1. Mai 1933

Seit dem 1. Mai 1933 ist dieser Tag in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Die Bezeichnungen sind unterschiedlich: "Tag der Arbeit", "Maifeiertag" oder "Kampftag der Arbeiterbewegung".

Arbeiter

Tag der Arbeit Maifeiertag Hamburg

Zum ersten Mal rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung am 1. Mai 1886 zum Generalstreik zur Durchsetzung des Achtstundentages auf. Massenstreiks und Demonstrationen waren die Folge. In Chicago wurde an mehreren Tagen gestreikt.

Zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen der Polizei und Demonstranten kam es am 3. Mai. Dabei starben zwei Demonstranten. Bei einer Protestkundgebung am folgenden Tag eskalierte die Gewalt: Ein Unbekannter warf eine Bombe und tötete dabei einen Polizisten, zahlreiche andere Polizisten und Demonstranten wurden verletzt. 
Der darauf folgende Aufruhr mit mehr als 200 verletzten Abeitern ging als "Haymarket Riot" in die Geschichte ein.

Zum Gedenken der Opfer wurde auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationalen Arbeiterbewegung 1889 der 1. Mai als "Kampftag der Arbeiterbewegung" ausgerufen. Am 1. Mai 1890 wurde dieser „Protest- und Gedenktag“ zum ersten Mal mit Massendemonstrationen und Streiks in der ganzen Welt begangen.

Die Nationalsozialisten führten den 1. Mai als dauerhaften gesetzlichen Feiertag erst 1933 ein. An diesem Tag finden in vielen Städten regelmäßig Protestkundgebungen und Demonstraionen statt.

Seit den 1980er Jahren kommt es in vielen deutschen Großstädten, so auch in Hamburg, regelmäßig zu Ausschreitungen, die in Zusammenhang mit der Demonstration zum 1. Mai in Berlin-Kreuzberg stehen.

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