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Frauenbios

Johanna Bästlein

( Johanna Bästlein, geb. Zenk )
(25.7.1895 Hamburg - 31.7.1982 Hamburg)
Schneiderin, Widerstandskämpferin
Goldbekufer 19 (Wohnadresse)
Bestattet: Grablage Ohlsdorfer Friedhof, Fuhlsbüttler Straße 756: Geschwister-Scholl-Stiftung, Bo 73, 1
Johanna Bästlein „stammte wie [ihr Mann Bernhard Bästlein] aus einer sozialdemokratischen Arbeiterfamilie. Ihre Eltern waren Albert Zenk und Wilhelmine, geb. Schröder. (…) 1920 heiratete Johanna Bernhard Bästlein (1894-1944). Als sich im selben Jahr der linke Flügel der USPD mit der KPD vereinigte, trat das Ehepaar Bästlein der KPD bei.
Bernhard Bästlein wurde im März 1921 zum Mitglied der Hamburger Bürgerschaft gewählt. Durch Beschlüsse der Kommunistischen Internationale gedrängt, löste die KPD in Sachsen und dem Ruhrgebiet Unruhen aus. In Hamburg wurde am 23. März 1921 („Märzaktion“) zum Generalstreik aufgerufen Bernhard Bästlein beteiligte sich am Demonstrationszug zur Werft Blohm & Voss. Es kam zu schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei.
Da gegen die beteiligten Abgeordneten Anklage wegen ‚Vorbereitung zum Hochverrat‘ erhoben und am 30. März 1921 ihre Immunität als Volksvertreter aufgehoben wurde, organisierte die KPD seine Flucht per Schiff von Stettin nach Leningrad (heute St. Petersburg). In der Sowjetunion arbeitete Bernhard Bästlein als Redakteur, Lektor und Lehrer an der Deutschen Parteischule in Moskau. Seine Frau kam aus Hamburg nach. Nach der Schließung der Parteischule arbeitete er als Dreher in einer Moskauer Fabrik. Nur durch Schwarzmarktgeschäfte und ‚Kohlenklau‘ blieb ihm und seiner Frau genug zum Leben. Das Ehepaar nahm im Dezember 1922 am IV. Weltkongress der Kommunistischen Internationale teil.
Aufgrund einer Amnestie kehrte das Ehepaar Bästlein im Januar 1923 nach Deutschland zurück. Bernhard Bästlein war dann im Parteiauftrag von 1923 bis 1930 bei verschiedenen Zeitungen im rheinisch-westfälischen Industriegebiet als Redakteur tätig. 1928 lebte das Ehepaar in Hagen, 1930 in Düsseldorf. Mindestens dreimal wurde Bernhard Bästlein wegen Presse-Delikten und einmal wegen Vorbereitung zum Hochverrat vor Gericht gestellt. Da er inzwischen gute Kenntnisse des politischen Strafrechtes hatte, verteidigte er sich erfolgreich selbst. Im Oktober 1929 wurde Bernhard Bästlein Unterbezirksleiter der KPD in Düsseldorf, 1930 Bezirksleiter in Köln. Da er in diesen Jahren kaum Lohn für seine Tätigkeiten erhielt, musste das Ehepaar bei Genossen zur Untermiete leben.
1924 verstarb ihr erstes Kind kurz nach der Geburt.
Von Februar 1931 bis März 1933 war Bernhard Bästlein Politischer Sekretär der KPD-Bezirksleitung Mittelrhein und erhielt das erste Mal eine ausreichende Besoldung. Im April 1932 wurde er in den preußischen Landtag gewählt. Johanna Bästlein engagierte sich bis 1932 in der kommunistischen Frauenarbeit.“ 1) Sie war zwischen 1926 und 1933 in Düsseldorf Verantwortliche für die Frauenarbeit im Bezirk Niederrhein der KPD. „Sohn Bernt Henry Jürgen wurde am 3.12.1932 geboren.“ 1)
„Bernhard Bästlein nahm am 7. Februar 1933 an der letzten illegalen Tagung der KPD unter dem Vorsitz Ernst Thälmanns im ‚Sporthaus Ziegenhals‘ bei Berlin teil. Er wurde am 5. März 1933 in den Reichstag gewählt, konnte das Mandat aber aufgrund der einsetzenden Verfolgung nicht mehr annehmen.
Als 1933 das Kölner KPD-Parteihaus in der Aquinostraße 11 beschlagnahmt wurde, musste Johanna Bästlein mit ihrem [drei Monate alten] Sohn die dortige Dreizimmerwohnung räumen, in der sie seit 1931 lebten. Ihre Bibliothek wurde beschlagnahmt. Johanna Bästlein stellte ihren Hausstand bei fremden Leuten unter und bekam später nichts davon ausgehändigt. Sie kehrte wieder nach Hamburg zurück und lebte von Wohlfahrtsunterstützung durch die Stadt Köln.
