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Walther Puritz

(20.8.1882 Berlin - 10.12.1957 Bad Oldesloe) [1]
Architekt
Rothenbaumchaussee 17 (Wohnadresse, Hamburger Adressbuch von 1939)
Puritzweg , benannt 1979 im Stadtteil Allermöhe

Nach dem Studium der Architektur an einer technischen Hochschule war Walther Puritz ab 1908 in Hamburg als selbstständiger Architekt mit dem Titel eines Diplomingenieurs tätig. [2] Zu seinen frühen Aufträgen gehörte 1910/11 das Curiohaus an der Rothenbaumchaussee für den Lehrerverband Gesellschaft der Freunde des Vaterländischen Schul- und Erziehungswesens. Puritz entwarf es zusammen mit dem Architekten Emil Schaudt, der unter anderem 1901 das Hamburger Bismarck-Denkmal und 1907 das Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe) errichtet hatte. Ab 1913 war Puritz als Mitglied der Ortsgruppe Hamburg des Bundes Deutscher Architekten (BDA) e.V. aufgeführt[3] deren Vorsitz er eigenen Angaben nach auch mehrere Jahre lang innehatte. [4] Darüber hinaus gehörte er dem 1859 gegründeten Architekten- und Ingenieurverein Hamburg e. V. an. [5]

1915 gewann Puritz den vom Architekten- und Ingenieurverein ausgeschriebenen Wettbewerb „Grabdenkmal für die Kriegerbegräbnisstätte in Ohlsdorf“. Seinen Entwurf namens „Heldenring“ beschrieb er wie folgt: „Ein Schutzwall von Heldengräbern umringt das fest und sicher dastehende deutsche Vaterland, einen mit Frieden spalmen geschmückten Obelisken“. [6]DerArchitekten- und Ingenieurvereinübergab die Entwürfe der Friedhofsdeputation, es wurde jedoch keiner davon umgesetzt. Nach dem Krieg fand 1921 ein neuer Wettbewerb statt; es sollte kein Denkmal mehr entstehen, sondern eine „Heldengedächtnishalle“. [7] Den Wettbewerb gewann wiederum Puritz. Nach mehrfachem Umarbeiten wurde der Entwurf 1926 dem Senat vorgelegt, der ihn aus Kostengründen ablehnte.[8]

1929 entwarf Puritz den Ursprungsbau der Hochbahnhaltestelle Klosterstern und 1930/31 die mit verglastem Überbau versehene Bahnsteigbrücke der Hochbahnhaltestelle Kellinghusenstraße .

Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten am 30.1.1933 trat Puritz am 1.5.1933 in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 3039226). [9] Damit nutzte er den letztmöglichen Termin vor Inkrafttreten des am 21./22.4.1933 bekanntgegebenen Aufnahmestopps.[10]

Ebenfalls 1933 wurde er Mitglied der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV), [11] einem an die NSDAP angeschlossenen Verband und nach der Deutschen Arbeitsfront die zweitgrößte Organisation der NSDAP. Laut ihrem Leiter Erich Hilgenfeld hatte die NSV „die Gesundheitsführung des deutschen Volkes zu übernehmen und ihm rassehygienisches Denken und Handeln beizubringen“. [12] Entsprechend unterstützte die NSV nur die „gesunden“ und „wertvollen“ Mitglieder der Volksgemeinschaft, ausgeschlossen waren nach den NS-Rassekategorien als „gemeinschaftsfremd“, „asozial“ und „arbeitsscheu“ bezeichnete Personen. [13]

Der BDA, dem Puritz angehörte,sagte noch im April 1933 mit einem „Nationalen Aufbauprogramm“ dem NS-Regime seine „selbstlose Mitarbeit“ zu [14], was die Fachpresse mit den Worten kommentierte: „Die Gleichschaltung ist inzwischen überall durchgeführt worden. Der Bund deutscher Architekten ist damit zu einem starken Kulturinstrument der nationalen Regierung geworden. Er steht mit allen seinen Kräften hinter der Regierung und dem Reichskanzler und Führer Adolf Hitler.“ [15]

Puritz wurde darüber hinaus Mitglied des Kampfbundes Deutscher Architekten und Ingenieure (KDAI). 1931 von der Politischen Zentralkommission der NSDAP (PZK) als Unterorganisation des völkisch-antisemitisch ausgerichteten Kampfbundes für deutsche Kultur gegründet, sollte der KDAI „die berufsständische Eingliederung der Architekten und Ingenieure in den kommenden Ständestaat“ vorbereiten. 1932 hatte er schon mehr als 2000 Mitglieder und damit, so der Technikhistoriker Karl-Heinz Ludwig, „sicherlich den Großteil der Architekten und Ingenieure, die sich damals aktiv zum Nationalsozialismus bekannten“. [16] Im September 1933 gab die PZK eine Arbeitsgemeinschaft zwischen KDAI und BDA bekannt. Der BDA wies daraufhin seine Mitglieder an, zusätzlich dem KDAI und damit auch dem Kampfbund für deutsche Kultur beizutreten.

