Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Innovationen Leinen los für den Ausbau des Forschungsstandortes Hamburg

Basis für ein gesundes Wachstum der Wirtschaft und Wissenschaft Hamburgs sind Innovationen und die daraus hervorgehende Schaffung von Arbeitsplätzen. Weil Hamburg sich zu einer der Innovationsmetropolen in Europa entwickeln will, gehört es zur Strategie des Senats, den Austausch von Wirtschaft und Wissenschaft möglichst barrierefrei zu gestalten. Nur Standorte, an denen neue, intelligente und qualitativ hochwertige Produkte, Verfahren und Systemlösungen entwickelt werden, können im Wettbewerb der Regionen national und international mithalten. Eines der wichtigsten Vorhaben des Senats, der weitere Ausbau der Forschungslandschaft Hamburg, konnte in den Haushaltsbereinigungsverhandlungen des Bundes erreicht werden. Nach einer Erhöhung der Grundfinanzierung durch den Bund wird Hamburg zukünftig Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und erhält das Deutsche Maritime Forschungszentrum. Die vom Senat unterstützte Anhebung der Förderung der Fraunhofer-Gesellschaft schafft zudem die notwendige Voraussetzung für die Ausweitung der Fraunhofer-Aktivitäten in Hamburg.

Leinen los für den Ausbau des Forschungsstandortes Hamburg

Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: „Innovationen sind der Schlüssel einer zukunftsorientierten Wirtschaftspolitik. Nur wenn es uns gelingt, Kreativität, den Austausch von Wirtschaft und Wissenschaft an unserem Standort zu konzentrieren und weiter zu entwickeln, wird der Standort zukunftsfähig bleiben. Besonders möchte ich mich bei den Hamburger Bundestagsabgeordneten bedanken, die sich parteiübergreifend für dieses Ziel eingesetzt haben.“

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Das sind gute Nachrichten aus Berlin. Ich freue mich über die Aufstockung der Mittel für die Fraunhofer-Gesellschaft, denn diese Finanzierungszusage gibt Rückenwind für den Wissenschaftsstandort Deutschland. Das ist ein großer Verdienst der beteiligten Hamburger Bundestagsabgeordneten – Ihnen gilt mein Dank.“

In seiner Haushaltsbereinigungssitzung hat der Bundestag entschieden, zusätzliche Mittel für die Grundfinanzierung des DLR und der Fraunhofer-Gesellschaft sowie für die Einrichtung des Deutschen Maritimen Forschungszentrums (DMFZ) bereitzustellen. Im Zuge der Erhöhung wird Hamburg Standort des DLR und als Standort der Fraunhofer-Gesellschaft gestärkt. Ab 2017 beteiligt sich die Freie und Hansestadt Hamburg an der gemeinsam von Bund und Ländern getragenen Finanzierung mit entsprechenden Sitzlandbeiträgen.

Vom Bund erhält Hamburg im Gegenzug 9 Mio. Euro für den Aufbau des DLR-Standorts und 3 Mio. Euro für die Gründung des Deutschen Maritimen Forschungszentrums. Zudem wird die Grundfinanzierung der Fraunhofer Gesellschaft um 60 Mio. Euro erhöht. Damit hat Fraunhofer die Möglichkeit, neue Zukunftsfelder aufzubauen und zusätzliche innovative Forschungsfelder in die Fraunhofer-Gesellschaft zu überführen. Von dieser Erhöhung könnte auch Hamburg profitieren. Die Stadt führt bereits intensive Gespräche über die Aufnahme Hamburger Institute in die Fraunhofer-Gesellschaft, die sich auf die Zukunftsfelder Nanoforschung und 3-D-Druck spezialisiert haben.

Die Ansiedlung von DLR- und Fraunhofer-Instituten führt zu einer deutlichen Stärkung des Forschungsstandorts Hamburg. Besonders profitieren wird die Luftfahrtindustrie. Neben den bereits bestehenden DLR-Einrichtungen in Fuhlsbüttel und Harburg werden in Hamburg zukünftig die Themen „Systemarchitekturen in der Luftfahrt“ und „Wartungs- und Reparaturkonzepte“ erforscht, die die Kompetenzen der in Hamburg ansässigen Unternehmen Airbus und Lufthansa Technik ideal ergänzen.

Darüber hinaus werden in beiden Bereichen der Einsatz neuer Produktionstechnologien und die zunehmende Digitalisierung („Industrie 4.0“) eine wichtige Rolle spielen.

Der Haushaltsbereinigungsausschuss des Bundes hat ebenfalls entschieden, in Hamburg das Deutsche Maritime Forschungszentrum aufzubauen. Die Zukunftsthemen Schiffbau und Meerestechnik sind für den Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsstandort Hamburg sowie für die Region von großer Bedeutung. Sie sind wichtige Motoren für ein erfolgreiches Wirtschaftswachstum sowie für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen. Mit einem Deutschen Maritimen Forschungszentrum kann eine noch bessere Nutzung der vorhandenen Forschungsinfrastruktur an deutschen Forschungseinrichtungen und Hochschulen gelingen, um die Innovationskraft der maritimen Branchen zu stärken und wichtige Impulse für die Wirtschaft der Region zu senden.

Hintergrund DLR:
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt sowie Energietechnik, Verkehr und Sicherheit im Bereich der angewandten und Grundlagenforschung. Es hat seinen Hauptsitz in Köln und ist an weiteren 15 nationalen und 4 internationalen Standorten vertreten. Bei seinen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten kooperiert das DLR weltweit mit anderen Forschungseinrichtungen und der Industrie. Das DLR beschäftigt etwa 8.000 Mitarbeiter und besitzt in Deutschland derzeit 32 verschiedene Institute, Test- und Betriebseinrichtungen an insgesamt 16 Standorten. Jeder Standort besitzt seinen spezifischen Schwerpunkt.
Ziel der Luftfahrtforschung des DLR ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen und der europäischen Luftfahrtindustrie und Luftverkehrswirtschaft zu stärken und den Anforderungen von Politik und Gesellschaft nachzukommen, zum Beispiel beim Thema klimaverträglicher Luftverkehr.

Hintergrund Fraunhofer-Gesellschaft:
Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die größte Forschungsorganisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 67 Institute und Forschungseinrichtungen mit rd. 24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Standorten in ganz Deutschland. Internationale Niederlassungen sorgen für Kontakt zu den wichtigsten gegenwärtigen und zukünftigen Wissenschafts- und Wirtschaftsräumen.
Die Fraunhofer-Gesellschaft betreibt anwendungsorientierte Forschung in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Kommunikation, Mobilität, Energie und Umwelt zum unmittelbaren Nutzen für die Wirtschaft und zum Vorteil der Gesellschaft. In Hamburg sind derzeit das im Aufbau befindliche Zentrum für Maritime Logistik und Dienstleistungen  – Center for Maritime Logistics and Services (CML, Institutsteil des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik, Dortmund), der IME-ScreenigPort des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie, Aachen, sowie das Anwendungszentrum für Leistungselektronik und Regenerative Energiesysteme des Fraunhofer-Instituts für Siliziumtechnologie, Itzehoe, angesiedelt.

 

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Julia Offen, Pressesprecherin
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