Ab März 1933 hielt sich Bernhard Bästlein als Organisator der illegalen KPD in Frankfurt am Main auf und wurde dort im Mai 1933 verhaftet. Der Volksgerichtshof klagte ihn erst im Dezember 1934 wegen Hoch- und Landesverrates an. Diese Anklage wandelte das Gericht in ‚Vorbereitung zum Hochverrat‘ um und verurteilte ihn zu 20 Monaten Zuchthaus. Vom 12. Juni 1933 bis zum 12. Februar 1935 befand er sich im Gefängnis Siegburg in Haft. Danach ging er zu seiner Familie nach Hamburg, die zu der Zeit in der Straßburger Straße 33 lebte.
Bereits am 8. März 1935 kam Bernhard Bästlein erneut in ‚Schutzhaft‘. Er wurde als intellektueller Urheber eines Mordes in Bonn unter Anklage gestellt. Obwohl das Verfahren eingestellt wurde, hielt man ihn in den Konzentrationslagern Esterwegen und – ab 1936 – Sachsenhausen fest. Dort lernte er Robert Abshagen, Franz Jacob, Julius Leber (SPD), Harry Naujoks, Wilhelm Guddorf und Martin Weise kennen. 1937 gehörte er zu den Verfassern des Sachsenhausenliedes, das auf Anweisung des SS-Lagerführers Weiseborn als Lagerlied entstand, dann aber verboten wurde. Im April 1939 wurde er in das Kölner Gefängnis ‚Klingelpütz‘ überstellt und blieb dort bis zum 6. April 1940 in Polizeihaft.
Nach seiner Entlassung kehrte er zu seiner Familie in Hamburg zurück und lebte mit ihr ab dem 10. April 1940 am Goldbekufer 19. Er arbeitete als Wagenwäscher, Chauffeur und dann in den Altonaer Riepe-Werken, die Tintenkugelschreiber herstellten. Bernhard Bästlein traf sich mit anderen entlassenen Kameraden aus dem KZ Sachsenhausen. Sie wollten den aktiven Widerstandskampf gegen das NS-Regime fortsetzen. So baute er mit Robert Abshagen, Franz Jacob, Oskar Reincke und anderen Kommunisten eine Widerstandsorganisation auf. Ihre vorrangigen Ziele waren die politische Mitgliederschulung, Aufklärungsarbeit und Produktionssabotage in den Betrieben. Als Gründungssitzung wird ein Treffen im November 1941 angesehen, auf dem Bernhard Bästlein mit der Ausarbeitung einer Konzeption beauftragt wurde. Im Dezember 1941 kamen in Berlin Bernhard Bästlein, Robert Abshagen, Wilhelm Guddorf, Martin Weise und Fritz Lange zusammen, um das sechsseitige Papier zu beraten. Wilhelm Guddorf gehörte zur KPD und hatte über Martin Weise Kontakte zu Berliner Widerstandsgruppen wie der Uhrig- und Schulze-Boysen/Harnack-Organisation geknüpft (‚Rote Kapelle‘).
Bernhard Bästlein war als politischer Leiter für die Abwehr von Spitzeln, die Nachrichtenbeschaffung und Bereitstellung von Waffen verantwortlich. (…). Die Widerstandstätigkeiten konzentrierten sich weitgehend auf die Großbetriebe der Bereiche ‚Werften‘ und ‚Metall‘, in denen es über 30 illegale Betriebsgruppen gab. Die Widerstandskämpfer unterstützten Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, wodurch auch Kontakte zu ausländischen Gruppen entstanden. Mitte 1942 kam es zur wohl einzigen größeren Flugblatt-Aktion. Das ‚Merkblatt für Bauarbeiter‘ richtete sich insbesondere an Hamburger Bauarbeiter, die zu Bauvorhaben der ‚Organisation Todt‘ nach Norwegen und in die Sowjetunion zwangsverpflichtet wurden. Es verknüpfte allgemeine sozialpolitische Forderungen (Lohnhöhe, Trennungsgelder) mit dem Aufruf zu Sabotageakten sowie der anständigen Behandlung der einheimischen Bevölkerung und schloss mit der Losung ‚Hitlers Niederlage ist nicht unsere Niederlage, sondern unser Sieg!‘
Mitte Mai 1942 sprangen über Ostpreußen vier Personen mit Fallschirmen aus sowjetischen Flugzeugen ab. Sie sollten wohl durch mitgeführte Funkgeräte und gefälschte Papiere die Schulze-Boysen/Harnack-Organisation in Berlin unterstützen. Da sie aber dort keinen Kontakt herstellen konnten, machten sich zwei von ihnen, Erna Eifler und Wilhelm Fellendorf, auf den Weg nach Hamburg zur Mutter von Wilhelm Fellendorf. Anfang Juli gelang es Erna Eifler und Wilhelm Fellendorf Kontakt zur Bästlein-Organisation herzustellen, die nun für ein Versteck und Verpflegung sorgte. Inzwischen war ihnen allerdings die Gestapo auf der Spur. Am 15. Oktober 1942 begann in