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Mathilde Möller

(20.1.1867 Altona - 9.2.1925 Hamburg)
Urheberin der Bewegungsspiele für Mädchen
Wiesenstraße 47 (Wohnadresse)
Garten der Frauen, Ohlsdorfer Friedhof, Fuhlsbüttler Straße 756 (Historischer Grabstein)
Lutterothstraße, Mädchenvolksschule (Wirkungsstätte)
Sternschanzenpark (Wirkungsstätte)
vergrößernFoto: privatMathilde Möller war Lehrerin an der Mädchenvolksschule Lutterothstraße im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel. Als erste Lehrkraft überhaupt initiierte sie Bewegungsspiele für Mädchen. So zog sie Anfang der 90er Jahre des 19. Jahrhunderts mit ihren Schülerinnen in den Sternschanzenpark, um die Mädchen dort im Schlag- und Wurfball zu unterrichten. Das war damals ein sehr gewagtes Unterfangen. Mathilde Möller hatte schwere Kämpfe sowohl gegen die Gleichgültigkeit der Eltern als auch gegen die ablehnende Haltung der Kolleginnen und Kollegen gegenüber solcher sportlicher Betätigung für Mädchen zu bestehen. Man hielt diese Sportübung zwar für Jungen, aber nicht für Mädchen geeignet. Doch Mathilde Möller ließ sich nicht beirren und vertrat öffentlich die Meinung, dass Mädchen diese Übungen zu ihrer Ertüchtigung viel nötiger hätten als Jungen. Der Protest gegen diese angeblich unweiblichen Sportübungen ging sogar so weit, dass Schuljungen diese Sportübungen störten, weshalb sie längere Zeit unter polizeilichem Schutz durchgeführt werden mussten. Doch im Laufe der Jahre gelang es dem von Mathilde Möller gegründeten „Verein für Jugendspiele für Mädchen“ dem neuen Gedanken Verbreitung zu verschaffen. Heute sind solche sportlichen Spiele eine Selbstverständlichkeit für Mädchen und Frauen.
Dr. Rita Bake
 

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