S-Bahn-Linie S4 Vorzugstrasse vorgelegt: Vorentwurfsplanung für S4 schreitet voran

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Vorzugstrasse vorgelegt: Vorentwurfsplanung für S4 schreitet voran

KIEL/HAMBURG. Die Vorentwurfsplanung für die neue S-Bahn-Linie S 4 von Hamburg nach Bad Oldesloe liegt im Plan. Die beauftragten Ingenieurbüros Schüßler-Plan (Los Hamburg) und Vössing/Inros Lackner/EUCON (Los Schleswig-Holstein) haben jetzt die so genannte Vorzugstrasse vorgelegt. Diese gibt an, wo genau die zusätzlichen Gleise künftig liegen sollen. In den kommenden Wochen soll der Vorschlag für die Vorzugstrasse mit den zuständigen Trägern Öffentlicher Belange, den bezirklichen Gremien und örtlichen Initiativen abgestimmt werden.

Senator Frank Horch, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: „Der Bau der S 4 bietet große Vorteile für Hamburg und für Schleswig-Holstein, weil er Güter-,  Fern- und Regionalverkehr voneinander trennt. Der Bau der S 4 hilft somit, den Kapazitätsengpass auf der Strecke Lübeck-Hamburg zu beseitigen. Durch die Verlagerung des Personennahverkehrs auf die S-Bahnstrecke wird außerdem der Hauptbahnhof entlastet und noch mehr Pendler aus dem Umland und aus Lübeck können vom Auto auf die Bahn umsteigen.“

Die Vorentwurfsplanung läuft bereits seit März 2012. Weitere Gutachten und Untersuchungen werden in den kommenden Monaten folgen, insbesondere zum Baugrund, zum Schall- / Erschütterungsschutz und zum Umweltschutz. Außerdem erfolgt eine Abstimmung mit kommunalen Planungen, zum Beispiel zu Straßenführungen und der Gestaltung der Stationen. Nach dem Vergleich mehrerer Varianten und einer Kostenschätzung erfasst die Vorentwurfsplanung die wesentlichen Informationen für Entscheidungsträger und Bevölkerung.

Nach Abschluss der Vorentwurfsplanung erfolgen 2013 eine standardisierte Bewertung und eine Finanzierungsvereinbarung. Danach beginnt die Entwurfsplanung, der sich voraussichtlich ab 2015 das Planfeststellungsverfahren und die Ausführungsplanung anschließen. Ab 2017 soll dann die Bauphase beginnen, aufgeteilt in mehrere Abschnitte.

LVS Schleswig-Holstein, Freie und Hansestadt Hamburg und Deutsche Bahn AG stellen den aktuellen Stand der Planungen zur S4 am 23. August um 18 Uhr im Rahmen einer Bürgerinformation im Bezirksamt Wandsbek vor. Für September sind weitere Informationsveranstaltungen in Ahrensburg und Bargteheide geplant. Neues zum Projekt finden Interessierte außerdem ab Ende August unter www.nah.sh/s4.

Hintergrund:

Die S4 soll den Nahverkehr zwischen Hamburg und dem Kreis Stormarn verbessern: durch einen dichten Fahrplantakt, einen zuverlässigen Betrieb mit hoher Pünktlichkeit und eine direkte Verbindung von Bad Oldesloe bis in die Hamburger Innenstadt. Hamburg und Ahrensburg sollen künftig in der Hauptverkehrszeit im 10-Minuten-Takt  verbunden werden; zwischen Hamburg und Bad Oldesloe ist ein Stundentakt vorgesehen.

Sie soll darüber hinaus den Hamburger Hauptbahnhof entlasten und zusätzliche Kapazitäten für den Fern- und Güterverkehr zwischen Hamburg und Lübeck schaffen. Die Vorstudien zur S4 (Machbarkeitsanalyse, Betriebssimulationen) haben den Nutzen dieses S-Bahn-Ausbaus aufgezeigt; dieser wurde auch durch Beschlüsse der Hamburgischen Bürgerschaft und des Schleswig-Holsteinischen Landtages zur Realisierung der S4 bestätigt.

Bis Hamburg-Hasselbrook soll die S4 die vorhandenen S-Bahn-Gleise nutzen; zwischen Hasselbrook und Bargteheide ist der Bau einer eigenen S-Bahn-Infrastruktur mit zwei bzw. einem separaten Gleis geplant. Auf dem letzten Abschnitt bis Bad Oldesloe sollen wieder bestehende (Fernbahn-) Gleise befahren werden. Zum Einsatz kommen Zweistrom-Fahrzeuge, die sowohl im S-Bahn- als auch im Fernbahn-Netz betrieben werden können.Um das Angebot für die Fahrgäste so komfortabel wie möglich zu machen, ist auch der Neubau von vier bis sechs S-Bahn-Stationen geplant. Hinzu kommen der Umbau von acht Stationen (S-Bahn und Fernbahn) und die Beseitigung von bis zu acht Bahnübergängen, die künftig niveaufrei gestaltet werden.

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Helma Krstanoski

Pressesprecherin

Pressestelle der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
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