Nachdem am 22.9.1933 unter Vorsitz des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels die Reichskulturkammer errichtet worden war und am 1.11.1933 als eine ihrer sieben Einzelkammern die Reichskammer der bildenden Künste, ging der BDA als Fachverband in dieser Unterkammer auf. Alle Mitglieder des BDA wurden mit Stichtag 15.12.1933 automatisch Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Puritz gab diese Mitgliedschaft auch auf Bauzeichnungen von 1934/1935 an, [17] allerdings nicht in seinem Entnazifizierungsfragebogen, obwohl dort auch Mitgliedschaften in NS-Organisation genannt werden sollten, die nicht in der vorgegebenen Liste standen. Ziel der Reichskulturkammer war die Förderung „deutscher Kultur in Verantwortung für Volk und Reich“.[18]

Der KDAI wiederum wurde im Mai 1934 aufgelöst; alle Mitglieder gingen in die Nachfolgeorganisation NS-Bund Deutscher Techniker (ab 1936 NS-Bund Deutscher Technik, NSBDT) über, auch dies galt für Puritz. Beim NSBDT handelte es sich ebenfalls um einen an die NSDAP angeschlossenen Verband. In ihm waren alle technisch-wissenschaftlichen Vereine und Verbände des Deutschen Reichs vereinigt, er nahm ausschließlich NSDAP-Mitglieder auf.[19]

Parallel zur Gleichschaltung der Berufsverbände der Architekten und Ingenieure sowie der Eingliederung der Privatarchitekten in die Reichskulturkammer erfolgte auf Basis des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom 7.4.1933 der Ausschluss politisch oder „rassisch“ nicht der NS-Ideologie entsprechenden Mitglieder. Sie wurden verfolgt, mussten fliehen, wurden in Konzentrationslager deportiert und/oder in der Shoah ermordet. Betroffen davon waren unter anderem die Hamburger Architekten Karl Schneider, Semmy Engel, Ernst und Oskar Gerson sowie Gustav Oelsner.

Als Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste/Reichskulturkammer sowie der Berufsverbände BDA und KDAI/NSBDT konnte Puritz weiterhin als Privatarchitekt arbeiten. So erhielt er beispielsweise den Auftrag, für die Mitte 1935 in Hamburg eröffnete Niederdeutsche Gartenschau/Planten un Blomen einen Orchesterpavillon zu entwerfen. 

Mehrfach besuchte Puritz in jener Zeit auch Veranstaltungen des NSBDT sowie des ebenfalls 1934 gegründeten Amts für Technik (ab 1936 Hauptamt für Technik in der NSDAP).[20] Es betreute als Parteidienststelle der NSDAP den NSBDT und beriet zudem alle NSDAP-Dienststellen in technischen Fragen. Die Leitung des (Haupt-)Amts für Technik ebenso wie des NSBDT hatte bis zu seinem Tod 1942 Fritz Todt inne, ihm folgteAlbert Speer. Beide waren die Hauptorganisatoren der deutschen Kriegswirtschaft. Puritz hielt auf einer Veranstaltung des NSBDT sowie auf mehreren des (Haupt-)Amts für Technik auch Fachvorträge, für die er jeweils ein geringes Honorar bekam.[21] In seinem Entnazifizierungsfragebogen gab er an, dass er ab 1942 keine Beiträge mehr an den NSBDT gezahlt und nicht mehr an dessen Veranstaltungen teilgenommen hätte. Weil keine Mahnungen kamen, ging er davon aus, dass er von da an nicht mehr Mitglied gewesen sei.[22]