Hamburg eine Verhaftungswelle, der am 17. Oktober auch Oskar Reincke und Bernhard Bästlein zum Opfer fielen. Ein Fluchtversuch Bernhard Bästleins scheiterte an einem Schuss in den Unterschenkel. Nach schweren Folterungen im Hamburger Stadthaus, dem Sitz der Staatspolizeileitstelle, unternahm er einen Selbstmordversuch, indem er sich einen Treppenschacht hinunterstürzte. Er überlebte – und blieb trotz der folgenden Torturen bei seiner Haltung des politischen Widerstandes. Am 30. November 1942 gab er vor der Gestapo eine schriftliche Erklärung dazu ab, die jetzt auch die Erfahrungen während der NS-Herrschaft einbezog. (…)
Im August 1943 wurde Bernhard Bästlein aus der Untersuchungshaft in Fuhlsbüttel in die Strafanstalt Berlin-Plötzensee überstellt, um als Zeuge im Prozess gegen Martin Weise auszusagen. Bei einem Luftangriff am 30. Januar 1944 wurde das Berliner Gefängnis getroffen. Bernhard Bästlein konnte fliehen und seiner Frau per Brief darüber berichten. Er fand bei Berliner Kommunisten Unterschlupf und war weiterhin im Widerstand aktiv. Im April 1944 sah er Franz Jacob zufällig in der S-Bahn. Zusammen mit Anton Saefkow wurden sie der ‚Dreierkopf‘ der illegalen KPD Berlin. Doch wurde Bernhard Bästlein am 30. Mai 1944 verhaftet, in Berlin im Reichssicherheitshauptamt in der Prinz-Albrecht-Straße vernommen und tagelang gefoltert. Er kam im Juli in das KZ Sachsenhausen. Das am 5. September 1944 durch den Volksgerichtshof gefällte Urteil wegen Vorbereitung zum Hochverrat, Feindbegünstigung und Wehrkraftzersetzung galt auch für Franz Jacob und Anton Saefkow. In der Urteilsbegründung heißt es: ‚Sie sind unbelehrbar und unverbesserlich.‘
Bernhard Bästlein wurde am 18. September 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden mit dem Fallbeil enthauptet.
Johanna Bästlein arbeitete nach Streichung ihrer Wohlfahrtsunterstützung ab 1938 als Uniformnäherin. Sie wurde im Juli 1943 ausgebombt und lebte seitdem mit ihrem Sohn in einer primitiven Wohnlaube am Ziegelsee 60 in Jenfeld, die ihr Mann bereits vorausschauend als Notquartier ausgebaut hatte. Als sie ihre Arbeit verlor, nähte sie für Privatleute. Zweimal wurde sie verhaftet und aus Mangel an Beweisen wieder freigelassen. Vom Tod ihres Mannes erfuhr Johanna Bästlein erst am 30. September 1944. Die Veröffentlichung einer Todesanzeige wurde ihr untersagt. (…)
Text: Maike Bruchmann
Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus war Johanna Bästlein für die KPD/DKP sowie in der VVN aktiv, besuchte Versammlungen, ging in Schulen und berichtete über die NS-Zeit.
Quellen:
AfW 031294; Ursel Hochmuth, Niemand und nichts wird vergessen, Biogramme und Briefe Hamburger Widerstandskämpfer 1933–1945, Hamburg 2005, S. 31–34;
Andreas Klaus, Gewalt und Widerstand in Hamburg-Nord während der NS-Zeit, Hamburg 1986, S. 66–76; Frank Müller (Hrsg.), Mitglieder der Bürgerschaft, Opfer totalitärer Verfolgung, Hamburg 1995, S 15–18; www.politisch-verfolgte.de (eingesehen am 18.08.2007); www.volksliedarchiv.de (eingesehen am 18.08.2007);
Telefonisches Interview mit Bernhard Bästlein am 26.08.2007;
Klaus Bästlein, "Hitlers Niederlage ist nicht unsere Niederlage, sondern unser Sieg!", Die Bästlein-Organisation, in: Beate Meyer/Joachim Szodrzynski (Hrsg.), Vom Zweifeln und Weitermachen, Fragmente der KPD-Geschichte, Hamburg 1988, S. 44–89;
Volker Ullrich, Weltkrieg und Novemberrevolution: Die Hamburger Arbeiterbewegung 1914 bis 1918, in: Landeszentrale für politische Bildung (Hrsg.), Hamburg im ersten Viertel des Jahrhunderts: die Zeit des Politikers Otto Stolten, Hamburg 2000, S 106–107,
Angelika Voss, Der "Hamburger Aufstand" im Oktober 1923, aaO, S. 171;
Harry Naujoks, Mein Leben im KZ Sachsenhausen 1936-1942, Köln 1987, S. 49, 51, 52, 134;
Ursel Hochmuth/ Gertrud Meyer, Streiflichter aus dem Hamburger Widerstand 1933–1945, Frankfurt am Main 1980, S. 360.
Archiv/Sammlung: Gedenkstätte E. Thälmann Hamburg.
 

