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Frauenbios

Amanda Odermann

(ca. 1821 Hamburg – 27.12.1893 vermutlich Hamburg)
Gründerin des Hamburger Tierschutzvereins im Jahre 1841
Patriotische Gesellschaft, Trostbrücke (Treffen des Vorstands des Hamburger Vereins gegen Tierquälerei“; Wirkungsstätte)
Süderstraße 399 (erste und heutige Anschrift Tierschutzverein)
Auf Initiative der 20 Jahre alten Eppendorferin Amanda Odermann und in Anwesenheit von 113 Hamburger Bürgern wurde der Hamburger Tierschutz-Verein am 10. Dezember 1841 gegründet. Sein Vorgänger war der Hamburger Verein gegen Tierquälerei. Aus den Reihen dieses Vereins setzten sich Bürgerinnen und Bürger in den folgenden Jahrzehnten unter anderem für bessere Arbeitsbedingungen von Zugpferden und -hunden in Hamburg ein, wobei bald Erfolge wie ein maximales Gewicht der Zuglast erreicht werden konnten. Weitere Problemfelder waren die grausamen Transportbedingungen von Schlachtvieh und der Einsatz von Vogelfallen.
In Hamburg wurden zur damaligen Zeit herrenlose Hunde eingefangen, in die "Fronerei" – neben dem Richtplatz und dem Pranger vor der Kirche St. Petri – gebracht und getötet, wenn sich kein Besitzer meldete. Zwar gründete der Hamburger Tierschutzverein 1852 ein "Comité für herrenlose Hunde", finanzierte zusätzliche Käfige und Tierarztuntersuchungen in der Fronerei und suchte nach privaten Pflegeunterkünften. Sein eigentliches Ziel war jedoch die Eröffnung eines eigenen Tierheims. Aber die Suche nach einem dauerhaften Standort erwies sich als schwierig. Zunächst kooperierte der Verein mit verschiedenen Tierärzten, die Tiere vorübergehend bei sich aufnahmen und mit dem „Tierheilkundigen Peine“, der ein gewinnorientiertes Tierasyl in der Marktstraße betrieb.
Am 18. Oktober 1887 eröffnete der Verein schließlich das erste Tierheim Hamburgs in der Neustädter Straße 12. Hier wurden nun herrenlose Tiere untergebracht und auch Tiere der Vereinsmitglieder in Pension genommen. Am 29. Juli 1897 konnte endlich der Grundstein für ein neues Tierheim, den sogenannten Tierhort, in der Süderstraße gelegt werden. Ob Amanda Odermann diese Entwicklung miterlebte, vielleicht auch maßgeblich mitgestaltete, bleibt im Dunkeln. Von der Initiatorin und ihrem Wirken scheint nichts weiter überliefert zu sein als ein historisches Porträt, auf dem ihr Todesdatum handschriftlich verzeichnet ist. Zu sehen ist das Bild in der ausführlichen Historie auf der Homepage des Hamburger Tierschutzvereins.
Text: Dr. Cornelia Göksu
Quellen:
hamburger-tierschutzverein.de/verein/geschichte
– Stephanie Lamprecht: Der Tag, an dem Amanda Odermann des Tierschutzverein gründete. In: Hamburger Morgenpost, 9.6.2012, Serie: Hamburg historisch
 

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Datenbank Hamburger Frauenbiografien

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Frauen, die in Hamburg Spuren hinterlassen haben
(Datenbank Stand: Februar2020) Frauen stellen mindestens die Hälfte der Menschheit. Wenn es aber um Erinnerungen geht, sind es immer noch in der Mehrzahl Männer, die die Spitzenplätze einnehmen.

Hammonia

Hamburger Frauenbiografien-Datenbank

Erklärung zur Datenbank

Stand Februar 2020: 1129 Kurzprofile von Frauen und 389 sonstige Einträge z. B. Vereine, Aktionen, Zusammenschlüsse und Überblicksdarstellungen zu Themen der Frauenbewegungen.

Ihre Mitarbeit ist gern gesehen

Haben Sie Anregungen, Neuigkeiten, Ergänzungen?
Sind Ihnen neue Namen begegnet, hüten Sie alte Briefe, Akten etc., dann nehmen Sie gerne Kontakt auf:
Dr. Rita Bake,
Rita.Bake@hamburg.de

Zuletzt eingetragene Namen

Januar 2020: Ursula Nölle, Christa Hoffmann-Riem, Angelika Mertens, Bertha Keyser

Februar 2020: Audrey Motaung, Semra Ertan, Beate Hasenau, Elfriede Kneiphoff, Johanna Harry, Recha Lübke, Helene Flörsheim, Catharina Goldenstede, Elsa Friede, Julie Gayen

Die Zahlen allein für Hamburg sind ernüchternd: ca. 2526 Straßennamen sind nach Männern benannt, gegenüber 422, die nach Frauen benannt wurden. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Anzahl der Denkmäler und Erinnerungstafeln. Auch bei Ehrungen und Auszeichnungen wird oft an IHN und nur wenig an SIE gedacht.