Aus Altersgründen war Puritz nach Kriegsbeginn 1939 nicht zur Wehrmacht eingezogen worden.[23] Von Januar 1940 bis Oktober 1945 arbeitete er als „wissenschaftlicher Hilfsarbeiter“, so die von ihm im Entnazifizierungsfragebogen verwendete Bezeichnung, im Landeswirtschaftsamt Hamburg [24] (bis 1941 Bezirkswirtschaftsamt). Dessen wesentliche Aufgabe bestand darin, „die Produktionsfähigkeit der kriegs- und lebenswichtigen Betriebe von Industrie und Handwerk sicherzustellen.“[25] Die Bezeichnung „Hilfsarbeiter“ trügt, auch mit dem Zusatz „wissenschaftlich“. Puritz führte keine Hilfsarbeiten aus, sondern baute – ebenfalls seinen eigenen Angaben nach – ein neues Referat auf, dass er anschließend auch leitete, das ReferatBauwirtschaft.[26] Diese im November 1939 reichsweit neu eingerichteten Referate waren im Rahmen der Kriegsbauwirtschaft unter dem Generalbevollmächtigten für die Bauwirtschaft (GBBau) Fritz Todt zuständig für Verwaltungsarbeiten. Zusammen mit sogenannten Gebietsbeauftragten kümmerten sie sich in erster Linie um die Versorgung der wichtigsten Bauvorhaben mit Arbeitskräften, Baumaterialien und Baumaschinen.[27] Unabdingbar war dabei die Kooperation mit privaten Baufirmen.

Neben seiner Angestelltentätigkeit arbeitete Puritz weiterhin als freier Architekt. Während seiner ausschließlich freiberuflichen Tätigkeit von 1933 bis 1939 war sein jährliches Gesamteinkommen zunächst von 4038 RM (1933) auf  14.701 RM (1938) gestiegen, 1939 dann erheblich gesunken (8680 RM). Das änderte sich zunächst auch mit der Festanstellung 1940 nicht, da er 1940/41 seinen Angaben nach als Freiberufler Verluste verzeichnete. 1942 stieg sein Gesamteinkommen wieder – zunächst auf 9668 RM, ab 1943 dann erheblich (1943: 17.085 Reichsmark, 1944: 17.601 Reichsmark). Da er als Angestellter 1943/44 ein etwa gleichbleibendes jährliches Gehalt von rund 7600 Reichsmark bezog, lag der erhebliche Zuwachs an seinen Einkünften als freier Architekt.[28]

Das wiederum dürfte mit den schweren Bombenangriffen auf Hamburg im Sommer 1943 zu tun gehabt haben. Ein Drittel der innerstädtischen Wohnhäuser wurden dadurch unbewohnbar, zahllose Industrie- und Rüstungs- sowie gewerbliche Betriebe, Krankenhäuser und Schulen zerstört oder schwer beschädigt.[29] Im Amt hatte Puritz eigenen Aussagen zufolge 1943 „besonders schwierige Aufgaben unter ungünstigsten äußeren Verhältnissen und starker gesundheitlicher Beeinträchtigung zu lösen“, weswegen ihm sein Amtsleiter für das Kriegsverdienstkreuz vorschlug. Er hätte jedoch abgelehnt, es zu tragen, da er sich „innerlich (sic!) von Hitler ganz losgesagt hatte und meine Tätigkeit als eine selbstverständliche, keiner Auszeichnung bedürfende Pflicht auffasste.“[30]

Inwieweit das von ihm geleitete Bauwirtschaftsreferat über den Einsatz von Zwangsarbeit erinnen und Zwangsarbeit ern bei Wiederaufbauarbeiten informiert war, ist nicht belegt, aber sehrwahrscheinlich. In der Kriegswirtschaft wurden zunehmend Zwangsarbeit erinnen und Zwangsarbeit er sowohl bei Bauvorhaben als auch bei der Erzeugung von Baumaterialien wie etwa Ziegelsteinen eingesetzt.[31] Zudem unterlag die „Ausführung vor Ort der vom Bezirkswirtschaftsamt nur weitergeleiteten Anordnungen zu Fragen der Arbeitskräftebeschaffung und des ,Ausländereinsatzes’, der Stilllegung und ,Auskämmung’ von Betrieben (…) den „unteren Instanzen“.[32]

Nach Kriegsende schied Puritz im November 1945 aus dem Amt aus und arbeitete fortan wieder ausschließlich als Privatarchitekt.

Sein Entnazifizierungsfragebogen stammt vom 9.6.1946. Mit dem Datum 25.11.1946 erläuterte er zusätzlich ausführlich in einem „Bericht“ seine Aktivitäten bei verschiedenen berufsständischen Organisationen nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten sowie seinen Eintritt in die NSDAP. Danach hätte sich, als die NSDAP Anfang 1933 den BDA und den Dachverband aller Architekten- und Ingenieurvereine „umgestalten bzw. auflösen“ wollte, „eine Ingenieur-Technische Abteilung (ITA) gebildet, deren Ziele zunächst nicht klar erkennbar waren“. Da er Mitglied in beiden genannten Verbänden war, schrieb er, „trat ich deswegen der Sache näher“ und wurde „als Fachmann zur Mitarbeit zugelassen“. Er willigte jedoch erst ein, nachdem er die schriftliche Bestätigung erhalten hätte, nicht Mitglied der NSDAP sein zu müssen.[33] Diese Bestätigung legte er im Rahmen seines Entnazifizierungsverfahrens allerdings nicht vor. Des Weiteren gab er an, dass er nur „um den Kollegen gegenüber nicht verantwortungslos zu erscheinen“ auch beim KDAI blieb, obwohl dessen Hamburger Leiter Georg Hinrichs „jegliche im Interesse der Verbände geübte Opposition“ unterdrückte.[34]