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Datenbank Hamburger Frauenbiografien

Frauen, die in Hamburg Spuren hinterlassen haben
(Datenbank Stand: Oktober 2019) Frauen stellen mindestens die Hälfte der Menschheit. Wenn es aber um Erinnerungen geht, sind es immer noch in der Mehrzahl Männer, die die Spitzenplätze einnehmen.

Hammonia

Hamburger Frauenbiografien-Datenbank

Erklärung zur Datenbank

Stand Oktober 2019: 1123 Kurzprofile von Frauen und 389 sonstige Einträge z. B. Vereine, Aktionen, Zusammenschlüsse und Überblicksdarstellungen zu Themen der Frauenbewegungen.

Zuletzt eingetragene Namen
Januar 2019 Erika Woisin, Christine Färber, Aracy Moebius de Carvalho, Charlotte Tauterat, Caroline Umlauff, Elvira Unglaube, Schwestern-Verein der Hamburgischen Staatskrankenanstalten, Clara Goldschmidt, Elsa Hopf, Dora Wenneker-Iven
Februar 2019 Demoiselle Conradi, Christine Reinhard, Erna Martens
März 2019 Klara Laser, Frieda Cordes, Johanne Günther, Eliza Wille
April 2019 Liselotte Strelow, Ruth Held
Mai 2019 Sozialverband VdK, Mädchentreff Schanzenviertel, Deutscher Frauenbund für alkoholfreie Kultur, Vera Jürs, Johanna Renate Wöhlke
Juni 2019 pro familia, Celly de Rheidt
Juli 2019 Rosa Bartl
September 2019 Mabel Wulff
Oktober 2019 Annelinde Töpel

Die Zahlen allein für Hamburg sind ernüchternd: ca. 2526 Straßennamen sind nach Männern benannt, gegenüber 420, die nach Frauen benannt wurden. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Anzahl der Denkmäler und Erinnerungstafeln. Auch bei Ehrungen und Auszeichnungen wird oft an IHN und nur wenig an SIE gedacht.

Trotz aller Leistungen von Frauen scheint die Erinnerung an sie schneller zu verblassen, sind die Archive und Netze der Erinnerung besonders löchrig - erweist sich die Wertschätzung weiblichen Wirkens als gering. Wie oft heißt es, wenn auch Frauen geehrt werden könnten:

„Uns ist dazu keine Frau von Bedeutung bekannt!“

Ein Argument, das in Zukunft keine Chancen hat, denn es gibt jetzt diese Datenbank. Eine Bank, die ihren Anlegerinnen und Anlegern hohe Renditen verspricht, denn das Kapital ist das historische Wissen. Geschöpft aus Archivmaterialien, Lexika, Zeitungsartikeln und –notizen, aus veröffentlichten Biografien, zusammengetragen und erforscht von Einzelpersonen etc., bietet die Datenbank die beste Voraussetzung für eine hohe gesellschaftliche Wirksamkeit - im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit. Die Früchte dieser Datenbank sollen die Bedeutung von Frauen für Hamburgs Geschichte leicht zugänglich machen und selbstverständlich in den Alltag von heute tragen.

