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Mobilität in Deutschland (MiD) Regionale Erhebung in Hamburg 2017: Bus und Bahn immer beliebter

Regionale Erhebung in Hamburg 2017: Bus und Bahn immer beliebter

Immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger fahren Bus und Bahn oder sind mit dem Fahrrad unterwegs. Das ergibt die neueste Befragung Mobilität in Deutschland (MiD) von 2017, deren Auswertung inzwischen vorliegt. Demnach ist der Anteil des öffentlichen Personennahverkehrs am Verkehrsaufkommen in Hamburg um vier Prozentpunkte von 18 auf 22 Prozent gestiegen. Auch das Fahrrad wird häufiger genutzt. Der Anteil des Radverkehrs stieg um drei Prozentpunkte auf 15 Prozent. Zu Fuß bewegen sich die Menschen zu 27 Prozent fort – ähnlich wie in den Vorjahren (2008: 28%, 2002: 25%). Rückläufig hingegen ist der Anteil der Wege, die in Hamburg mit dem Auto gefahren werden: Waren es 2002 noch 47 Prozent, sank der Anteil im Jahr 2008 auf 42 Prozent. 2017 wurden 36 Prozent aller Wege mit dem Auto zurückgelegt, das entspricht einem Rückgang von sechs Prozentpunkten.

Die Zahlen im Überblick:

Grafik Verkehrsmittelwahl in Hamburg Verkehrsmittelwahl in Hamburg (Modal Split)/ Anteil der Hauptverkehrsmittel an allen Wegen (Bild: FHH und Metropolregion)

Mobilität in Deutschland (MiD) ist eine bundesweite Befragung von Bürgerinnen und Bürgern zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie zahlreicher regionaler Partner. Damit liefert die Studie nicht nur Ergebnisse für ganz Deutschland, sondern auch für Bundesländer und einzelne Regionen. Sie wurde bereits in den Jahren 2002 und 2008 erhoben. Die aktuelle Studie wurde 2017 durchgeführt. Die Ergebnisse stehen ab Ende Juni 2018 schrittweise zur Verfügung. Im Raum Hamburg erfolgte die Aufstockung der befragten Haushalte im Auftrag der Stadt selbst sowie des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) und der Metropolregion Hamburgs (MRH). Insgesamt wurden im Hamburger Stadtgebiet 7.000 Haushalte befragt. Das entspricht ca. 12.000 Personen. Auch im HVV-Verbundraum wurde eine hohe Anzahl von Haushalten befragt, um differenzierte Ergebnisse zu erhalten.

Die Studie liefert repräsentative und verlässliche Informationen zur Soziodemografie von Personen und Haushalten und ihrem Alltagsverkehr (z.B. Wege nach Zwecken und Verkehrsarten). Die Daten bilden eine wichtige Grundlage für die Ableitung und die Bewertung von Maßnahmen im Verkehrs- und Mobilitätsbereich und Investitionsentscheidungen und sind für die Verkehrsplanung unverzichtbar.

Mit den Vorgängeruntersuchungen aus den Jahren 2002 und 2008 stehen nun Zeitreihen zur Verfügung, die es ermöglichen, Entwicklungen und Trends im Mobilitätsverhalten zu beobachten.

Ein Kurzbericht steht bereits zum Download zur Verfügung. Er enthält zentrale Resultate für die Freie und Hansestadt Hamburg sowie einige Vergleichswerte für den HVV-Verbundraum und weitere Umlandkreise in der Metropolregion Hamburg.
Eine ausführliche Berichterstattung wird voraussichtlich im Frühjahr 2019 erfolgen.

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Kontakt

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Dr. Tina Wagner

Verkehrsentwicklung

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