Tatsächlich war es die NSDAP, die die ITA als Abteilung ihrer Reichsorganisationsleitung ins Leben rief, und das bereits 1931. Die ITA-„Fachberater“ sollten ausschließlich aus dem Kampfbund Deutscher Architekten und Ingenieure (KDAI) stammen,[35] dem Puritz angehörte. Angeführt wurden sowohl KDAI als auch ITA von dem Mitbegründer und „Programmatiker“ der NSDAP,[36] dem völkischen Antisemiten Gottfried Feder;[37] beide hatten sich die „Mobilmachung der Technik“ auf die Fahnen geschrieben.[38]

Um zu erklären, weshalb er schließlich doch NSDAP-Mitglied wurde, führte Puritz in seinem „Bericht“ weiter aus, dass er zwar an Besprechungen der ITA-Angehörigen teilnahm, aber nicht zu allen eingeladen wurde, da er kein Parteigenosse war. Nur „um die Interessen der Verbände zu wahren“, trat er daher in die NSDAP ein. Diese hätte zwar wohl seine Motive durchschaut, ihn aber trotzdem aufgenommen: „aus Rücksicht“ auf sein Ansehen in den Fachverbänden, die ihn zur Vertretung ihrer Interessen sogar als Bürgerschaftskandidaten nominiert gehabt hätten.“[39] Belege dafür fehlen.

Außer der „Aufnahmeversammlung“, einer Weihnachtsfeier und „höchstens sechs Ortsgruppenversammlungen“ hätte er zudem nie politische Versammlungen oder Vorträge besucht; er hätte „weder Hitlers, Rosenbergs noch anderer Nationalsozialisten Schriften gelesen“ oder sich „sonstwie mit deren Gedankengut befasst“. Nur „um nicht als politisch Abgestempelter zu erscheinen“, trug er das Parteiabzeichen „zunächst selten und ab 1943 überhaupt nicht mehr“. Der „Verbleib in der Partei“ erschien ihm „unbedenklich“, da sie, so seine Worte, „legitim zur Macht gekommen schien und ich Hitler für einen tatkräftigen Mann mit besonderem Interesse und Verständnis für die Bauwirtschaft hielt, dem zu folgen mir als gänzlich unpolitischem, ideal gesinnten und künstlerisch arbeitenden Architekten nicht schwer fiel. Unsympathisch war mir nur Hitlers nichtdeutsche Herkunft, was mich auch veranlasste, einer Vereidigung auf Hitler trotz mehrfacher Aufforderungen und Rügen aus dem Wege zu gehen.“[40]

Für den 3.12.1946 wurde Puritz im Rahmen seines Entnazifizierungsverfahrens zu einer Besprechung mit dem zuständige Advisory Committee (beratenden Ausschuss) geladen und sollte als Ergebnis weitere Unterlagen beibringen.[41] Mit dem Datum 13.12.1946 reichte er daraufhin die Aufstellung über Beitragszahlungen und Teilnahme an Veranstaltungen des Amts für Technik bzw. NSBDT ein sowie vier von ihm „Leumundszeugnisse“ genannte Schreiben nach. Zwei davon stammten von ehemaligen Kollegen aus dem Landeswirtschaftsamt, die wahrscheinlich in derselben oder ähnlicher Situation waren wie er, ein weiteres verfassten vier ihm im Landeswirtschaftsministerium untergeordnete Mitarbeiterinnen, das Letzte kam von dem Gemeindedirektor des Ortes Gut Wulksfelde, in dem Puritz damals ein Landhaus besaß. Seine Aussage war sehr allgemein gehalten und in der Sache nicht aussagekräftig. Die beiden Kollegen aus dem Bezirks- bzw. Landeswirtschaftsamt bescheinigten Puritz sinngemäß und mit Standardformulierungen, wie man sie in unzähligen dieser „Persilscheine“ findet, sich nie als NS-Aktivist betätigt zu haben, sondern vielmehr in den letzten Kriegsjahren offene Kritik an den Maßnahmen der Behörden und der Partei geübt zu haben.[42]

Zusammengefasst stellte sich Puritz im Rahmen seines Entnazifizierungsverfahrens als unpolitischer Fachmann dar, der nur an der Sache orientiert handelte und sich nur deshalb sowie aus Loyalität zu seinen Kollegen und Verbänden in den gleichgeschalteten Berufsverbänden organisierte. Auch die Parteimitgliedschaft erfolgte allein aus beruflichen Gründen. Im letzten Kriegsjahr 1944/45 wollte er zudem „wiederholt bei dienstlichen Besprechungen offen von weiterem Widerstand abgeraten“ haben,[43] womit er die militärische Verteidigung Hamburgs  gegen die vorrückenden britischen Truppen meinte. Er vermutete sogar, dass er damit seinen Amtsleiter unterstützte, in Besprechungen beim Reichsverteidigungskommissar dieselbe Haltung zu vertreten. Auch hierfür reichte er keine Belege ein.