Was erwartet Sie?

Im Mittelpunkt stehen verstorbene Frauen, die in Hamburg gewirkt und/oder gewohnt und die Spuren hinterlassen haben. Das können Autorinnen, Schauspielerinnen, Wohltäterinnen, Kneipenwirtinnen, Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen, bildende Künstlerinnen, Sängerinnen, Unternehmerinnen, Ärztinnen, Sozialarbeiterinnen, Juristinnen, Journalistinnen, Widerstandkämpferinnen gegen und Opfer des NS-Regime etc. sein – aber auch Täterinnen.

Wir stellen keineswegs nur „prominente“ Frauen oder hehre Vorbilder vor – sondern auch das Wirken und Leben der „kleinen Frau“ auf der Straße, die oft im Stillen gearbeitet hat, für die Familie, die Stadt, die Partei, die Kunst, für sich.

Darüber hinaus präsentieren wir Ihnen auch Orte, Einrichtungen, Vereine und Themen, die für Frauen von historischer Bedeutung waren und sind.

An dieser Datenbank wird kontinuierlich gearbeitet. Es werden laufend neue Namen und Rechercheergebnisse eingestellt.

Wie nutzen Sie die Datenbank?

  • Sie kennen den Namen einer Frau – und möchten mehr wissen?
    Dann geben Sie den Namen ein. Sie finden: Wohn- bzw. Wirkungsstätte und mehr oder weniger ausführlich biografische Daten, ggf. mit Hinweisen auf weitere Veröffentlichungen, Webseiten.
  • Sie möchten wissen, wer in einer bestimmten Straße oder einem bestimmten Stadtteil/Bezirk gewohnt hat? Dann geben Sie den Straßennamen ein oder wählen einen Stadtteil oder Bezirk aus.
  • Sie interessieren sich für bestimmte Themen, Berufsgruppen, Orte/Gebäude, Vereine oder Institutionen, die im Zusammenhang mit Frauen eine Rolle spielen? Dann nutzen Sie das Schlagwortregister, die freie Suche oder das Namens-/Sachregister.

Die einzelnen Frauen sind in der Regel mit einer Adresse verzeichnet – für ihre Wohnung bzw. ihren Wirkungsort. Mehrere Umzüge und Ortswechsel können in der Regel nicht recherchiert werden.

Achtung: Die Namen und Verläufe von Straßen haben sich oft verändert. Wer wissen möchte, wo bestimmte Hausnummern heute zu finden sind, muss alte Stadtpläne oder u. U. Grundbucheintragungen einsehen. Es gibt beim Statistikamt Nord einen alte Kartei der so genannten "Hausnummerhistorien", in der sich alte und neue Hausnummern gegenüberstehen. Bei Umnummerierungen von Hausnummern aber auch bei Umbenennungen von Straßennamen kann hier eine raschere Auskunft möglich sein, als über den Vergleich von alten und neuen Lageplänen (freundliche Auskunft von Jörg-Olaf Thießen Staatsarchiv Hamburg). Wer dann noch nicht weiter kommt, sollte sich an das Staatsarchiv wenden. Viele Stadtpläne sind bereits online einsehbar.

Ihre Mitarbeit ist gern gesehen

Haben Sie Anregungen, Neuigkeiten, Ergänzungen?
Sind Ihnen neue Namen begegnet, hüten Sie alte Briefe, Akten etc., dann nehmen Sie gerne Kontakt auf:
Dr. Rita Bake,
Rita.Bake@hamburg.de

Verantwortlich für die Datenbank:

Dr. Rita Bake
stellvertretende Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg a. D.
Gründerin des Gartens der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Die Datenbank wurde von ihr zusammengestellt und wird laufend von ihr ergänzt und erweitert.
Ein Teil der Frauenbiografien sind mit freundlicher Genehmigung von verschiedenen Autorinnen und Autoren verfasst worden. Die Namen der Autorinnen und Autoren finden Sie jeweils am Ende ihrer Beiträge. Es gibt auch eine Rubrik: Autorinnen und Autoren, in der Sie deren biografische Angaben finden.

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