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8. Juni 1986

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1986 sammelt sich auf dem Heiligengeistfeld eine Demonstration mit über 800 Demonstranten, welche von der Polizei über 13 Stunden im 'Hamburger Kessel' festgehalten werden.

Hamburger Kessel Atomkraftgegner Hamburg

Die Atomkraftgegner hatten sich zusammengefunden, um für 'ein Recht auf Demonstration' und 'gegen Polizeiwillkür' zu demonstrieren. Ausschlaggebend war, dass am Vortag ein Zug mit Hamburger Demonstrationsteilnehmern zum Kernkraftwerk Brokdorf im niedersächsichen Kleve gestoppt wurde.

Hamburger Kessel

Noch bevor sich der Demonstrationsmarsch formieren kann, wird der Platz von der Polizei gestürmt und über 800 Menschen umzingelt und eingekesselt. Bis zu 13 Stunden werden die Menschen in dem 'Kessel' der Polizei gefangen gehalten. Essen, Trinken und der Gang zur Toilette werden ihnen lange verwehrt.

Im Verlauf des Tages kommt es rund um das Heiliggeistfeld zu schweren Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Sympathisanten der Eingekesselten.  


Das Verwaltungsgericht Hamburg erklärt den Einsatz  Monate später für rechtswidrig und spricht den Eingekesselten je 200 Mark Schadensersatz zu.
Die vier verantwortlichen Polizeiführer werden 1990 vom Landgericht Hamburg wegen 861- facher Freiheitsberaubung schuldig gesprochen, jedoch nur verwarnt. Aufgrund der Ereignisse gründet sich das 'Hamburger Signal', eine Vereinigung Hamburger Polizisten, die sich öffentlich gegen den Einsatz und die damit verbundene Gewalt aussprechen. Aus ihr geht die Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten e.V. hervor.

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