In der NS-Zeit, so der Architekt und Bauhistoriker Niels Gutschow, „entzogen sich nur ganz wenige Architekten durch Emigration jener Vereinnahmung, der fast alle anderen in den dreißiger Jahren praktizierenden Architekten ausgesetzt waren“.[44] Puritz dagegen gehörte schon angesichts seiner NSDAP-Mitgliedschaft zu der großen Mehrzahl der Architekten, die, so die Architektur historikerin Sylvia Necker, aus Überzeugung in Deutschland blieben. Wer nämlich versuchte sich zu arrangieren, konnte dies auch ohne Parteimitglied gewesen zu sein, so Necker weiter. Rudolf Wolters, Büroleiter bei Albert Speer, und Friedrich Tamms beispielsweise, ebenfalls Mitarbeiter von Speer und Bunkerarchitekt bei der Organisation Todt, hatten zentrale Positionen im NS-Regime inne, ohne der NSDAP anzugehören.[45]

Das Advisory committee notierte am 20.1.1947 keine Einwände gegen Puritz und „no political activity recognisable“ (keine politisch Aktivität erkennbar). Dieser Einschätzung folgte der zuständige Fachausschuss 11a am 13.2.1947, sodass Puritz keine Kategorisierung erhielt. [46]

1979 wurde Walther Puritz öffentlich gewürdigt, indem in Hamburg-Allermöhe eine Verkehrsfläche Puritzweg genannt wurde.[47]