Trotz aller Leistungen von Frauen scheint die Erinnerung an sie schneller zu verblassen, sind die Archive und Netze der Erinnerung besonders löchrig - erweist sich die Wertschätzung weiblichen Wirkens als gering. Wie oft heißt es, wenn auch Frauen geehrt werden könnten:

„Uns ist dazu keine Frau von Bedeutung bekannt!“

Ein Argument, das in Zukunft keine Chancen hat, denn es gibt jetzt diese Datenbank. Eine Bank, die ihren Anlegerinnen und Anlegern hohe Renditen verspricht, denn das Kapital ist das historische Wissen. Geschöpft aus Archivmaterialien, Lexika, Zeitungsartikeln und –notizen, aus veröffentlichten Biografien, zusammengetragen und erforscht von Einzelpersonen etc., bietet die Datenbank die beste Voraussetzung für eine hohe gesellschaftliche Wirksamkeit - im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit. Die Früchte dieser Datenbank sollen die Bedeutung von Frauen für Hamburgs Geschichte leicht zugänglich machen und selbstverständlich in den Alltag von heute tragen.

Was erwartet Sie?

Im Mittelpunkt stehen verstorbene Frauen, die in Hamburg gewirkt und/oder gewohnt und die Spuren hinterlassen haben. Das können Autorinnen, Schauspielerinnen, Wohltäterinnen, Kneipenwirtinnen, Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen, bildende Künstlerinnen, Sängerinnen, Unternehmerinnen, Ärztinnen, Sozialarbeiterinnen, Juristinnen, Journalistinnen, Widerstandkämpferinnen gegen und Opfer des NS-Regime etc. sein – aber auch Täterinnen.

Wir stellen keineswegs nur „prominente“ Frauen oder hehre Vorbilder vor – sondern auch das Wirken und Leben der „kleinen Frau“ auf der Straße, die oft im Stillen gearbeitet hat, für die Familie, die Stadt, die Partei, die Kunst, für sich.

Darüber hinaus präsentieren wir Ihnen auch Orte, Einrichtungen, Vereine und Themen, die für Frauen von historischer Bedeutung waren und sind.

An dieser Datenbank wird kontinuierlich gearbeitet. Es werden laufend neue Namen und Rechercheergebnisse eingestellt.

Wie nutzen Sie die Datenbank?

  • Sie kennen den Namen einer Frau – und möchten mehr wissen?
    Dann geben Sie den Namen ein. Sie finden: Wohn- bzw. Wirkungsstätte und mehr oder weniger ausführlich biografische Daten, ggf. mit Hinweisen auf weitere Veröffentlichungen, Webseiten.
  • Sie möchten wissen, wer in einer bestimmten Straße oder einem bestimmten Stadtteil/Bezirk gewohnt hat? Dann geben Sie den Straßennamen ein oder wählen einen Stadtteil oder Bezirk aus.
  • Sie interessieren sich für bestimmte Themen, Berufsgruppen, Orte/Gebäude, Vereine oder Institutionen, die im Zusammenhang mit Frauen eine Rolle spielen? Dann nutzen Sie das Schlagwortregister, die freie Suche oder das Namens-/Sachregister.

Die einzelnen Frauen sind in der Regel mit einer Adresse verzeichnet – für ihre Wohnung bzw. ihren Wirkungsort. Mehrere Umzüge und Ortswechsel können in der Regel nicht recherchiert werden.

Achtung: Die Namen und Verläufe von Straßen haben sich oft verändert. Wer wissen möchte, wo bestimmte Hausnummern heute zu finden sind, muss alte Stadtpläne oder u. U. Grundbucheintragungen einsehen. Es gibt beim Statistikamt Nord einen alte Kartei der so genannten "Hausnummerhistorien", in der sich alte und neue Hausnummern gegenüberstehen. Bei Umnummerierungen von Hausnummern aber auch bei Umbenennungen von Straßennamen kann hier eine raschere Auskunft möglich sein, als über den Vergleich von alten und neuen Lageplänen (freundliche Auskunft von Jörg-Olaf Thießen Staatsarchiv Hamburg). Wer dann noch nicht weiter kommt, sollte sich an das Staatsarchiv wenden. Viele Stadtpläne sind bereits online einsehbar.

Verantwortlich für die Datenbank:

Dr. Rita Bake
stellvertretende Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg a. D.
Gründerin des Gartens der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Die Datenbank wurde von ihr zusammengestellt und wird laufend von ihr ergänzt und erweitert.
Ein Teil der Frauenbiografien sind mit freundlicher Genehmigung von verschiedenen Autorinnen und Autoren verfasst worden. Die Namen der Autorinnen und Autoren finden Sie jeweils am Ende ihrer Beiträge. Es gibt auch eine Rubrik: Autorinnen und Autoren, in der Sie deren biografische Angaben finden.

Ich wünsche eine Übersetzung in:
Danke für Ihr Interesse!

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Ansprechpartnerin Kontakt

Haben Sie Anregungen, Neuigkeiten, Ergänzungen? Sind Ihnen neue Namen begegnet, hüten Sie alte Briefe, Akten etc., dann nehmen Sie gern Kontakt auf:
Dr. Rita Bake
rita.bake@hamburg.de

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