraftanstrengung können weitere wissenschaftliche Grundlagen geschaffen werden. Der Hamburger Senat hat diese Neuausrichtung seit 2014 initiierend mit 350.000 Euro unterstützt.

Die fortlaufende Bewirtschaftung wird aus Mitteln der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und aus Drittmitteln für Forschungsprojekte sichergestellt.