Text: Frauke Steinhäuser

Quellen:
1 StaH 221-11 Staatskommissar für Entnazifizierung und Kategorisierung I(B) 5314; Bundesarchiv Berlin (BArch), Sammlung Berlin Document Center (BDC), NSDAP-Ortskartei.
Landesarchiv Berlin; Geburtsregister, 3 u. 1245/1882, darin auch Angabe des Todesdatums und Schreibweise des Vornamens „Walter“, eigene Schreibweise des Namens im Entnazifizierungsfragebogen „Walther“.
2 Staatsarchiv Hamburg (StaH), 221-11 Staatskommissar für Entnazifizierung und Kategorisierung I(B) 5314.
3 Hamburger Adressbuch, Branchenverzeichnis, S. III/23.
4 StaH 221-11 Staatskommissar für Entnazifizierung und Kategorisierung I(B) 5314.
5 ebd.
6 Meinhold Lurz, Kriegerdenkmäler in Deutschland, Bd. 3, Heidelberg, 1985, S. 15.
7 Volker Plagemann, „Vaterstadt, Vaterland…“. Denkmäler in Hamburg, Hamburg, 1985, S. 135.
8 ebd.
9 StaH 221-11 Staatskommissar für Entnazifizierung und Kategorisierung I(B) 5314; Bundesarchiv Berlin (BArch), Sammlung Berlin Document Center (BDC), NSDAP-Ortskartei.
10 Björn Weigel, „Märzgefallene“ und Aufnahmestopp im Frühjahr 1933, in: Wolfgang Benz (Hrsg.), Wie wurde man Parteigenosse? Die NSDAP und ihre Mitglieder, Frankfurt, 2009, S. 91–109, hier S. 94 f.
11 StaH 221-11 Staatskommissar für Entnazifizierung und Kategorisierung I(B) 5314.
12 Mario Wenzel, Die NSDAP, ihre Gliederungen und angeschlossenen Verbände. Ein Überblick, in: Wolfgang Benz (Hrsg.), Wie wurde man Parteigenosse? Die NSDAP und ihre Mitglieder, Frankfurt a.M., 2009, S. 19–38, hier S. 33 f.
13 ebd.
14 Jo¨rn Du¨wel, Der BDA ist „neu auferstanden“. 1933: Der Beginn einer lichten Zukunft?, in: Bund deutscher Architekten (Hrsg.), Aufbruch in den Untergang 1933–1945, Berlin, o. J. (2013), S. 4–9, hier S. 5.
15 Bauwelt, Berlin, 1933, H. 19, zit. nach: Werner Durth, Deutsche Architekten. Biographische Verflechtungen 1900–1970, 3., durchges. Aufl., Braunschweig, 1988, S. 89.
16 Karl-Heinz Ludwig, Technik und Ingenieure im Dritten Reich, Düsseldorf 1974, S. 91; vgl. ders., „Technik“, in: Wolfgang Benz et al. (Hrsg.), Enzyklopädie des Nationalsozialismus , München, 1997, S. 257–274, hier S. 258 f.
17 Staatsarchiv Hamburg 324-1 Baupolizei K 9760
18 verfassungen.ch/de/de33-45/kulturkammer33-v1.htm (Zugriff 10.10.2018).
19 Armin Hermann/Hans-Peter Sang (Hrsg.), Technik und Staat, Berlin, 1992, S. 149.
20 StaH 221-11 Staatskommissar für Entnazifizierung und Kategorisierung I(B) 5314.
21 ebd.
22 ebd.
23 ebd.
24 ebd.
25 zit. nach: Friederike Littmann, Ausländische Zwangsarbeit er in der Hamburger Kriegswirtschaft 1939–1945, München, 2006, S. 76 f.; Staatsarchiv Hamburg 371-16 I Behörde für Wirtschaft und Verkehr I, 1936-1974, Angaben zum Kontext, Verwaltungsgeschichte.
26 StaH 221-11 Staatskommissar für Entnazifizierung und Kategorisierung I(B) 5314.
27 Christiane Botzet, Ministeramt, Sondergewalten und Privatwirtschaft. Der Generalbevollmächtigte für die Regelung der Bauwirtschaft, in: Rüdiger Hachtmann/Winfried Süß, Hitlers Kommissare. Sondergewalten in der nationalsozialistischen Diktatur, Göttingen, 2006, S. 115–137, hier S. 120 ff. u. S. 125.
28 StaH 221-11 Staatskommissar für Entnazifizierung und Kategorisierung I(B) 5314.
29 Littmann, Ausländische Zwangsarbeit er, S. 390.
30 StaH 221-11 Staatskommissar für Entnazifizierung und Kategorisierung I(B) 5314.
31 vgl. Botzet, Ministeramt, S. 120 ff.; vgl. Littmann, Ausländische Zwangsarbeit er, S. 392–399.
32 Littmann, Ausländische Zwangsarbeit er, S. 77.
33 StaH 221-11 Staatskommissar für Entnazifizierung und Kategorisierung I(B) 5314.
34 ebd.
35 Karl-Heinz Ludwig, „Technik“, in: Wolfgang Benz et al. (Hrsg.), Enzyklopädie des Nationalsozialismus , München, 1997, S. 257–274, hier S. 259.
36 ebd., S. 258.
37 Albrecht Tyrell, Gottfried Feder – Der gescheiterte Programmatiker, in: Ronald Smelser et al.(Hrsg.), Die braune Elite. 22 biographische Skizzen, Darmstadt, 1989, S. 30–32, hier S. 32.
38 Torsten Meyer, Gottfried Feder und der nationalsozialistische Diskurs über Technik, in: Werner Lorenz et al. (Hrsg.), Technik und Verantwortung im Nationalsozialismus , Münster. 2004, S. 79–107, hier S. 91.
39 StaH 221-11 Staatskommissar für Entnazifizierung und Kategorisierung I(B) 5314.
40 ebd.
41 ebd.
 

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Erklärung zur Datenbank

Stand März 2021: 834 Kurzprofile und 279 sonstige Einträge.

Diese Datenbank ist ein Projekt in Fortsetzung (work in progress). Eine Vollständigkeit ist niemals zu erreichen. Sie startete online im Februar 2016 mit rund 520 Profilen und mehr als 200 weiteren Einträgen und wird laufend ergänzt und erweitert werden. Wissenschaftliche Institute, Gedenkstätten, Universitäten und zum Thema forschende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können gern ihre erarbeiteten Profile in diese Datenbank stellen lassen.

Quellenangaben, die sich auf Webseiten beziehen, sind die zum Zeitpunkt der Recherche gefundenen. Sollten Sie veraltete Links oder Aktualisierungen bzw. Verschiebungen der Inhalte feststellen, freuen wir uns über Hinweise.

Vor etlichen Jahren hat die Landesszentrale für politische Bildung Hamburg die Stolperstein-Datenbank www.stolpersteine-hamburg.de ermöglicht und gibt seit rund zehn Jahren gemeinsam mit dem Institut für die Geschichte der Deutschen Juden unter der Projektleitung von Dr. Beate Meyer und Dr. Rita Bake von der Landeszentrale für politische Bildung die Publikationsreihe „Stolpersteine in Hamburg, biografische Spurensuche“ heraus. Mit dieser Datenbank „Die Dabeigewesenen“ möchte die Landeszentrale für politische Bildung nun den Blick auf diejenigen lenken, die das NS-System stützten und mitmachten. Denn:

Eine Gesellschaft, die sich eine offene und freie Zukunft wünscht,
muss [...] über eine Kultur verfügen, die nicht auf dem Verdrängen
und Vergessen der Vergangenheit beruht.“ (Mario Erdheim Psychoanalytiker) 1)

Diese aktuell immer noch so wichtige Aussage bildet den inhaltlichen Ausgangspunkt dieser Datenbank. Sie enthält eine Sammlung mit Kurzprofilen über Menschen, die auf unterschiedlichste Weise an den NS-Gewaltverbrechen in Hamburg Anteil hatten, z.B. als Karrierist/innen, Profiteur/innen, Befehlsempfänger/innen, Denunziant/innen, Mitläufer/innen und Täter/innen. Aber auch sogenannte Verstrickte, die z. B. nach durchlittener Gestapo-Folter zum Spitzel wurden. Unter all diesen Dabeigewesenen gab es auch Menschen, die in keiner NS-Organisation Mitglied waren, die aber staatliche Aufträge - zum Beispiel als Künstler oder Architekt - annahmen und so von dem NS-System profitierten, im Gegensatz zu denen, die sich diesem System nicht andienten, deshalb in die Emigration gingen oder in Kauf nahmen, keine Karriere mehr zu machen bzw. kaum noch finanzielle Einnahmen zu haben.
Ebenso wurden solche Personen aufgenommen, die zum Beispiel vor und während der NS-Zeit den Idealen des Heimatschutzes und der Technik-Kritik anhingen und das NS-Regime dadurch unterstützten, indem sie staatliche Aufträge annahmen, die diesen Idealen entsprachen, da das NS-System solche Strömungen für seine Ideologie vereinnahmte.

Für die Datenbank „Die Dabeigewesenen“ wurden alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens wie Medizin, Justiz, Bildung und Forschung, Verwaltung, Kirche, Fürsorge und Wohlfahrt, Literatur, Theater und Kunst, Wirtschaft, Sport, Polizei und parteipolitische Organisationen berücksichtigt.

„denn wir können (…) das ganze Phänomen des Mitmachens und des Ermöglichens, das ja in der NS-Zeit eine genauso große Rolle gespielt hat, wie die Bereitschaft, selbst aktiver Täter vor Ort zu sein - das alles können wir nur verstehen, wenn wir die verschiedenen Facetten der Täterschaft noch viel genauer betrachten, als das bisher geschehen ist." 2)

In vielen Profilen wird der weitverbreitete Enthusiasmus vieler Deutscher für den Nationalsozialismus, gegenüber „seiner Wirtschafts- und Sozialpolitik, seine Architektur, seine Weltanschauung" 3) etc. deutlich. Und es zeigt sich, dass Menschen das NS-System stützten, indem sie z. B., ohne darüber nachzudenken und ohne zu hinterfragen, bereitwillig moralische und soziale Normen des NS-Staats übernahmen.

Mit Schaffung der „Ausgrenzungsgesellschaft“ war es für die „Mehrheitsgesellschaft“ möglich, u. a. NS-Rassentheorien praktisch umzusetzen.

Diese Erkenntnis ist angesichts heutiger aktueller gesellschafts-politischer Entwicklungen von Bedeutung. In einem Interview zum Thema Fremdenfeindlichkeit bemerkte der Antisemitismusforscher Prof. Dr. Wolfgang Benz auf die Frage, ob aus der Geschichte zu lernen sei. „Wir könnten schon. Wir könnten zum Beispiel lernen, dass der Fremde nicht schuld ist an dem Hass, der ihm widerfährt. Es scheint tatsächlich schwierig zu vermitteln zu sein, dass das Opfer nicht dafür verantwortlich ist, dass es totgeschlagen oder misshandelt wird. Juden werden nicht verfolgt, weil an ihnen etwas ist, was sie zu Opfern macht, sondern weil die Mehrheitsgesellschaft Opfer braucht, und zwar zur eigenen Identitätsstiftung. Zuwanderer, Fremde, Andersgläubige werden ausgegrenzt. Das stärkt das Selbstgefühl der Mehrheit.“ 4)

Mit der Datenbank soll eine Hamburg Topographie der „Dabeigewesenen“ entstehen, um somit konkrete Orte des NS-Geschehens sichtbar zu machen. Deshalb werden auch nur diejenigen Dabeigewesenen aufgenommen, die zwischen 1933 und 1945 in Hamburg mit seinen Grenzen nach 1937 gelebt/gearbeitet haben. Neben Personenprofilen sind auch Adressen von NSDAP-Organisationen und -Einrichtungen zu finden. Darüber hinaus gibt es für einzelne Stadtteile Einträge, die die NS-Aktivitäten im Stadtteil beschreiben. In der Datenbank kann nach Namen, Straßen, Bezirken und Stadtteilen gesucht werden, damit also auch nach den Wohnadressen und/oder Adressen der Arbeitsstätten (soweit recherchierbar). Durch Hinzuziehen der Stolpersteindatenbank (hier sind die Adressen der NS-Opfer aufgenommen, für die bisher Stolpersteine verlegt wurden) und der virtuellen Hamburg-Stadt-Karte (sie verzeichnet die Zwangsarbeiterlager und Firmen, die Zwangsarbeiter beschäftigt haben) wird eindringlich deutlich, wie dicht benachbart Opfer und Dabeigewesene in Hamburg gelebt und gewirkt haben. Mit diesen Informationen ist es immer schwerer, die altbekannte Entschuldigung aufrecht zu erhalten; wir haben doch nichts davon gewusst.

In den vorgestellten Profilen liegt der Fokus auf Handlungen und Einstellungen zum NS-Regime. Privates wird nur erwähnt, wenn es für die Haltung zum NS-Regime von Relevanz ist. Recherchegrundlage für diese Datenbank waren bereits vorhandene wissenschaftliche Veröffentlichungen (z. B. von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und dem Institut für Zeitgeschichte), Biographien, Sammelbände und Dissertationen zu Hamburg im Nationalsozialismus, aber auch in diversen Fällen Entnazifizierungsakten und andere Akten und Dokumente, die im Staatsarchiv Hamburg zur Verfügung stehen. Für die Adressenrecherchen wurden die digitalisierten Hamburger Adressbücher von 1933 bis 1943 der Staats- und Universitätsbibliothek genutzt. Trotz größter Sorgfalt beim Zusammentragen der Daten, ist es dennoch möglich, dass Schreibweisen von Namen variieren und Lebensdaten fehlerhaft sind. In den Profilen und den Beschreibungen der Funktionen sowie des „Wirkens“ des Dabeigewesenen konnte nicht komplett auf das NS-Vokabular – der Sprache der Täter – verzichtet werden, dennoch wurde versucht, diesen Anteil gering zu halten und neutralere Umschreibungen zu finden.
Die meisten der aufgeführten Personen wurden schnell nach Kriegsende durch die Entnazifizierungsstellen als entlastet eingestuft, sie mussten sich selten vor Gericht verantworten oder sie wurden aufgrund von Verjährung ihrer Taten nicht juristisch verurteilt. So stellt Can Bozyakali in seiner Dissertation z. B. zum Sondergericht am Hanseatischen Oberlandesgericht fest, dass auch in Hamburg bis Anfang der 1950er Jahre 63% aller Justizjuristen, die am Sondergericht tätig gewesen waren, wieder in den Justiz-Dienst eingestellt wurden. „[…] anhand dieser Werte [kann] von einer ‚Renazifizierung‘ gesprochen werden.“ 5)

Dr. Rita Bake, Dr. Brigitta Huhnke, Katharina Tenti (Stand: Anfang 2016)

1) Mario Erdheim: „I hab manchmal furchtbare Träume … Man vergißts Gott sei Dank immer glei...“ (Herr Karl), in: Meinrad Ziegler, Waltraut Kannonier-Finster: Österreichisches Gedächtnis. Über Erinnern und Vergessen der NS-Vergangenheit. Wien 1993.
2) Wolfram Wette: Deutschlandfunk-Interview am 20.11.2014, anlässlich seines neuen Buches: „Ehre, wem Ehre gebührt. Täter, Widerständler und Retter - 1933-1945“, Bremen 2015.
3) Raphael Gross: Anständig geblieben. Frankfurt a. M.  2010, S. 17.
4) Wolfgang Benz: „Ich bin schon froh, wenn es nicht schlimmer wird". Der Historiker Wolfgang Benz über die lange Geschichte der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland – und was neu ist an den Pegida-Märschen. Interview: Markus Flohr und Gunter Hofmann, in ZEIT online vom 21. Dezember 2015. www.zeit.de/zeit-geschichte/2015/04/wolfgang-benz-pegida-antisemitismus-fremdenfeindlichkeit
5) Can Bozyakali: Das Sondergericht am Hanseatischen Oberlandesgericht: Eine Untersuchung der NS-Sondergerichte unter besonderer Berücksichtigung der Anwendung der Verordnung gegen Volksschädlinge, Frankfurt/ Main 2005, S. 235.

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